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Marianne Vos gewinnt die Trofeo Alfredo Binda zum vierten Mal
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24.03.2019

Marianne Vos gewinnt die Trofeo Alfredo Binda zum vierten Mal

Info: Frauen: TROFEO ALFREDO BINDA - COMUNE DI CITTIGLIO 2019 (1.WWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Cittiglio, 24.03.2019 - Nach einer fantastischen Radcross-Saison, die im Gewinn des Gesamtweltcups gipfelte, ist Marianne Vos (CCC-Liv) auch in diesem Frühjahr schon wieder erfolgreich gewesen. Die 31-jährige Niederländerin konnte sich bei der 44. Trofeo Alfredo Binda im Sprint vor der australischen Vizeweltmeisterin Amanda Spratt (Mitchelton-Scott) und vor der jungen Dänin Cecilie Uttrup Ludwig (Bigla) durchsetzen. Das Rennen rund um Cittiglio umfasste 131 Kilometer und zählte zur UCI Women's WorldTour. Vos hatte die Trofeo bereits 2009, 2010 und zuletzt 2012 für sich entschieden.

WWT macht wieder in Italien Station
Nach dem Start in Taiano, das etwa 77 km südlich von Florenz liegt, standen auf den ersten 35 Kilometern zunächst mal drei Zwischensprints an, die mit Sonderprämien versehen waren. Bei km 22 wurde das Ziel in Cittiglio erstmals passiert, dann folgten die große 37km-Runde und anschließend die vier kleinen Runden à 18 km, auf denen jedes Mal die Anstiege bei Casalzuigno (0,9 km à 6,3) und Orino (2,9 km à 5,9) absolviert werden mussten. Aufgrund des hohen Anfangstempos kam lange keine Fluchtgruppe zustande, auch ein Angriff von u. a. Jolanda Neff (Trek-Segafredo) auf der Abfahrt vom Cunardo, der ersten Bergwertung, wurde gleich unterbunden. Bei der zweiten Zielpassage lag mit Tayler Wiles eine andere Teamfahrerin von Trek als Solistin vorne, aber sie kam nicht viel weiter als bis Casalzuigno.

Mitchelton-Scott setzt viele Akzente
Mitchelton-Scott übernahm nun das Kommando im Feld, welches sich bereits klar reduziert hatte, und lancierte Grace Brown, die sich vor einer Woche bei der Ronde van Drenthe schon als Ausreißerin in Szene gesetzt hatte. Die australische Zeitfahrmeisterin erzielte einen relativ komfortablen Vorsprung und wurde erst 41 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Auf der Orino-Abfahrt warf Mountainbike-Superstar Neff erneut ihre Downhillkünste in die Waagschale, aber im Zuge der nächsten Zielpassage hieß es doch wieder „Gruppo Compatto“ – bei wunderschönem Frühlingswetter übrigens. Auf der nächsten Runde bestimmte wiederum Mitchelton-Scott, vor allem die Herald-Sun-Tour-Gesamtsiegerin Lucy Kennedy, das Tempo, um Amanda Spratt ein siegreiches Comeback zu ermöglichen. Die Vizeweltmeistern hatte sich nach einem Sturz auf den Kopf bei Strade Bianche ein paar Wochen Ruhe gegönnt.

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Eine Außenseiterin fährt sich ins Rampenlicht
Einem Angriff von Leah Thomas, die sich zuvor als Verfolgerin von Grace Brown schon einmal gezeigt hatte, folgte kurz nach der letzten Zielpassage ein Vorstoß von Demi Vollering. Die 22-jährige Niederländerin von Parkhotel Valkenburg dürfte für viele ein unbekannter Name gewesen sein und man ließ sie erst mal ziehen. Sie kam mit über 30 Sekunden Vorsprung über den Casalzuigno-Anstieg und erreichte auch noch die letzte Steigung des Tages als Solistin. Einer Tempoverschärfung von Alena Amialiusik (Canyon-SRAM) im Verfolgerfeld war es dann aber doch zu verdanken, dass eine Sensation ausblieb. 8,8 km vor dem Ziel waren alle Favoritinnen wieder zusammen und eine äußerst spannende Schlussphase begann. Vorjahressiegerin Katarzyna Niewiadoma (Canyon-SRAM) initiierte eine topbesetzte 10-köpfige Spitzengruppe. Dort konnten die beiden CCC-Live-Fahrerinnen Marianne Vos und Ashleigh Moolman-Pasio die Teamkarte spielen und wechselseitig angreifen. Besonders aktiv zeigte sich auch Cecilie Uttrup Ludwig (Bigla), die es mehrfach probierte, sowie Anastasiia Chursina (BTC City Ljubljana) die bis zur 2000-Meter-Marke sogar einen leichten Vorsprung hatte.

Sunweb kommt einen Tick zu spät
Unterdessen kam das Hauptfeld mit Team Sunweb an der Spitze wieder herangeflogen. Auf der Zielgerade liefen die beiden Gruppen zusammen, aber die vorausfahrenden Athletinnen hatten im Sprint natürlich die besten Karten und Sunwebs Coryn Rivera, die Trofeo-Gewinnerin von 2017, konnte nur Achte werden. Moolman-Pasio zog Marianne Vos den Endspurt über etliche Meter an und die Radcross-Weltcupgesamtsiegerin des letzten Winters setzte sich ganz klar vor Spratt und Uttrup Ludwig durch. Chursina wurde Vierte, dahinter folgten die Canyon-SRAM-Fahrerinnen Elena Cecchini und Niewiadoma. In der Women’s WorldTour Gesamtwertung verbessert sich Marianne Vos, die vor genau 10 Jahren erstmals die Trofeo Binda gewann, von Rang 8 auf 2. Ihr fehlen aber 10 Punkte auf die Führende Marta Bastianelli (Virtu Cycling), welche heute nicht an den Start ging.

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Marianne Vos gewinnt die Trofeo Alfredo Binda zum vierten Mal (Foto: Radcross-Weltcup Bern, Christine Kroth, cycling-and-more)
Marianne Vos gewinnt die Trofeo Alfredo Binda zum vierten Mal (Foto: Radcross-Weltcup Bern, Christine Kroth, cycling-and-more)

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