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Wout van Aert kehrt beim Superprestige Gavere in die Erfolgsspur zurück
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15.11.2015

Wout van Aert kehrt beim Superprestige Gavere in die Erfolgsspur zurück

Info: Radcross: Hansgrohe Superprestige - Gavere 2015
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Asper-Gavere, 15.11.2015 - Nach 14 Tagen "Flaute" hat Wout van Aert (Vastgoedservice-Golden Palace) in Asper-Gavere mal wieder einen seiner berühmten Solo-Siege gefeiert. Beim vierten Event der laufenden Superprestige-Serie griff Van Aert zweieinhalb Runden vor Schluss aus einer vierköpfigen Spitzengruppe heraus an. Zwei seiner vormaligen Begleiter, Sven Nys (Crelan-AA Drink) und Kevin Pauwels (Sunweb-Napoleon Games) sprinteten um den zweiten Platz, wobei Nys das bessere Ende für sich hatte (+0:16). Europameister Lars van der Haar (Giant-Alpecin) war vorzeitig zurückgefallen und musste mit Platz vier vorliebnehmen (+1:00). Van Aerts Vorsprung im Superprestige-Ranking beträgt nun acht Punkte auf Nys.


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Der erste moddercross der Saison
Von einer "Krise" des Wout van Aert zu sprechen - nur weil der Weltrangslistenerste am vergangenen Wochenende kein Rennen gewinnen konnte - wäre wohl übertrieben gewesen. Die Europameisterschaft und der Superprestige Ruddervoorde hatten jedoch gezeigt: Die Konkurrenz schläft nicht bzw. sie ist endlich aufgewacht. Namentlich Lars van der Haar und Kevin Pauwels hatten dem Vizeweltmeister den Kampf angesagt. Und auch Sven Nys hatte stets betonte, dass er noch in der Lage sei, Rennen zu gewinnen - wenn nur die Umstände endlich etwas Radcross-typischer würden, also sprich winterliche Temperaturen und mehr Schlamm. Zumindest für Letzteren war in Asper-Gavere, der vierten Station des Superprestige, gesorgt. Die belgischen Webseiten sprachen vom ersten "moddercross" der Saison, obwohl man zugeben muss, dass von einer Schlammschlacht keine Rede sein konnte. Dennoch: Sven Nys zeigte sich von seiner stärksten Seite. Der 39-Jährige gehört fast von Anfang an zu den Spitzenreitern und bestritt sogar eine Runde ganz alleine in Front. Etwa zur Halbzeit aber holten Van Aert, Pauwels und Van der Haar ihn ein.

Pauwels streckt die Waffen gegen Nys
Nun versuchten sowohl der Europameister wie Wout van Aert sich abzusetzen, aber diese ersten Vorstöße fruchteten noch nicht. Erst als der 21-jährige Belgier zum zweiten Mal am Horn zog, wusste er seine Begleiter von sich abzuschütteln. Mit der Unwiderstehlichkeit der ersten Saisonwochen stürmte Van Aert nun davon. Weiter hinten kam Van der Haar in den roten Bereich, während Sven Nys und Kevin Pauwels einander nicht aus den Augen ließen. Eine Viertelminute, nachdem Van Aert seinen dritten Superprestige-Sieg in der Tasche hatte, sprinteten die beiden um den zweiten Platz, wobei Nys einen besonders entschlossenen Eindruck macht. Circa 3 Meter vor dem Ziel streckte Pauwels die Waffen und ließ seinen Landsmann gewähren. Laurens Sweeck (Era-Murprotec), der in der Anfangsphase noch gut mitgehalten hatte, kam hinter dem zurückgefallenen Van der Haar auf Platz fünf. Bester deutschsprachiger Fahrer war Marcel Meisen (Kuota-Lotto) als Fünfzehnter. Für die Gesamtwertung sammelte Van Aert heute 15 weitere Punkte; er bringt es also auf mittlerweile 59, gegenüber den 51 des neuen Gesamtzweiten Nys. Der zuvor punktgleiche Pauwels ist mit 50 Zählern auf den dritten Gesamtrang zurückgefallen.

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Frauen: Cants Superprestige-Ausbeute weiterhin 100%
Vier Runden wurden in der nagelneuen Superprestige Ladies Trophy bislang ausgefahren - und alle vier hat Sanne Cant (Enertherm-BKCP) gewonnen. Nach Gieten, Zonhoven und Ruddervoorde gab es für die belgische und europäische Meisterin heute auch in Asper-Gavere kein Halten. Nur eine Runde lang konnte ihre Landsfrau Ellen van Loy (VZW Young Telenet-Fidea) einigermaßen hinhalten, dann lag Cant allein an der Spitze. Van Loy fiel sehr bald hinter ihre Teamkolleginnen Jolien Verschueren und Nikki Harris zurück, die dann auch das restliche Podium unter sich ausmachten, wobei die Britin den zweiten Platz belegte. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass sie Telenet-Fidea verlassen wird und zu Boels-Dolmans wechselt. Harris ist im Gesamtklassement derzeit Dritte, punktgleich mit ihrer Landsfrau Helen Wyman und 12 Punkte hinter Jolien Verschueren. Sanne Cant scheint mit ihrer Totalausbeute von 60 Punkten jetzt schon nahezu unantastbar.

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Männer U23: Iserbyt baut Führung aus
Bei den Männern U23 konnte sich das Telenet-Fidea-Team über einen Podiumssweep freuen. Ganz oben stand, genauso wie in Zonhoven und Ruddervoorde, der erst 19-jährige Eli Iserbyt, der sich in der vorvorletzte Runde von Quinten Hermans absetzte und den Europameister schließlich auf den zweiten Platz verwies. Nicolas Cleppe rang Daan Hoeyberghs (BKCP-Corendon) im Sprint auf Platz drei nieder. Im Topsport Vlaanderen Superprestige Beloften beträgt Iserbyts Vorsprung auf Hermans zwei und auf Hoeyberghs sechs Punkte.

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Junioren: Dekker holt Platz eins im Ridley Cup zurück
Das Juniorenrennen wartete mit einer Wiederauflage des Zweikampfs Jens Dekker vs. Jappe Jaspers auf. Zuletzt in Ruddervoorde hatte der Belgier klar vorne gelegen, aber Gieten und Zonhoven waren an den Niederländer gegangen. Daher war Gavere bereits Dekkers dritter Superprestige-Streich; er focht ihn gegen Jaspers auf die Zielgerade aus. Mehr noch: Der Europameister holte sich auch die Führung im Ridley Cup zurück, da er zwar dieselbe Punktzahl wie Jaspers aufweist, aber mehr Einzelrennen gewonnen hat. Dritter des Tagesresultats war Mitch Groot, der Vizeeuropameister.

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Der Superprestige macht jetzt einen Monat Pause. Runde fünf findet erst am 13.12. in Spa auf dem Motorcircuit Francorchamps statt.





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