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Jaroslav Kulhavy feiert Heimsieg bei Cross Country Weltcup-Auftakt in Nove Mesto
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24.05.2015

Jaroslav Kulhavy feiert Heimsieg bei Cross Country Weltcup-Auftakt in Nove Mesto

Info: MTB: WELTCUP NOVE MESTO NA MORAVE 2015
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Nove Mesto na Morave, 24.05.2015 - Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) ist mit einem Heimsieg in die Cross Country-Weltcupsaison 2015 gestartet. Im tschechischen Nove Mesto na Morave entschied der frischgebackene Marathon-Europameister ein spannendes Duell mit Nino Schurter (Scott-Odlo) für sich. Der Schweizermeister musste sich in der Schlussrunde geschlagen geben und kam mit 24 Sekunden Rückstand an. Dritter wurde Weltmeister Julien Absalon (BMC Mountainbike Racing), hinter dem zwei weitere Eidgenossen - Florian Vogel (Focus XC) und Mathias Flückiger (Stöckli Pro) - das fünfköpfige Podium komplettierten.

Schurter peilt vierten Nove Mesto-Sieg in Folge an
Ganze sechs Wochen nach dem Downhill- startete der Cross Country-Weltcup erst in die neue Saison. Dafür feiert dieser heuer aber auch ein Jubiläum: 1991, also vor 25 Jahren, lobte die UCI erstmals einen Weltpokal für die Endurance-Geländefahrer aus. Zum Auftakt besuchte man Nove Mesto na Morave, das schon etliche Male von Fahrern und anderen Beteiligten zum besten Weltcup-Event des Jahres gewählt worden ist und wo 2016 die WM stattfinden wird. Einer der sich dort besonders wohl fühlt, ist Nino Schurter (Scott-Odlo), der seit 2012 in Nove Mesto nicht bezwungen wurde. Auch heute standen seine Chancen, einen vierten Sieg in Folge einzufahren, lange Zeit nicht schlecht. Nach der Anfangsschleife und der ersten 4,1km-Runde lag der 29-Jährige bereits gemeinsam mit Lokalmatador Jaroslav Kulhavy in Führung. Vier weitere Runden lang lieferten sie sich ein Duell auf absoluter Augenhöhe und man hätte sie für Teamkollegen halten können, da sie beide in Rot gekleidet waren: der Tscheche im Specialized Racing-Dress, Schurter im Outfit des amtierenden Schweizermeisters. Ihr Vorsprung wuchs von 23 auf 30 auf 47 Sekunden und schließlich auf über eine Minute an und niemand hätte sagen können, wer sich zum ersten Weltcup-Leader 2015 küren würde.

Kulhavy holt ersten Weltcup-Sieg seit September 2013
Obwohl der angekündigte Dauerregen ausgeblieben war, lag der Waldboden feucht da und viele glitschige Wurzeln und Steine boten Anlass zum Straucheln. Doch es war nicht eine solche Stelle, die die Entscheidung brachte. Es war der langgezogene Anstieg, den Kulhavy auf der letzten Runde gleichsam im Flug nahm, während Schurter plötzlich die Kräfte verließen. Die entstandene Lücke nutzte der Marathon-Welt- und -Europameister, um sich seinen ersten Cross Country-Weltcup-Sieg seit Hafjell 2013 zu sichern. Als er zum letzten Mal die Materialzone durchquerte, lächelte er schon. Im Biathlon-Stadion, wo sich die Zielpassage befand, schnappte er sich eine tschechische Fahne mit seinem Namen und wurde er von seinen Landsleuten mit tosendem Jubel begrüßt. Nach seinem Olympiasieg 2012 hatte Kulhavy nur schwer wieder Tritt gefasst, war von Verletzungen heimgesucht worden und hatte sich dann erfolgreich auf die Langstrecke verlegt: Erst im März dieses Jahres gewann er Cape Epic zusammen mit Christoph Sauser. Nun ist der 30-Jährige auch über die kürzere Distanz wieder obenauf. 50 Punkte beträgt sein Abstand im Weltcup-Ranking zum zweitplatzierten Nino Schurter (250 zu 50).

Vogel bietet Absalon lange Zeit die Stirn
Auch der Kampf um den dritten Platz war zwischenzeitlich sehr spannend gewesen. Mountainbike-Superstar Julien Absalon (BMC), nicht nur amtierender Weltmeister, sondern auch Titelverteidiger im Weltcup, bildete zusammen mit Florian Vogel die Verfolgergruppe. Der Schweizer konnte durch seinen Wechsel von Scott zu Focus aus dem Schatten Nino Schurters heraustreten und hatte mit mehreren prestigeträchtigen Siegen, u. a. beim Bundeligarennen in Heubach, einen Traum-Saisonstart hingelegt. Auch in Nove Mesto bot er Absalon lange die Stirn, kämpfte sich auf der vierten Runde sogar noch einmal heran - wenig später schüttelte der Franzose ihn aber endgültig ab. So ging der dritte Platz, mit 1:16 Minuten Rückstand, an Absalon und Vogel musste sich mit Platz vier zufriedengeben (+2:02), was dennoch ein großer Erfolg für den Hardtail-Fahrer war. Sein Landsmann Mathias Flückiger komplettierte die Top5 (+2:37) und mit Ralph Näf (BMC) sowie Thomas Litscher (Multivan Merida) auf den Plätzen sechs und acht kamen zwei weitere Eidgenossen vorne an. Der Deutsche Manuel Fumic (Cannondale) fiel nach einem sehr guten Start auf den neunten Platz zurück.

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Frauen: Neff startet erfolgreich in die Titelverteidigung
Zuvor hatte Jolanda Neff (Stöckli Pro) das Rennen der Frauen Elite für sich entschieden: Die Weltcup-Titelverteidigerin schlug Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan Merida) nach fünf Runden im Sprint. Norwegens Altmeisterin hatte die Schweizermeisterin auf der ersten Runde eingeholt und war der 22-Jährigen danach nicht mehr von der Seite gewichen. Aus dem Verfolgerduo Pauline Ferrand-Prévot (Rabo-Liv) und Annika Langvad (Specialized Racing) konnte die Französin sich auf der dritten Runde absetzen. Sie holte mit 1:39 Minuten Rückstand die Bronzemedaille - im letzten Jahr hatte sie in Nove Mesto noch gewonnen -, während Langvad am Ende hinter Weltmeisterin Catherine Pendrel (Luna Pro, +2:21) auf den fünften Platz zurückfiel (+2:27). Beste Deutsche war Elite-Debütantin Helen Grobert (Ghost Factory) als Neunte. Die Verteilung der Weltcup-Punkte gestaltet sich bei den Frauen genauso wie bei den Männern: Neff führt mit 250 Zählern das Ranking an, vor Dahle-Flesjaa mit 200 Punkten.

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Und auch bei den Männern U23 gab es dank Lars Forster (Wheeler Ixs) einen Schweizer Sieg. Der Nachwuchsmeister - im Mountainbike wie im Cyclocross - setzte sich mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Pablo Rodriguez durch. Sein Landsmann Andri Frischknecht (Scott-Odlo) wurde Dritter (+0:45), vor dem Franzosen Romain Seigle (Focus Rotor) und dem Neuseeländer Samuel Gaze (Specialized), die um Platz vier sprinteten (+1:04). 90, 70 und 60 Punkte bekommen in dieser Kategorie die drei Erstplatzierten.

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Bereits gestern hatte die Schwedin Jenny Rissveds (Scott-Odlo) den Weltcup-Auftakt der Frauen U23 für sich entschieden.

Die Cross Country-Spezialisten mussten zwar lange warten, bis sie in ihren Weltcup starten durften, dafür gibt es nächste Woche aber auch gleich die zweite Runde: Es steht das schwäbische Albstadt auf dem Programm, das sich im Rennen um die WM 2016 Nove Mesto geschlagen geben musste.





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