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Wie vor einem Jahr: Orica-GreenEdge gewinnt Giro d´Italia-Auftaktzeitfahren
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09.05.2015

Wie vor einem Jahr: Orica-GreenEdge gewinnt Giro d´Italia-Auftaktzeitfahren

Info: GIRO D’ITALIA 2015
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Sanremo, 09.05.2015 - Zum Auftakt des 98. Giro d'Italia hat sich Orica-GreenEdge mal wieder als Spezialist fürs Mannschaftszeitfahren erwiesen. Das australische Team wiederholte seinen Erfolg vom Vorjahr, schlug Tinkoff-Saxo um sieben und Astana um 13 Sekunden. Simon Gerrans, der nach 17,6 Kilometern zwischen San Lorenzo al Mare und Sanremo die Zielgerade als Erster passiert hatte, durfte sich die Maglia Rosa überstreifen. Etixx-Quick Step belegte den vierten Platz, Team Sky kam über die neuntbeste Zeit nicht hinaus. IAM Cycling sorgte mit Rang sechs für einen Achtungserfolg.


Etappen-Vorschau: Mannschaftszeitfahren auf Küstenradweg nach Sanremo

Ein seltener Anblick: Profis auf dem Radweg
Fast sieben Wochen nach der "Classicissima" war Sanremo wieder Schauplatz eines radsportlichen Großereignisses, nämlich des Auftaktzeitfahrens zur 98. Italienrundfahrt. Wie zuletzt 2011 und 2014 handelte es sich um einen mannschaftlichen Kampf gegen die Uhr, der in San Lorenzo al Mare gestartet wurde und nach 17,6 Kilometern auf der Lungomare Italo Calvino zu Ende ging, also genau dort, wo sich bis zum vergangenen Jahr das Ziel von Mailand-Sanremo befand. Die Teams befuhren einen Fern-Radweg, wie ihn sich viele für ihren täglichen Weg zur Arbeit wünschen würden: mit einer relativ breiten Spur für jede Richtung und einem davon getrennten Streifen für Fußgänger, makelloser Asphalt und permanenter Ausblick auf die ligurische Küste inklusive. Für die mit weit über 50 km/h dahinbretternden Profis wurde es dann stellenweise doch etwas eng - was schon im Vorfeld von verschiedenen Seiten kritisiert wurde. Dennoch blieben Unfälle heute glücklicherweise komplett aus, wozu auch die optimalen Witterungsbedingungen ihren Beitrag leisteten.

Astana längere Zeit in Führung
Nach einer Schweigeminute, mit der des genau vier Jahre zurückliegenden Tods von Wouter Weylandt gedacht wurde, gingen die Mannschaften im 5-Minuten-Takt auf die Strecke. Astana sorgte für die erste Zeit unter 20 Minuten, hinter der Trek Factory Racing um 16 Sekunden und die Weltmeister von BMC um 12 Sekunden zurückblieben. Auch Team Sky war 14 Sekunden langsamer als die Mannschaft um Fabio Aru, der seinen Vertrag jüngst bis 2017 verlängert hatte und sich nun sogar Hoffnungen auf das Rosa Trikot machen konnte. Denn auch Rigoberto Urans Etixx-Quick Step reihte sich - bei der Zwischenzeit nach 9,9 Kilometern noch 2 Sekunden vorne gelegen - im Ziel dann 6 Sekunden hinter den Führenden ein. Als Nächstes verdrängte das bemerkenswert starke IAM Cycling BMC vom Podium, konnte sich dort aber nicht lange halten, denn schon war Movistar ein Stückchen schneller. Dass auch Team Astana seine Position bald würden räumen müssen, deutete sich schon an, als Orica-GreenEdge bei der Zwischenzeitnahme klar vor allen anderen lag.

Porte von den Klassementsfavoriten am schlechtesten platziert
Die Australier unterboten, angeführt von Simon Gerrans, die Bestzeit um 13 Sekunden und mussten nur noch einmal ein bisschen bangen, als sich nämlich Tinkoff-Saxo dem Zielstrich näherte. Alberto Contadors Mannen hatten zwischendurch zwar etwas derangiert gewirkt und ihre Zwischenbestmarke verspielt, aber für Platz zwei - sieben Sekunden hinter Orica - reichte es dennoch. Von den nun noch folgenden Mannschaften schnitt Cannondale-Garmin indiskutabel ab - als Neunzehnte war man sogar schlechter als Giant-Alpecin auf Rang 17 -, während FDJ mit der achtbesten Zeit ganz zufrieden sein konnte. Damit lagen die Franzosen noch vor Sky, das Richie Porte mit am Ende 27 Sekunden Rückstand keine perfekte Ausgangslage verschaffte.

Orica-GreenEdge in seinem Element
Gerrans - der im Alter von bald 35 Jahren gerade mal seinen zweiten Giro bestreitet, 2009 aber bereits eine Etappe gewann - tröstete sich mit der Maglia Rosa über so manchen Rückschlag der vergangenen Wochen hinweg, während Orica-GreenEdge die hauchdünne Niederlage vom Tour de Romandie-Zeitfahren vergessen machte. Sanremo bleibt eben ein gutes Pflaster für den Primavera-Champion von 2012 und seine Mannschaft bleibt eine der erfolgreichsten TTT-Formationen der letzten Jahre: 2012 siegte man bei Tirreno-Adriatico und der Eneco Tour, 2013 bei der Tour de France - woraufhin ebenfalls Gerrans das Leadertrikot übernahm - und 2014, vor genau einem Jahr, beim Giro-Auftakt in Belfast. Nur für den Weltmeistertitel hat es bekanntlich noch nicht gereicht.

-> Zum Resultat

Die zweite Etappe führt über 177 Kilometer von Albenga nach Genua (Genova). Es müssen zwei Anstiege bewältigt werden, aber nur einer davon ist als Bergwertung ausgeschrieben. Mit ziemlicher Sicherheit wird die Entscheidung im Massensprint fallen.





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