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Wout van Aert baut mit zweitem Koppenberg-Streich die bpost bank trofee-Führung aus
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01.11.2015

Wout van Aert baut mit zweitem Koppenberg-Streich die bpost bank trofee-Führung aus

Info: bpost bank trofee - Koppenbergcross Oudenaarde 2015 | Ranglisten bpost bank trofee
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Oudenaarde, 01.11.2015 - Wout van Aert (Vastgoedservice-Golden Palace) hat zum zweiten Mal in Folge den Koppenbergcross in Oudenaarde gewonnen - aber was 2014 noch eine Sensation darstellte, das scheint heuer schon fast "business as usual" zu sein. Der 21-jährige Belgier setzte sich in der fünften Runde ab und siegte mit einer guten halben Minute Vorsprung auf Kevin Pauwels (Sunweb-Napoleon Games). Der Niederländer Lars van der Haar (Giant-Alpecin) belegte den dritten Platz (+0:37) und bleibt zusammen mit Pauwels auch in der bpost bank trofee, als deren zweiter Durchgang das Rennen zählte, am nächsten an Wout van Aert dran. Sven Nys (Crelan-AA Drink), der neunfache Koppenberg-König, stieg nach einem Defekt in der letzten Runde aus.


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Altweibersommer am Koppenberg
Auch wenn das LiVE-Radsport.com Cross Form Ranking Wout van Aert als haushohen Favoriten für den Koppenbergcross auswies, weil er in den letzten vier Wochen drei bedeutsame Siege einfuhr, so hatte sich nicht nur beim Weltcup Valkenburg, sondern erst gestern beim Niels Albert Cross wieder gezeigt, dass auch der Weltranglistenerste nicht unschlagbar ist. Um aber eine Chance gegen den bärenstarken 21-Jährigen zu haben, müssen seine Konkurrenten ihn an seinen berühmt-berüchtigten Solo-Fahrten hindern, und genau das gelang heute in Oudenaarde wieder einmal nicht. Das C1-Rennen, das jedes Jahr am 1. November für einen Hauch Flandern-Rundfahrt im Radcross-Zirkus sorgt, wurde bei strahlendem Sonnenschein unter blankgeputztem, azurblauem Himmel und von "kurz-kurz" bekleideten Athleten ausgetragen - der Winter schien in der Tat weiter entfernt denn je. Schweizermeister Julien Taramarcaz (Era-Murprotec) legte einen fulminanten Start hin, fiel zwar bald zurück, zeigte letztlich aber mit Platz acht erneut, dass er momentan in der Liga der niederländisch sprechenden Jungs mitspielt. Wout van Aert sicherte sich mit einem unwiderstehlichen Bergaufspurt Mitte der zweiten Runde 15 Bonussekunden am Zwischensprint, vor Lars van der Haar und dessen Landsmann Thijs van Amerongen (Telenet-Fidea). Eben dieser war es, der kurz darauf einen Vorstoß wagte und zusammen mit Diether Sweeck (Era-Murprotec), welcher als Einziger hinterging, bis zu 30 Sekunden Vorsprung herausfuhr.

Nys' trauriger Abschied von Oudenaarde
Aus dem zunächst noch sehr, sehr großen Verfolgerfeld formten Gianni Vermeersch (Sunweb-Napoleon Games) und Van der Haar irgendwann eine kleinere Gruppe, der Van Aert zunächst gar nicht angehörte. Doch der Vorjahressieger wurde nicht lange vermisst und als er vorne war, riss er gleich das Kommando an sich. Noch vor der nächsten Zielpassage überholte er die beiden Spitzenreiter und setzte sich solo ab. Nach sechs Runden betrug sein Vorsprung 21 Sekunden, zu Beginn der letzten Runde waren es deren 38. Herausnehmen konnte er, anders als bei seinem Triumphzug letzte Woche in Zonhoven, natürlich nicht, denn im Gegensatz zum Superprestige- wird das bpb trofee-Ranking auf Basis der gefahrenen Zeit gebildet. Van der Haar schien zuerst ein sicherer Kandidat für den zweiten Platz zu sein, doch dann näherte sich Kevin Pauwels, der den dreifachen Valkenburg-Champion kurz vor dem Ziel tatsächlich abhängte. Dahinter folgten Tom Meeusen, der Koppenberg-Sieger von 2013, und Van Amerongen, die kurz zuvor noch Gesellschaft von Sven Nys gehabt hatten. Der Altmeister, der von 2001 bis 2012 neun Siege in Oudenaarde holte - so viele wie kein anderer -, erwischte diesmal einen denkbar schlechten Start, kämpfte sich aber Stück um Stück nach vorne. Als sein Material ihn in der letzten Runde im Stich ließ, gab er auf. Das Rad auf den Schultern bahnte Nys sich einen Weg durch eine Gruppe Zuschauer, die "Wout van Aert" auf ihren Anoraks geschrieben hatten - ein trauriges Bild, das wie kaum ein anderes den Generationswechsel verdeutlichte. Ein zehnter Triumph wird nicht hinzukommen: Der zweifache Weltmeister hat bereits angekündigt, seine Karriere nach Ablauf der Wintersaison zu beenden.

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Stand in der Gesamtwertung
Wout van Aerts Vorprung im bpost bank trofee-Gesamtklassement ist nach zwei siegreichen Durchgängen (von insgesamt acht) schon recht groß - aber er beträgt noch nicht über eine Minute. 55 Sekunden Differenz liegen zwischen ihm und Kevin Pauwels, genau 60 Sekunden Rückstand hat Lars van der Haar. Dahinter allerdings tut sich eine große Lücke auf. Thijs Van Amerongen liegt als Gesamtvierer 3:12 Minuten zurück.

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Frauen: Verschueren mit erstem Saisonsieg zur Gesamtführung
Bei den Damen feierte Jolien Verschueren (VZW Young Telenet-Fidea) ihren ersten Saisonerfolg. In Gieten, Ronse und Zonhoven hatte sich die 25-jährige Belgierin noch mit ihrer bloßen Präsenz auf dem Podium begnügen müssen, nun stand sie wirklich im Mittelpunkt. "Das ist der schönste Sieg meiner ganzen Karriere", sagte eine überglückliche Verschueren im Anschluss. "Ich habe mich über die vielen Anfeuerungsrufe in der letzten Runde gefreut, aber beruhigt konnte ich nicht sein, sondern musste mich weiter konzentrieren. Ein Fehler oder Materialpech hätte mich noch stoppen können." Da ein solches Malheur aber ausblieb, erreichte sie 58 Sekunden vor der erst 19-jährigen Niederländerin Femke van den Driessche (VZW Lotto Ladies) und 66 Sekunden vor ihrer britischen Teamkolllegin Nikki Harris das Ziel. Vierte wurde die belgische Meisterin Sanne Cant (Enertherm-BKCP), die mit der bpost bank trofee in dieser Saison nicht warm zu werden scheint. Da Ronse-Siegerin Pavla Havlikova in Oudenaarde fehlte, übernahm Verschueren Platz eins in der Gesamtwertung. Sie liegt 1:40 vor Harris und 2:58 vor Cant.

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U23: Jacobs bei Sieg von Hermans Fünfter, Degroote führt
Quinten Hermans (Telenet-Fidea) gewann das U23-Rennen vor Jonas Degroote (Lares-Doltcini), dem er vor allem in den Abfahrten überlegen war. Der 20-jährige Belgier erzielte so seinen ersten Sieg in der Nachwuchskategorie überhaupt. Degroote, der im Ziel 19 Sekunden Rückstand aufwies, übernahm aber die Gesamtführung vom abwesenden Eli Iserbyt. Er liegt 49 Sekunden vor Hermans und 1:37 Minuten vor dem Niederländer Joris Nieuwenhuis, der heute Dritter wurde. Mit Platz fünf gelang übrigens dem Schweizer Juniorenmeister Johan Jacobs, der neu bei den "beloften" mitfährt, ein Klasseresultat.

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Debütanten: Kopecky wiederholt Erfolg von Ronse und punktet diesmal
Oudenaarde war der erste Wettkampf, der für die Debütanten ("nieuwelingen") ins Gesamtklassement einfloss. Genau wie in Ronse siegte der Niederländer Tomas Kopecky. Er setzte sich im Sprint gegen Vince van den Eynde durch. Sein Landsmann Luke Verburg kam 10 Sekunden zurück auf den dritten Platz. Die bpost bank trofee der jüngsten Teilnehmer wird nach Punkten berechnet. Kopecky erhält für Platz eins 25 Zähler, dahinter lautet die Staffelung 22, 19, 17, 16, 15 usw. Punkte.

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Junioren: Rombouts reißt am Koppenberg aus
Für die Junioren gibt es keine bpost bank trofee, aber auch sie trugen in Oudenaarde ein UCI-Rennen aus. Die Nase vorne hatte dabei der 17-jährige Belgier Seppe Rombouts, der anschließend erklärte: "Ich bin am Koppenberg ausgerissen... groß war mein Vorsprung nicht, aber ich hatte das Gefühl, diesen Versuch durchziehen zu können. Ich baute meinen Vorsprung aus und konnte die letzte Runde kontrollieren. Das ist ein weiterer Schritt nach vorne nach meinen dritten Plätzen in Ronse und Valkenburg." Der Niederländer Thijs Wolsink wurde Zweiter, der Franzose Clement Levallois Dritter.

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Die dritte Runde der bpost bank trofee findet beim Flandriencross am 29. November in Hamme statt.





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