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Marta Bastianelli schlägt bei der Ronde van Drenthe zu und übernimmt WWT-Gesamtführung
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17.03.2019

Marta Bastianelli schlägt bei der Ronde van Drenthe zu und übernimmt WWT-Gesamtführung

Info: Frauen: RONDE VAN DRENTHE 2019 (1.WWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Hoogeveen, 17.03.2018 - Die ehemalige Weltmeisterin und aktuelle Europameisterin Marta Bastianelli (Virtu Cycling) hat die Ronde van Drenthe, die zweite Runde der UCI Women's WorldTour, gewonnen und damit auch die Gesamtführung übernommen. Am Ende eines von Regen und Wind geprägten Rennens über 165 Kilometer mit 10 Kopfsteinpflasterpassagen setzte sich Bastianelli im Dreiersprint gegen beiden Niederländerinnen Chantal Blaak (Boels-Dolmans) und Ellen van Dijk (Trek-Segafredo) durch.

Starke Frühsaison-Resultat für Bastianelli
Für die 31-jährige Italienerin war es der zweite Saisonsieg. Zuvor hatte sie Tielt-Winge gewonnen und auch beim Omloop Het Nieuwsblad und vorgestern bei der Drentse 8 Podestplätze belegt. Außerdem war die Weltmeisterin von 2007, die 2009/2010 eine Doping-Sperre absitzen musste, bei den Strade Bianche letztes Wochenende auf den vierten Platz gefahren, sodass sie die UCI Women’s WorldTour nun ganz klar anführt. Die bisherigen Top3 gingen beim Rennen heute alle nicht an den Start und die Tageszweite Chantal Blaak sowie die Tageselfte Marianne Vos waren in der Toskana nur Zehnte bzw. Siebte gewesen. Bastianellis Punktzahl beträgt 300, das sind 100 mehr, als die frühere Führende Annemiek van Vleuten auf dem Konto hat. Sie ist die erste Italienerin, welche die Ronde van Drenthe für Frauen – ausgetragen seit 2007 – gewinnen konnte.

Wind, Regen, Schlamm und Kopfsteinpflaster
Das zweite WorldTour-Rennen der Saison musste unwesentlich verkürzt werden, weil die Kopfsteinpflasterpassage in Schoonloo überflutet war. Überhaupt stand der Tag im Zeichen von Starkregen und Wind, wobei später auch mal die Sonne rauskam. Nichtsdestotrotz waren die verbliebenen 10 Sektoren von einer Schlammschicht überzogen, die den tapferen Athletinnen nach und nach das Aussehen von Radcross-Profis verlieh. Der VAM Berg, eine außergewöhnliche menschengemachte Erhebung in der sonst so flachen Gegend,Star welche in LiVE-Radsport Berge der Woche ausgiebig vorgestellt wurde, war auch diesmal wieder ein zentrales Element. Im oberen Bereich hatte man ihn sogar mit neuem Kopfsteinpflaster versehen. Noch bevor das Feld den VAM Berg zum ersten Mal erreichte, zerbröckelte es auf der Windkante in mehrere Teile. Im nächsten Sektor fanden Teil 1 und Teil 2 wieder zusammen, während die dritte Gruppe mit 2 Minuten Rückstand schon außer Gefecht gesetzt schien.

Grace Brown erobert den VAM Berg
Maria Sperotto von Bigla Pro Cycling nutzte die Findungsphase des Pelotons, um sich als Solistin abzusetzen und schnell bis zu 1:40 Minuten Vorsprung herauszuholen. Während sich tatsächlich alle abgehängten Fahrerinnen wieder im Hauptfeld versammelten, kämpfte die Italienerin alleine im Wind. Als sie schließlich wieder eingeholt wurde, waren noch 70 Kilometer zu fahren. Erneut ging es den VAM Berg hinauf und erneut kam es zur Grüppchenbildung. Mit der Australierin Grace Brown (Mitchelton-Scott) etablierte sich außerdem eine neue Ausreißerin an der Spitze. Hinter ihr, im ersten Teil des Felds, befanden sich u. a. Amy Pieters (Boels-Dolmans) - die Vorjahressiegerin -, Alexis Ryan (Canyon-SRAM) - die Vorjahreszweite -, die Deutsche Romy Kasper (Alé Cipollini), Drentse-8-Gewinnerin Audrey Cordon-Ragot (Trek-Segafredo), die dreifache Ronde-van-Drenthe-Siegerin Marianne Vos (CCC-Liv) und Jip van den Bos (Boels-Dolmans), die Le Samyn gewonnen hatte. Brown lag auch bei der dritten und letzten VAM Berg-Passage noch vorne und kürte sich so zur Besten in der Bergwertung, einer von vielen Sonderprämien des Rennens.

Van Dijks Angriff endet auf Platz 3
Die erste Zielpassage in Hoogeveen absolvierte die Tour-Down-Under-Etappensiegerin mit einem Vorsprung von 1:20. Zwei Kopfsteinpflasterpassagen standen auf den verbliebenen 36 Kilometern noch an. In Sektor 9 (5,6 km lang) kam es zu einem Massensturz in der großen Verfolgergruppe, was Brown in die Karten spielte. Dennoch nahm das Peloton bald wieder Fahrt auf und holte die Ausreißerin 13 Kilometern vor dem Ziel ein, nachdem diese sich auch noch leicht verfahren hatte. Sektor 10 (2,8 km lang) brachte die Entscheidung. Ellen van Dijk, die amtierende Europameisterin im Zeitfahren und bei der Ronde van Drenhte schon zweimal auf dem Podium, setzte sich ab. Mit einem Vorsprung von 10 Sekunden auf Amy Pieters, Romy Kasper, Jip van den Bos, Kirsten Wild (WNT-Rotor), Lotte Kopecky (Lotto Soudal), Floortje Mackaij (Sunweb), Omloop-Gewinnerin Chantal Blaak und ihre Teamkollegin Amalie Dideriksen sowie auf Marta Bastianelli, die “andere Europameisterin”, nahm Van Dijk die letzten asphaltierten Kilometer in Angriff. Blaak und Bastianelli gingen hinterher und holten die Niederländerin an der 4000-Meter-Marke ein. Blaak eröffnete den Sprint von hinten, die Italieniern aber reagierte unverzüglich und setzte sich recht rustikal gegen die Ex-Weltmeisterin durch, was hinter der Ziellinie für ein paar Diskussionen sorgte, aber letztlich im Rahmen des Erlaubten war. Van Dijk blieb nur der dritte Platz, die nachfolgenden Fahrerinnen erreichten das Ziel, angeführt von der Vorjahressiegerin, 20 Sekunden später.

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