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Laurens Sweeck lässt sich den Tagessieg beim bpost bank trofee-Finale nicht nehmen
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06.02.2016

Laurens Sweeck lässt sich den Tagessieg beim bpost bank trofee-Finale nicht nehmen

Info: Radcross: bpost bank trofee - Waaslandcross Sint-Niklaas 2016
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Sint-Niklaas, 06.02.2015 - Er hat eines der ersten Rennen der Saison gewonnen und nun auch eines der letzten: Laurens Sweeck (Era-Murprotec) - im September bereits bei der EKZ CrossTour Baden erfolgreich - sicherte sich heute beim Waaslandcross Sint-Niklaas Platz eins. Der 22-jährige fuhr der Konkurrenz schon nach wenigen Runden davon und behauptete sich vor dem neuen Weltmeister Wout van Aert (Vastgoedservice-Crelan) und Sven Nys (Crelan-AA Drink), welche Platz zwei unter sich ausmachten. Tom Meeusen (Telenet-Fidea) wurde Vierter, Mathieu van der Poel (BKCP-Corendon), bis zur WM mehrere Wochen lang Seriensieger, erwischte einen schwachen Tag. Der Waaslandcross zählte als Finale der bpost bank trofee, Van Aert stand aber schon vorher als Gesamtsieger fest.


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Van Aert lässt sich nicht hängen
Die Radcross-Saison 2015/16 ist in ihre allerletzte Phase getreten - die Post-Weltcup- und Post-WM-Phase, in der es "nur noch" darum geht, wer Gesamtsieger in den anderen Rennserien, dem Superprestige und der bpost bank trofee, wird. Und eigentlich nicht mal das, denn wie immer seit Umstellung auf ein zeitbasiertes Gesamtklassement stand der bpbt-Gewinner auch diesmal bereits vor dem Finale fest. Mit sechs Minuten und 53 Sekunden Vorsprung auf Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) konnte Wout van Aert sich sogar einen Ausfall erlauben, er hätte trotzdem nicht mehr als fünf Minuten Rückstand aufgebrummt bekommen und auch etwaige Bonussekunden hätten ihn nicht mehr in Gefahr bringen können. Der frischgebackene Weltmeister dachte im Übrigen gar nicht daran, sich in Sint-Niklaas einen "Off-Day" zu erlauben. Sein Start gehörte zwar nicht zu den besten, in der zweiten von neun (!) Runden stieß er aber zur Wettkampfspitze vor. Dort befanden sich außerdem Toon Aerts (Telenet), der als Erster vor den anderen hergefahren war, Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel - jetzt wieder im niederländischen Meistertrikot -, Tom Meeusen und Laurens Sweeck.

Schwächeanfall bei Mathieu van der Poel
Meeusen versuchte sich abzusetzen, wurde aber von Van der Poel gekontert. Der Niederländer lag bei der nächsten Zielpassage vorne, erlitt jedoch kurz darauf einen sehr untypischen Einbruch. Offenbar wurden dem 21-Jährigen die Anstrengungen der letzten Wochen zu viel oder es mangelte ihm an Motivation, jedenfalls sackte er immer weiter zurück, sollte am Ende 22ter werden. Apropos Motivation: Als Fokus für den nächsten Sommer hat Van der Poel das Mountainbiken ausgemacht, und obwohl er in diesem Bereich noch kaum Erfahrungen hat, hofft das Multitalent auf die Olympia-Qualifikation. Von seinem Hänger heute profitierte jedenfalls Laurens Sweeck, der das Vakuum an der Spitze nutzte, um sich abzusetzen. Van Aert, Meeusen und Sven Nys - der wie so oft langsam gestartet war, aber dann besser ins Rollen kam - bildeten die Verfolgerguppe. Drei Runden vor Schluss verlor Meeusen den Kontakt und Van Aert und Nys waren auf sich allein gestellt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könne der 39-Jährige den jungen Mann im Regenbogentrikot abhängen, aber Van Aert war bald wieder dran und setzte seinerseits den Beinahe-Pensionär unter Druck.

Nys sprintet nicht mit
Mit 19 Sekunden Vorsprung ging Sweeck in die letzte Runde, was genug sein sollte, um den zweiten Saisonsieg einzufahren. Schon kurz vor dem Ziel klatschte der 22-Jährige seine Crew freudestrahlend ab. Van Aert und Sven Nys finishten mit ca. 20 Sekunden Rückstand; als der Weltmeister sah, dass sein Begleiter nicht mitsprintete, nahm er raus und rollte locker als Zweiter ins Ziel. Meeusen kam mit 43 Sekunden Rückstand als Vierter an. Hinter Toon Aerts sicherte sich ein überraschend gut aufgelegter Rob Peeters (Telenet) Platz sechs. Tim Merlier (Vastgoedservice), Vizeweltmeister Lars van der Haar (Giant-Alpecin), Diether Sweeck - Zwillingsbruder und Teamkollege des Siegers - sowie ein sehr schwacher Kevin Pauwels machten die Top10 voll. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Van Aerts Vorsprung im bpost bank trofee-Klassement letztendlich 8:43 Minuten beträgt und dass Sven Nys mit 9:32 Rückstand Gesamtdritter wird. Nach BK-, Weltcup- und WM-Sieg sowie der Titelverteidigung der bpbt gibt es für Van Aert nur noch eines zu gewinnen: den Superprestige, in dem noch zwei Durchgänge anstehen und der durchaus noch nicht entschieden ist.

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Frauen: De Jong siegt im Regenbogentrikot
Das Frauenrennen von Sint-Niklaas ging an die frischgebackene Weltmeisterin Thalita de Jong (Rabo-Liv) , die sich bereits nach einer Runde absetzen konnte. Sanne Cant (Enertherm-BKCP) wurde, von einer Grippe geschwächt, nur Dritte hinter der britischen Meisterin Nikki Harris, stellte aber nach dem Weltcup auch die bpost bank trofee sicher. Die belgische und europäische Meisterin, die zunächst mit der Serie gar nicht warmwurde, dann aber in Essen, Antwerpen, Loenhout und Baal siegte, bringt es auf 4:11 Minuten Vorsprung gegenüber Jolien Verschueren, die heute Platz vier belegte. Für Thalita de Jong ist die Wintersaison jetzt beendet - sie bezieht mit ihren Teamkolleginnen ein Trainingslager in Spanein. Um ihr schönes Regenbogentrikot zu ehren, werde sie aber auch in der nächsten Saison einige Querfeldeinrennen bestreiten, kündigte die Straßenradspezialistin aus den Niederlanden an.

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U23: Hermans stellt Gesamtsieg sicher
Daan Soete (Telenet-Fidea) war in dieser Saison noch kein Sieg gelungen, in Sint-Niklaas hatte der 21-jährige Belgier aber die Nase vorn. "Ich fühlte mich vom Start weg prima und zog dann auch gleich durch. [Adam] Toupalik kam zurück und behauptete sich, aber nicht lange. Von da an musste ich nur noch Tempo fahren und hoffen, dass ich vorne bleiben würde. Hinter mir fuhren viele Teamkollegen, was gut für mich war", erklärte Soete, der mit dem Gesamtklassement freilich nichts mehr zu tun hatte. Dieses entschied Europameister Quinten Hermans (auch Telenet-Fidea) für sich, der mit nur 16 Sekunden Vorsprung auf Daan Hoeyberghs (BKCP-Corendon) an den Start ging und am Ende noch hinter dem neuen Weltmeister Eli Iserbyt (VZW Young Telenet-Fidea) Achter wurde, was aber kein Unglück war, da Hoeyberghs noch schlechter abschnitt. Hermans, der in Oudenaarde, Essen, Antwerpen und Baal triumphierte, brachte insgesamt 2:06 Minuten zwischen sich und seinen nächsten Konkurrenten.

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Debütanten: Van Den Eynde bleibt ohne Tagessieg
Bei den "nieuwelingen" (Debütanten) war mit Bart Artz ein Niederländer erfolgreich. Das Geburtstagskind des Tages setzte sich im Sprint gegen den Belgier Vince Van Den Eynde durch, der - ohne ein einzelnes Rennen gewonnen zu haben - die bpost bank trofee für sich entscheidet. Er bringt es nach vier Klassement-relevanten Runden auf 79 Punkte, 18 mehr als Artz und 20 mehr als Oudenaarde-Sieger Tomas Kopecky, der heute nur Sechster wurde und noch auf Gesamtrang drei zurückfiel.

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Junioren: Weltmeister Dekker eine Klasse für sich
Bei den Junioren, für die es keine bpost bank trofee gibt, siegte wie im Frauenrennen der neue Weltmeister. Jens Dekker gelang ein Start-Ziel-Durchmarsch, bei dem er Florian Vermeersch und Reno Bauters auf die Plätze verwies. "Es war eine anstrengende Woche un ich fühlte das auch in meinen Beinen", sagte der Niederländer im Anschluss. "Aber am Ende der ersten Runde änderte sich das. Ich erzielte schnell einen Vorsprung und konnte ihn ausbauen. Von da an hieß es kontrollieren, ohne zu überziehen. Schade dass Jappe [Jaspers] heute nicht seine Chance bekam." Der belgische Meister wurde gleich nach dem Startschuss von einem Defekt heimgesucht.

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