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Samuel Gaze besiegt Superstar Nino Schurter beim Weltcup-Auftakt in Stellenbosch
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10.03.2018

Samuel Gaze besiegt Superstar Nino Schurter beim Weltcup-Auftakt in Stellenbosch

Info: MTB: WELTCUP STELLENBOSCH 2018
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Stellenbosch, 10.03.2018 - Samuel Gaze (Specialized Racing) hat beim Cross-Country-Weltcup-Auftakt in Stellenbosch, Südafrika für eine große Überraschung gesorgt. Der erst 22-jährige Neuseeländer bot dem Schweizer Superstar Nino Schurter (Scott-SRAM MTB Racing) nicht nur die Stirn, er besiegte den Dominator des letztjährigen Weltcups letztlich auch noch im Sprint und feierte das mit Abstand bedeutendste Resultat seiner noch jungen Karriere.


Bericht zum Rennen der Frauen:
Annika Langvad setzt sich beim XC-Weltcup-Auftakt vor Ferrand Prévot durch


Serie der "großen 3" zu Ende
Mit Gaze' unerwartetem Erfolg geht nicht nur die persönliche Weltcup-Siegesserie von Schurter zu Ende. Es handelt sich auch um den ersten Weltcup-Sieg eines Mannes, der nicht den Namen Nino Schurter, Julien Absalon oder Jaroslav Kulhavy trägt, seit Albstadt 2013. 30 Weltcup-Rennen (das heutige eingeschlossen) sind seitdem über die Bühne gegangen. Schurters große Gegner von einst, der zweifache Olympiasieger aus Frankreich und der einfache aus Tschechien, zeigten sich in Stellenbosch übrigens nicht in bester Verfassung und wurden 41ter respektive 29ter. Absalon, der aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs im letzten Jahr sein Karriereende exra noch einmal herausgeschoben hatte, musste vor ein paar Tagen einen Trainingssturz beklagen.

Duell auf Augenhöhe
Um die Zukunft muss einem aber nicht bange sein, denn die nächsten großen Stars zeichnen sich schon ab. Schurter selbst hatte Samuel Gaze im Vorfeld als gefährlichen Konkurrenten bezeichnet und tatsächlich gab ihm der Rennverlauf Recht. Der junge Neuseeländer, zweifacher und amtierender U23-Weltmeister, heftete sich von Anfang an an des Schweizers Fersen. Die beiden bewegten sich absolut auf Augenhöhe und hielten durch ihre kongeniale Zusammenarbeit alle anderen Fahrer auf Distanz. Einzig dem französischen Meister Maxime Marotte (Cannondale Factory) gelang es ein paarmal Tuchfühlung aufzunehmen. Im Schlusspurt mischte er sogar mit und schaffte es knapp hinter den beiden Dominatoren auf den dritten Platz.

Specialized doppelt erfolgreich
In der siebten und letzten Runde versuchte Schurter immer wieder, Gaze mit einem Angriff zu überraschen, aber der ließ sich nicht abschütteln. So kam es zum Showdown, in dem der Neuseeländer sich als früherer Cross-Country-Eliminator-Vizeweltmeister durchaus Chancen ausrechnen konnte. Tatsächlich zwang seine Explosivität den Mann im Regenbogentrikot in die Knie; schon deutlich vor der Ziellinie sah Schurter seine Niederlage ein und schlug wütend auf den Lenker. Wenig später setzte Gaze, der im Februar bei der Ozeanienmeisterschaft den zweiten Platz belegte, erst einmal ein schmerzverzerrtes Gesicht auf. Dieses Rennen hatte ihn an die Grenzen gebracht. Übrigens feierte Specialized damit einen Doppelsieg, denn zuvor hatte Annika Langvad das Rennen der Frauen Elite gewonnen.

Van der Poel Vierter
Vierter wurde Radcross-Spezialist Mathieu van der Poel (Corendon-Circus), der sich nach den Schlammschlachten in Europa nun den Staubwolken von Südafrika stellte. Er möchte sich in diesem Sommer voll aufs Mountainbiken konzentrieren. Den letzten Platz auf dem fünfköpfigen Weltcup-Podium sicherte sich mit Titouan Carod (BMC MTB Racing) ein weiterer Franzose.

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