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Solo-Sieg für Elisa Longo Borghini in Oudenaarde - d´Hoore wieder Weltcup-Führende
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05.04.2015

Solo-Sieg für Elisa Longo Borghini in Oudenaarde - d´Hoore wieder Weltcup-Führende

Info: Frauen: RONDE VAN VLAANDEREN / TOUR DES FLANDRES 2015 (CDM)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Oudenaarde, 05.04.2015 - Als erste Italienerin überhaupt hat Elisa Longo Borghini (Wiggle-Honda) die Ronde van Vlaanderen für sich entschieden. Die gerade mal 23-Jährige kam nach 145 Kilometern als Solistin im Start- und Zielort Oudenaarde an. Ihre belgische Teamkollegin Jolien d'Hoore wurde Zweite vor der Niederländerin Anna van der Breggen (Rabo-Liv Women Cycling Team) und holte sich dadurch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung zurück. Für Longo Borghini war es schon der zweite Sieg auf Ebene der Coupe du Monde. 2013 triumphierte sie bei der Trofeo Alfredo Binda.


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Holleweg fordert erste Opfer
Aufgrund eines geschlossenen Bahnübergangs musste das Teilnehmerfeld der 12. Flandern-Rundfahrt für Frauen schon kurz nach dem Start umgeleitet werden. Vor Ruiterstraat, Kerkgate, Holleweg, Paddestraat und Haaghoek stand so noch ein weiterer kopfsteingepflasterter Abschnitt auf dem Programm, die Lange Munte. Es dauerte nicht lange, bevor erste Verluste zu vermelden waren; bereits am Wolvenberg, der ersten von 10 Hellingen nach 49 Kilometern (max. 17%), und vor allem am Holleweg (350m KSP) zerbrach das Peloton in mehrere Teile. Es folgten der Molenberg (max. 14,2%) und der Leberg (max. 13,8%); kurz zuvor schlossen sich allerdings die beiden vordersten Fraktionen zu einem nun wieder relativ großen Spitzenfeld zusammen. Ebenso wie zuvor Sofie De Vuyst (Lensworld.eu-Zannata) trat Roxane Knetemann (Rabo-Liv) nun die Flucht nach vorne an, sie hatte jedoch genauso wenig Erfolg und wurde auf am Scheitelpunkt des Berendies (max. 12,3%) wieder gestellt. Als Nächstes sah man Knetemans Teamkollegin Lucinda Brand, Giorgia Bronzini (Wiggle-Honda), Chantal Blaak (Boels-Dolmans), Barbara Guarischi (Velocio-SRAM) und Andrea Dvorak (Twenty 16) an der Spitze; am Valkenberg (max. 12,8%) wurde aber auch ihr Vorstoß vereitelt.

Abwechslungsreiches Rennen
Keine Helling verging, ohne dass sich die Rennsituation erneut änderte. Eine elfköpfige Spitzengruppe mit Vorjahressiegerin Ellen van Dijk, Christine Majerus (beide Boels-Dolmans), Katarzyna Niewadoma (Rabo-Liv), Mayuko Hagiwara (Wiggle-Honda), Alena Amaliusik (Velocio-SRAM), Gracie Elvin (Orica-AIS), Simona Frapporti (Alé Cipollini), Annemiek Van Vleuten (Bigla Pro), Janneke Ensing (Parkhotel Valkenburg) sowie erneut Dvorak und Bronzini wurde am Kaperij (max. 9%) gestellt. Nun versuchte es Van Vleuten, die Siegerin von 2011, auf eigene Rechnung, sie kam aber nur bis zum Kanarieberg (max. 14%). Noch vor dem Kruisberg (max. 9%) attackierten Trixi Worrack (Velocio-SRAM) und Elisa Longo Borghini, und während die Deutsche wenige Kilometer später schon wieder aufgeben musste, schaffte die italienische Zeitfahrmeisterin es mit Vorsprung in den Alten Kwaremont (max. 11,6% mit 1500m KSP) und den Paterberg, der mit seiner Maximalsteigung von 20,3% die allerletzte und schwerste Prüfung des Tages darstellte.

Armitstead nur Achte
Anschließend waren noch 12 Kilometer zu fahren, die Longo Borghini mit 40 Sekunden Vorsprung anging. Neun Frauen befanden sich in der unmittelbaren Verfolgung, darunter die Weltcup-Führende Elizabeth Armitstead (Boels-Dolmans), der ein achter Platz jedoch nicht reichen sollte, um das Weiße Trikot zu verteidigen. Jolien d'Hoore holte sich als Zweite 100 Punkte und liegt nun wieder 25 Zähler vor der Britin. Longo Borghini kletterte auf den dritten Rang, Anna van der Breggen als Tagesdritte auf den vierten. Ihre Rabo-Liv-Teamkollegin Pauline Ferrand-Prévot verschlechterte sich als Siebte des Tages um eine Position, ist jetzt Gesamtfünfte. Wiggle-Honda übernahm von Boels-Dolmas die Führung in der Teamwertung. Rossella Ratto (Inpa Sottoli Giusfredi), heute außerhalb der Punkte-Ränge, bleibt dennoch beste Nachwuchsfahrerin. Die noch nicht genannten Top-10-Finisherinnen waren Elena Cecchini (Lotto Soudal) und Alena Amialiusik auf 5 und 6 sowie Chantal Blaak und Ashleigh Moolman-Pasio (Bigla Pro) auf 9 und 10.

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Nach zwei Weltcup-Wochenenden hintereinander gibt es nun zweieinhalb Wochen Pause, bevor am Mittwoch, 22. April die Flèche Wallonne stattfindet.





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