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Adventskalender am 14. Dezember: Brüder im Radsport
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14.12.2016

Adventskalender am 14. Dezember: Brüder im Radsport

Info: Bildergalerie
Autor: Christine Kroth (Cofitine)



  14.12.  
Radsport ist manchmal eine Familienangelegenheit. Oft liegt das Talent in der Familie. Nicht selten finden sich die großen Namen in verschiedenen Generationen wieder. Söhne treten in die Fußstapfen ihrer Väter. Doch auch Geschwister eifern einander nach. Etliche Brüderpaare finden sich im Peloton. Wir stellen einige von ihnen etwas näher vor.
Nicht berücksichtigt sind hier Brüderpaare, die bereits nicht mehr aktiv sind, weil dies den Rahmen sprengen würde. Auch erheben wir hier keinen Anspruch auch Vollständigkeit.



Der LiVE-Radsport.com Adventskalender 2016
Bis Weihnachten präsentieren wir euch täglich einen besonderen Beitrag, um in der an Radrennen ärmeren Adventszeit keine Langeweile aufkommen zu lassen.


Sagan – Peter (26.01.90) und Juraj (23.12.88)

Er ist der Superstar im Radsport! An Peter Sagan kommt keiner vorbei! Er selbst hat einmal gesagt, dass er in seiner Heimat Slowakei nicht auf die Straße gehen kann, ohne erkannt zu werden. Anders ergeht es da seinen etwas mehr als einem Jahr älteren Bruder Juraj. Wer an Sagan denkt, der denkt an Peter. Wobei Juraj durchaus vom großen Namen seines Bruders profitiert. Zuletzt standen beide beim Team Tinkoff unter Vertrag. Nach der Auflösung des Teams nimmt der Weltmeister seinen Bruder mit zum Team Bora-Hansgrohe.


Peter Sagan

Juraj Sagan

Schleck – Fränk (15.04.80) und Andy (10.06.85)

Seit dem 01.10.16 sind die Brüder Schleck im Radsport Geschichte. Nach Andy 2014 beendete nun auch Fränk seine Karriere. Das Rennen Il Lombardia war sein letztes Rennen. Obwohl die beiden fünf Jahre Altersunterschied trennt, kommt es einem vor als seien sie Zwillinge. Der eine konnte während der aktiven Karriere nicht ohne den anderen. Die beiden waren immer unzertrennlich, was viele auch für das Dilemma und Hindernis für noch größere Erfolge ansahen. Der jüngere, Andy, war vor zwei Jahren der Erste, der von der aktiven Radsportbühne abtrat. Jetzt folgte ihm auch sein älterer Bruder Fränk (siehe Karrierenende-Beitrag).


Fränk Schleck

Izagirre – Ion (04.02.89) und Gorka (07.10.87)

Auch in diesem Fall gilt die Regel – der jüngere ist der erfolgreichere. Und auch der bekanntere. Mit Etappensiegen bei der Tour, dem Giro und Rennen wie der Tour de Suisse, der Tour de Romandie und dem Gesamtsieg bei der Polen-Rundfahrt 2015 hat Ion Izagirre den deutlich besseren Palmarès als sein älterer Bruder Gorka.
Die Izagirre-Brüder sind eines von zwei Brüderpaaren beim Team Movistar. In den letzten Jahren waren sie immer gemeinsam in ihren jeweiligen Teams unter Vertrag. 2017 werden sich die sportlichen Wege der Brüder aber trennen. Während Gorka weiterhin das Trikot von Movistar tragen wird, wechselt sein jüngerer Bruder Ion zum Team Bahrain-Merida.


Ion Izagirre

Gorka Izagirre

Quintana – Nairo (04.02.90) und Dayer (10.08.92)

In diesem Fall ist es der Ältere, der bekannter und erfolgreicher ist. Doch der jüngere schickt sich schon an, seinem Bruder nachzueifern. Doch ob Dayer jemals in die Fußstapfen von Nairo wird treten können? Schließlich hat dieser schon zwei Grand-Tour-Siege in seinem Palmarès stehen. Den älteren der Quintana-Brüder kennt im Radsport jeder, der jüngere muss sich erst noch einen Namen machen.
Die Kolumbianer sind neben den Izagirres das zweite Brüderpaar im Team Movistar.


Nairo Quintana

Yates – Adam und Simon (07.08.92) – Zwillinge

Eines von wenigen Zwillings-Pärchen im Peloton. Die Yates-Zwillinge sind beide, trotz ihrer gerade mal 24 Lenze, sehr erfolgreich. Auch wenn Simon in dieser Saison durch den Fehler des Teamarztes bereits eine Zwangspause verordnet bekommen hatte (siehe Kuriositätenkabinett). Adam gewann in diesem Jahr die Nachwuchswertung der Tour de France. In ihrer Heimat Großbritannien sind sie deutlich beliebter als die bekannteren Froome und Cavendish.
Von diesen Twins werden wir noch viel hören.


Adam Yates

Velits – Peter und Martin (21.02.85) – Zwillinge

Ein weiteres Zwillingspaar im Peloton sind die Brüder Velits. Die 31jährigen Slowaken fuhren zu Beginn ihrer Karriere immer zusammen bei einem Team, doch in den letzten Jahren hatten sich die Wege etwas getrennt und sie fuhren in verschiedenen Teams. Peter ist der erfolgreichere der beiden, 2010 schaffte er bei der Vuelta a España als Zweiter den Sprung aufs Podium.
Doch 2017 wird nur noch einer als Profi aktiv sein. Peter hat vor kurzem erst das Ende seiner Karriere verkündet, während Martin bei Quick-Step Floors (vormals Etixx) verlängerte.


Peter Velits

Martin Velits

Bouhanni – Nacer (25.07.90) und Rayane (24.06.96)

Auch im Team Cofidis gibt es zwei Brüderpaare. Der Name Bouhanni hat im Peloton einen durchaus „durchschlagenden“ Ruf. Nacer ist seit Jahren eine Bank im französischen Radsport, auch wenn er immer mal wieder durch unfaire Aktionen und Boxeinlagen außerhalb der Rennen auffällt. Sein Bruder Rayane, gut sechs Jahre jünger, sollte dem nicht unbedingt nacheifern. Er ist aber einer der jüngsten Profis im Feld und fährt seit 2016 mit seinem Bruder zusammen beim Team Cofidis, für das Nacer schon seit 2015 aktiv ist.

Turgis – Anthony (16.05.94) und Jimmy (10.08.91)

Ab 2017 gibt es mit den Turgis-Brüdern ein zweites Brüderpaar bei Cofidis. Anders als bei den Bouhannis ist es hier der jüngere Bruder, der erfolgreicher ist. Anthony, gerade mal 22 Jahre alt, hat schon einige Achtungserfolge vorzuweisen. Sein drei Jahre älterer Bruder Jimmy hinkt da etwas hinterher was Erfolge und Bekanntheit angeht. Ab nächster Saison werden sie dann beide für Cofidis fahren, wo Anthony schon seit 2015 unter Vertrag steht.

Chavanel – Sylvain (30.06.79) und Sébastien (21.03.81)

Hier gilt wieder die Regel, dass der ältere Bruder der erfolgreichere und bekanntere ist. Und der, der 2017 immer noch aktiv ist. Während der 37jährige Sylvain Chavanel 2017 in seine 18. Profisaison geht, hängt der 35jährige Sébastien Ende des Jahres sein Rad an den berühmten Nagel. Obwohl Sébastien, vor allem in Frankreich, einige Erfolge feiern konnte, stand er doch stets im Schatten des großen Bruders, der sich immer wieder mit aktiver Fahrerweise und deutlich mehr und höherwertigen Siegen in die Herzen der Fans fuhr.


Sylvain Chavanel

Sébastien Chavanel

Nibali – Vincenzo (14.11.84) und Antonio (23.09.92)

Acht Jahre trennen die Brüder Nibali voneinander! Wie? Vincenzo hat noch einen Bruder? Hat er! Antonio heißt er und als er Radprofi wurde, war sein großer Bruder bereits Gesamtsieger bei Giro und Vuelta. In jenem Jahr, 2014, kam dann der Tour-Sieg dazu. Vincenzo Nibali ist einer DER Superstars im Radsport. Sein kleiner Bruder steht im Schatten des großen italienischen Radsporthelden und fuhr bislang zweitklassig beim Team Nippo-Vini Fantini. Ob es seine überzeugende Leistungen waren oder doch eher der Zuspruch des großen Bruders, dass auch Antonio für 2017 einen Vertrag beim Team Bahrain-Merida bekam? Jedenfalls fahren die beiden im kommenden Jahr für das gleiche Team.


Vincenzo Nibali

Weitere radsportliche Brüderpaare

Es gibt aber noch wesentlich mehr Brüderpaare im Profiradsport. Hier listen wir noch einige Namen auf, die wir nicht vergessen wollen, deren ausführliche Vorstellung diesen Beitrag aber sprengen würde. Und natürlich gibt es sicher noch etliche, die hier keine Erwähnung gefunden haben. Wie man sieht – Radsport ist eben eine große Familienangelegenheit!

- Feillu – Romain (16.04.84) und Brice (26.07.85)
- Alaphilippe – Julian (11.06.92) und Bryan (17.08.95)
- Ludvigsson – Frederik (28.04.94) und Tobias (22.02.91)
- Vanendert – Jelle (19.02.85) und Dennis (27.06.88)
- Wallays – Jelle (11.05.89) und Jens (15.09.92)
- Zakarin Ilnur (15.09.89) und Aydar (19.04.94)





Adventskalender am 14. Dezember: Brüder im Radsport
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Peter Sagan
Peter Sagan

Juraj Sagan
Juraj Sagan

Fränk Schleck
Fränk Schleck


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