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Bahn-EM: Friedrich und Hinze weiter auf Medaillenjagd, Wild zurück in der Erfolgsspur
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18.10.2019

Bahn-EM: Friedrich und Hinze weiter auf Medaillenjagd, Wild zurück in der Erfolgsspur

Info: BAHNRADSPORT-EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 IN APELDOORN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Apeldoorn, 17.10.2019 – Der zweite Tag bei der Bahnradsport-Europameisterschaft in Apeldoorn brachte den deutschen Frauen Silber in der Mannschaftsverfolgung und mindestens eine weitere sichere Medaille im Sprint, wo Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze als Quali-Schnellste beide bis ins Halbfinale vordringen konnten. Die heimischen niederländischen Fans konnten derweil eine Goldmedaille für Kirsten Wild bejubeln.

Scratch Männer: Sebastian Mora erreicht das Ziel als Solist
Der Donnerstag begann in Apeldoorn mit dem Scratch-Rennen der Männer, das der Spanier Sebastian Mora für sich entscheiden konnte. Der Europameister von Grenchen 2015 und Weltmeister von London 2016 holte sich seinen dritten internationalen Titel in dieser Disziplin mit einem Angriff sieben Runden vor dem Ende. Aus der Verfolgergruppe heraus sprintete der Grieche Christos Volikakis zu Silber, Bronze ging an den Niederländer Wim Stroetinga.

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Ausscheidungsfahren Frauen: Wild im zweiten Einsatz in gewohnter Goldform
Die Heim-EM hatte am Mittwoch für Kirsten Wild mit einem enttäuschenden siebten Platz im Scratch begonnen. Diesen Rückschlag hat die Niederländerin aber schnell verarbeitet und nur 25 Stunden später Gold im Ausscheidungsfahren geholt, das sie nach 2016 und 2017 zum bereits dritten Mal gewann. Insgesamt weist ihre EM-Bilanz nunmehr sieben Titel und insgesamt 16 Medaillen auf. Wild verwies mit der Britin Emily Nelson diejenige Fahrerin auf Platz zwei, die am Abend davor den Scratch-Titel eingefahren hatte; Dritte wurde die Polin Nikol Plosaj.

-> Zum Resultat Ausscheidungsfahren Frauen

Mannschaftsverfolgung Frauen: Deutschland trotz Finalniederlage hochzufrieden
Wie schon zweimal am Mittwoch, lieferten Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Gudrun Stock am Donnerstag in der Mannschaftsverfolgung wieder eine 4-km-Zeit ab, die deutlich unter dem alten deutschen Rekord lag, auch wenn sie ihre Bestmarke aus der 1. Runde nicht noch einmal verbessern konnten. Nach Bronze 2018 in Glasgow gab es diesmal sogar die Silbermedaille für den BDR-Vierer der Frauen, der im Finale gegen die drei Sekunden schnelleren Katie Archibald, Eleanor Dickinson, Neah Evans und Laura Kenny erwartungsgemäß ohne Chance auf Gold blieb. Die Vize-Weltmeisterinnen aus Großbritannien verteidigten unangefochten ihren Titel vom vorigen Jahr. Das Duell um Bronze entschied Italien gegen Frankreich ebenfalls sehr deutlich für sich.

-> Zum Resultat Mannschaftsverfolgung Frauen

Mannschaftsverfolgung Männer: Dänemark holt überlegen Gold, Schweiz verpasst Medaille
In der Mannschaftsverfolgung der Männer hatten am zweiten Tag nicht die Deutschen, sondern die Schweizer, die 2018 Silber geholt hatten, noch die Chance auf eine Medaille. Bronze hätte es diesmal werden können, doch Stefan Bissegger, Claudio Imhof, Valère Thiébaud und Cyrille Thièry unterlagen im kleinen Finale Großbritannien um fast drei Sekunden. Im großen Finale feierte Dänemark den ersten Titelgewinn seit der WM 2009. Lasse Norman Hansen, Julius Johansen, Frederik Madsen und Rasmus Pedersen fuhren wie schon in der 1. Runde eine Zeit unter 3:50 Minuten und waren damit fünf Sekunden schneller als Herausforderer Italien.

-> Zum Resultat Mannschaftsverfolgung Männer

Sprint Frauen: Friedrich und Hinze ziehen souverän ins Halbfinale ein
Für besonders gute Laune im Lager der deutschen Bahn-Nationalmannschaft sorgen auch nach dem Ende der Ära Vogel/Welte weiterhin die Sprintspezialistinnen, die am ersten EM-Tag bereits Teamsprint-Silber geholt hatten. Im Einzel-Wettkampf fuhren Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze nun auf die Plätze eins und zwei, woraufhin sie jeweils auch ihre ersten beiden K.o.-Duelle gewinnen konnten. Somit stehen beide deutsche Starterinnen im Halbfinale. Friedrich trifft dann am Freitag auf Olena Starikova aus der Ukraine, während es Hinze mit der Vorjahreszweiten und Europameisterin von 2014 Anastasiia Voinova aus Russland zu tun bekommt.

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Sprint Männer: Chance auf ein rein niederländisches Finale
Im Sprint der Männer spielen die Deutschen dagegen keine Rolle im Kampf um die Medaillen. Maximilian Dörnbach schied schon im Sechzehntelfinale gegen den Spanier Jose Moreno aus, Eric Engler folgte im Achtelfinale gegen den Litauer Svajunas Jonauskas. Bis ins Halbfinale schafften es dagegen die beiden Niederländer Jeffrey Hoogland und Harrie Lavreysen. Titelverteidiger Hoogland, der die Qualifikation gewonnen hatte, aber im Viertelfinale ins Straucheln geriet und sich erst nach drei Durchgängen gegen den Franzosen Rayan Helal durchsetzen konnte, trifft im Halbfinale auf den russischen Ex-Welt- und -Europameister Denis Dmitriev. Der amtierende Weltmeister Lavreysen kämpft gegen den Polen Mateusz Rudyk um den Einzug ins Finale.

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