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Wout Van Aert findet am Koppenberg zu seiner alten Leichtigkeit zurück
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01.11.2016

Wout Van Aert findet am Koppenberg zu seiner alten Leichtigkeit zurück

Info: Radcross: DVV verzekeringen trofee - Koppenbergcross Melden/Oudenaarde 2016
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Oudenaarde, 01.11.2016 - Die vergangenen Wochen waren nicht einfach und nicht ohne Enttäuschung für Wout van Aert (Crelan-Vastgoedservice), den Überflieger der Radcross-Saison 15/16. Aber beim Koppenbergcross zeigte der amtierende Weltmeister sich wieder einmal von seiner unbezwinglichen Seite. Van Aert fuhr gut die Hälfte des Wettkampfs allein an der Spitze und finishte mit einer halben Minute Vorsprung vor Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) und Lars van der Haar (Giant-Alpecin). Ganz anders erging es seinem großen Rivalen Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon). Der Vize-Europameister erlebte das, was die Belgier einen "Off-Day" nennen, und verabschiedete sich praktisch aus dem Kampf um die DVV Verzekeringen Trofee, deren Gesamtwertung Van Aert nun mit fast zwei Minuten Vorsprung anführt.


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Klassiker in neuem Gewand
Der Koppenbergcross ist einer der Klassiker des Radcross-Halbjahres, auch wenn er sich den Ruhm in Sachen Kopfsteinpflaster neuerdings mit dem Bricocross in Geraardsbergen teilen muss. Zum 25-jährigen Jubiläum - 1991 wurde das Rennen in Oudenaarde zum ersten Mal ausgetragen - hatte man ihm eine neue Streckenführung spendiert. Wie in seinen Anfangsjahren ging der Koppenbergcross diesmal auf dem Gipfel des namengebenden Anstiegs zu Ende. Einige Fahrer, auch Wout van Aert, hatten sich im Vorfeld über den neuen Parcours beschwert und ihn als zu schwer gescholten. Komischerweise war von einer Aversion gegen das Rennen beim Weltmeister später aber nichts zu sehen. Ihm gelang der dritte Koppenberg-Sieg in Folge.

Aerts beflügelt vom EM-Sieg
Toon Aerts, seit zwei Tagen Europameister, startete am besten und sicherte sich am Zwischensprint auf Runde zwei 15 Bonussekunden. Van Aert und Klaas Vantornout (Marlux-Napoleon Games) kamen hinterher, sammelten deren 10 bzw. 5. Es bildete sich eine Spitzengruppe der auch Kevin Pauwels, Michael Vanthourenhout (Marlux), Lars van der Haar und Mathieu van der Poel angehörten. Letzterer hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und musste gleich abreißen lassen, als Van Aert zum Angriff blies. Aber auch die anderen konnten dem belgischen Meister die Stirn nicht bieten - abgesehen von Aerts, der sich noch eine Weile festbiss.

Van Aert gewinnt zum 3. Mal in Folge
Als er alleine war, baute Van Aert seinen Vorsprung ständig aus und war wieder das von Leichtigkeit beseelte Energiebündel, das man aus der vergangenen Saison kannte. "In diesem Wettkampf habe ich zum ersten Mal den echten Wout van Aert gezeigt", verriet der 22-Jährige im Anschluss tatsächlich. "Die letzte Runde war die schwerste. Aber gleichzeitig habe ich das Ganze auch genossen." Ergebnis des Genusslaufs war, dass Van Aert in der DVV Trofee nun einen Vorsprung von 1:52 auf den Zweitbesten, Kevin Pauwels, hat. Vanthourenhout ist mit 2 Minuten Rückstand Gesamtdritter. Van der Poel erreichte das Ziel fast 4 Minuten später als Van Aert und hat damit keine Chancen mehr auf den Titel.

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Frauen: Verschueren bezwingt De Jong
Wenn jemand geglaubt hatte, dass Thalita de Jong (Rabo-Liv), die Europameisterin und Siegerin des Weltcups Valkenburg sowie der DVV Trofee Ronse, derzeit unschlagbar ist, so bewies ihm Jolien Verschueren (Young Telenet Fidea) beim Koppenbergcross das Gegenteil. Die 26-jährige Belgierin, die 2015 in Oudenaarde einen ihrer größten Erfolge feierte, lieferte sich mit De Jong ein Kopf-an-Kopf-Duell - bis sie sie wenige Meter vor dem Ziel mit einem allerletzten Angriff kleinkriegte. Die Niederländerin kam mit 11 Sekunden Rückstand ins Ziel. Alle anderen Teilnehmerinnen hatten sich schon lange von der Spitze verabschiedet; Sophie de Boer (Kalas) war mit Platz drei und 1:44 Minuten Rückstand noch die Beste unter ihnen. Sanne Cant (IKO Enertherm-Beobank) wurde hinter Christine Majerus (Boels-Dolmans) nur Fünfte und musste De Boer sowie Verschueren in der IJsboerke Ladies Trophy-Gesamtwertung an sich vorbeiziehen lassen. Es führt weiterhin Thalita de Jong, mit 45 Sekunden Vorsprung.

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U23: Nachwuchs- vor Juniorenweltmeister
Das U23-Rennen endete mit dem ersten Saisonsieg von Eli Iserbyt, der sein Regenbogentrikot bislang noch selten in vorteilhaftem Licht hatte erscheinen lassen. Der 19-jährige Belgier erwischte einen ähnlich grandiosen Tag wie Van Aert und konnte sich schon auf der zweiten Runde solo absetzen. Sein Vorsprung wuchs und wuchs, betrug im Ziel dann fast eine Minute. Der Niederländer Jens Dekker, immer noch amtierender Juniorenweltmeister, wurde Zweiter, sein Landsmann Gosse Van Der Meer Dritter (+1:11). In der Gesamtwertung führt nun Iserbyt, da Ronse-Sieger Joris Nieuwenhuis gar nicht an den Start ging.

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Weitere Resultate
Bei den Debütanten ("nieuwelingen"), den 15- und 16-Jährigen, setzte sich Ryan Cortjens vor Witse Meeussen und Pim Ronhaar durch. Das Rennen zählte aber nicht für die DVV Verzekeringen Trofee. Bei den Junioren, für die es gar keine Gesamtwertung gibt, bewies der Brite Thomas Mein, dass nicht nur sein Landsmann Thomas Pidcock die belgische Szene aufmischen kann. Er stürmte am letzten Anstieg davon und verwies den EM-Dritten Timo Kielich sowie Arno Debeir auf die Plätze.

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Die nächste DVV Verzekeringen Trofee-Runde findet am 27.11. in Hamme statt.





Wout Van Aert findet am Koppenberg zu seiner alten Leichtigkeit zurück
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