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Bahn-EM: Friedrich und Hinze holen Teamsprint-Silber, in der Verfolgung fallen zahlreiche Landesrekorde
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16.10.2019

Bahn-EM: Friedrich und Hinze holen Teamsprint-Silber, in der Verfolgung fallen zahlreiche Landesrekorde

Info: BAHNRADSPORT-EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 IN APELDOORN
Autor: Felix Griep (Werfel)



Apeldoorn, 16.10.2019 – Am ersten Abend der Bahn-Europameisterschaft in Apeldoorn haben sich am Mittwoch die niederländischen Gastgeber über je eine Gold- und Silbermedaille in den Teamsprints freuen können. In dieser Disziplin gab es dank des jungen Duos Lea Sophie Friedrich/Emma Hinze auch das erste deutsche Edelmetall dieser EM. In den Vorläufen der Mannschaftsverfolgung unterboten die deutschen Vierer ihre bisherigen Bestmarken deutlich, und auch die Schweizer konnten einen Landesrekord herausfahren.

Scratch Frauen: Enttäuschung für Wild, Triumph für Nelson
Für einen perfekten Start in die EM in den Niederlanden hätte eigentlich Kirsten Wild sorgen sollen. Die dreifache Titelgewinnerin der WM 2018, die ebenfalls in Apeldoorn stattgefunden hatte, konnte im Scratch ihren EM-Titel vom vorigen Jahr allerdings nicht verteidigen und landete gar nur auf dem siebten Platz. Die amtierende Weltmeisterin Elinor Barker aus Großbritannien zog an diesem Tag die Mannschaftsverfolgung dem Scratch vor – dafür fuhr aber ihre Landsfrau Emily Nelson die Goldmedaille ein. Die 22-jährige Madison-Weltmeisterin von 2017 verwies die Irin Shannon McCurley und die Portugiesin Maria Martins auf die Plätze zwei und drei.

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Ausscheidungsfahren Männer: Viviani ringt Coquard nieder
Das bei Europameisterschaften seit dem Jahr 2015 als Einzel-Disizplin ausgetragene Ausscheidungsfahren hätte beinahe seinen ersten mehrfachen Titelträger bekommen. Der Franzose Bryan Coquard, der die Premiere vor vier Jahren gewonnen hatte, gehörte immerhin zu den letzten beiden Fahrern, die noch um den Sieg kämpften. Dann musste er sich allerdings dem Italiener Elia Viviani geschlagen geben, der bereits sieben EM-Titel in den verschiedensten Disziplinen vorzuweisen hatte. Zuletzt gewann er 2018 in Glasgow Gold in der Mannschaftsverfolgung. Platz drei hinter den beiden Sprintspezialisten, die auch im Straßenradsport große Namen haben, und somit Bronze gingen an den Polen Filip Prokopyszyn.

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Teamsprint Frauen: Deutsche nur von Voinova/Shmeleva geschlagen
Im ersten großen Event nach dem überraschenden Karriereende von Miriam Welte spannte die 22-jährige Emma Hinze, die an Weltes Seite bei der letzten WM und EM jeweils Teamsprint-Bronze gewonnen hatte, mit der gerade erst 19-jährigen Lea Sophie Friedrich zusammen. Das junge deutsche Duo, das sich schon von einigen Weltcups kennt, beeindruckte mit der Bestzeit in der Qualifikation. Als in der 1. Runde bei Russland an der Seite von Daria Shmeleva Ekaterina Rogovaya durch Anastasiia Voinova ersetzt wurde, waren die Deutschen noch zweitschnellste, womit sie sich für das Finale qualifizierten, wo sie aber mit fast sieben Zehnteln Rückstand hoffnungslos unterlegen waren. Russland bleibt damit im Teamsprint der Frauen bei Europameisterschaften seit 2013 ungeschlagen; für Shmeleva war es der vierte, für Voinova gar der fünfte Titel in Serie. Bronze holten sich die Niederländerinnen Kyra Lamberink/Shanne Braspennincx, die den Finaleinzug mit nur 25 Tausendsteln Rückstand gegenüber Deutschland knapp verpasst hatten.

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Teamsprint Männer: Die Niederländische Dominanz setzt sich fort
Nach der Bronzemedaille im Teamsprint der Frauen gab es für die Niederlande bei den Männern Gold. Jeffrey Hoogland, Harrie Lavreysen, Roy van den Berg und der nur in der Qualifikation eingesetzte Matthijs Büchli, die gemeinsam in diesem Jahr auch schon Weltmeister geworden waren, verteidigten ihren EM-Titel von 2018 souverän mit Bestzeiten in allen drei Durchgängen. Im Finale waren sie den Briten Jack Carlin, Jason Kenny und Ryan Owens um fast sieben Zehntelsekunden überlegen. Das Rennen um Bronze entschieden die Franzosen Grégroy Baugé, Quentin Lafargue und Sébastien Vigier um vier Zehntel gegen das deutsche Team für sich. Marc Jurczyk, Eric Engler, Maximilian Levy und Maximilian Dörnbach hatten in der Qualifikation die fünfbeste und in der 1. Runde die viertbeste Zeit gefahren. Im vorigen Jahr in Glasgow hatte Deutschland noch die Bronzemedaille geholt, damals aber in komplett anderer Besetzung (Stefan Bötticher, Timo Bichler, Joachim Eilers),

-> Zum Resultat Teamsprint Männer

Mannschaftsverfolgung Frauen: Deutsche mit Rekorden ins Finale
Es blieb am Mittwochabend bei vier Medaillenentscheidungen, doch in der Mannschaftsverfolgung wurden zumindest schon die Vorläufe ausgetragen. Bei den Frauen werden es die Deutschen Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Lisa Klein und Mieke Kröger am Donnerstag im Finale mit den Titelverteidigerinnen aus Großbritannien aufnehmen und haben damit schon sicher den dritten Platz vom Vorjahr getoppt. Den bisherigen deutschen Rekord von 4:19,668 verbesserten sie in der Qualifikation zunächst auf 4:18,567 und in der 1. Runde nochmals auf 4:16,328, womit sie sogar eine Sekunde schneller waren als die Britinnen, die allerdings in der Qualifikation mit 4:15,939 Minuten gezeigt hatten, dass es bei ihnen noch deutlich schneller geht.

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Mannschaftsverfolgung Männer: Deutsche und Schweizer Rekorde
Während der Vierer der Frauen also bereits eine Medaille sicher hat, bleibt für Felix Groß, Theo Reinhardt, Nils Schomber und die jeweils einmal eingesetzten Dominic Weinstein und Leon Rohde Edelmetall außer Reichweite. Nach Platz vier in der Qualifikation (3:55,677) verbesserten sie zwar in der 1. Runde den deutschen Rekord von 3:55,303 auf 3:53,974, waren damit aber nur noch das fünftbeste Team. Dagegen werden die Schweizer Stefan Bissegger, Claudio Imhof, Valère Thiébaud und Cyrille Thièry (in der Quali wirkte auch Théry Schir mit) gegen Großbritannien um Bronze fahren. Auch sie konnten in der 1. Runde ihren Landesrekord deutlich von 3:54,858 auf 3:52,860 verbessern. Das Finale tragen Dänemark und Titelverteidiger Italien aus.

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