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Auch nach dem Wochenende tobt immer noch ein Fünfkampf bei den Bremer Sixdays
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15.01.2017

Auch nach dem Wochenende tobt immer noch ein Fünfkampf bei den Bremer Sixdays

Info: Sixdays: Sixdays Bremen 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bremen, 15.01.2017 – Nicht weniger als fünf Madison-Rennen gab es am Wochenende bei den Bremer Sixdays, doch die Situation vom Ende des Sonntags stellt sich praktisch genauso dar wie zuvor am Freitag: Fünf Teams sind an und für sich rundengleich, doch Marcel Kalz/Iljo Keisse und Leif Lampater/Wim Stroetinga haben eine Bonusrunde mehr eingefahren als ihre Gegner. Im U23-Rennen, das bereits am Montag endet, kämpfen drei deutsche Teams um den Gesamtsieg, während es bei den Sprintern einen harten Zweikampf zwischen Tomas Babek und René Enders gibt. Am Wochenende fand zudem ein Omnium der Frauen statt, das die amtierende deutsche Meisterin Anna Knauer für sich entscheiden konnte.


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Die Große Jagd vom Sonntag gleicht die Kleine vom Samstag aus
Nur in der ersten Jagd des Wochenendes am Samstagnachmittag im Rahmen des „Kidsday“, bei dem vor allem dem jungen Publikum der Sixdays-Sport näher gebracht werden sollte, hielten sich die Favoriten zurück und überließen jenen Teams das Rampenlicht, die sonst nicht mit den Besten mithalten können. Achim Burkart/Nico Heßlich, die Siebten des Gesamtklassements ergriffen diese Gelegenheit beim Schopfe und feierten am Ende der 111 Runden einen seltenen Sieg. Später am Abend ging es schon in der Kleinen Jagd deutlich ernster zu: Leif Lampater/Wim Stroetinga und dem Überraschungsteam Theo Reinhardt/Andreas Graf gelang ein Rundengewinn, den sie später auch in der Großen Jagd verteidigen konnten. Lampater/Stroetinga übernachteten dank dieses Erfolgs auf Rang eins als einziges Team in der Nullrunde, Renhardt/Graf blieben hingegen Fünfte, weil ihnen noch eine Bonusrunde fehlte. Am Sonntag schlugen dann die Paare zurück, die am Samstag das Nachsehen hatten: In der Großen Jagd siegten Jesper Mørkøv/Yoeri Havik vor Christian Grasmann/Kenny De Ketele und Marcel Kalz/Iljo Keisse, während Lampater/Stroetinga und Reinhardt/Graf diesmal eine Runde einbüßten. Lampater/Stroetinga gewannen dann zwar die Kleine Jagd, das letzte Madison-Rennen des Wochenendes, bei der es aber keine Rundendifferenzen zwischen den Topteams gab.

Kalz/Keisse hängen die Konkurrenz nach Punkten deutlich ab
Über die bisherigen vier Tage und Nächte gesehen, haben die fünf besten Mannschaften in Bremen alle dieselbe Anzahl an Rundengewinnen erzielt – ein Dutzend mehr als die nun Sechstplatzierten Burkart/Heßlich und 34 mehr als Lucas Liß/Loïc Perizzolo, die den letzten Platz belegen! Was die Punktzahlen betrifft ist die Schere innerhalb der Top5 jedoch dramatisch größer geworden. Obwohl sie an Samstag und Sonntag keine einzige der fünf Jagden gewinnen konnten, bauten Kalz/Keisse ihren Vorsprung auf alle Gegner deutlich aus, was sie vor allem ihren Siegen in beiden 500 Meter Zeitfahren und zwei Ausscheidungsfahren verdanken – Disziplinen, in denen es dieselben Punktzahlen wie in den Jagden gibt. Lampater/Stroetinga und Mørkøv/Havik lagen am Freiag nur 21 bzw. 26 Punkte hinter den Spitzenreitern, jetzt sind es 43 bzw. gar 90! Die Rückstände von Grasmann/De Ketele und Reinhardt/Graf vergrößerten sich von 51 auf 106 respektive von 65 auf 165 Punkte. Kalz/Keisse (267 Punkte) und Lampater/Stroetinga (224) liegen derzeit eine Runde vor dem Rest, weil sie schon eine zweite Bonusrunde erhalten haben. Die Führenden werden locker noch eine dritte einstreichen, die den Verfolgern hingegen nicht hundertprozentig gewiss ist. Mørkøv/Havik (177) und Grasmann/De Ketele (161) werden es am Ende definitiv nur auf zwei Bonusrunden bringen und Reinhardt/Graf (102) gar nur bei einer einzigen bleiben, so dass es im Fünfkampf von Bremen, so spannend er auch erscheinen mag, längst nicht mehr identische Chancen für alle gibt.

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U23: Drei Rundengleiche Teams nach den ersten beiden Jagden
Am Samstag erfolgte der Startschuss zum U23-Wettbewerb, der in Bremen nur drei Tage andauert. In der Eröffnungsjagd dominierten drei deutsche Paare das Geschehen, hängten alle Gegner ab und kämpften an den Sprintwertungen um den Tagessieg. Dieser ging an Max Sommerfeld/Sebastian Schmiedel, die zuvor beim sechstägigen Nachwuchsrennen in Rotterdam Dritte geworden waren. Sie sammelten sieben Punkte mehr als Moritz Augenstein/Moritz Malcharek und 18 mehr als Richard Banusch/Christian Koch, die an den Sprints komplett leer ausgegangen waren. Am Sonntag holten sich Augenstein/Malcharek den Jagd-Sieg, doch Sommerfeld/Schmiedel belegten punkt- und rundengleich Platz zwei, so dass sie ihren Sieben-Punkte-Vorsprung erfolgreich verteidigten. Banusch/Koch blieben ebenfalls ohne Rundenverlust und sammelten sogar erste Punkte, haben nun 21 Zähler Rückstand.

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Sprinter: Babek schwächelt am Samstag, holt Führung aber zurück
Am Samstag hatte der bis dahin sehr starke Tomas Babek einen kleinen Durchhänger. In der 3. Nacht verbuchte der Tscheche solch ungewohnt schwache Resultate wie einen fünften Platz im Keirin und einen vierten im Sprint; auch Position drei im Keirin, sonst seine Spezialität, war alles andere als ein Erfolg. Bei René Enders lief es deutlich besser und der Deutsche wandelte einen Rückstand von vier Punkten in einen Vorsprung von drei Punkten um. Die folgende Nachruhe tat Babek aber offensichtlich gut, am Sonntag drehte er wieder auf: Zwar reichte es im Rundenrekordfahren nur zu Platz zwei hinter Enders, den er dann aber im Sprint schlug. Anschließend gewann er auch noch das Keirin-Rennen, in dem Enders nur Fünfter wurde, was Babek in der Gesamtwertung wieder um einen Punkt in Führung brachte.

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Frauen: Knauer mit vier Siegen in acht Rennen klar die Beste
Im umfangreichen Programm des Wochenendes war auch Platz für eine Vielzahl von Rennen für 18 Frauen, die zum Omnium-Wettbewerb der Bremer Sixdays angetreten waren. Nach den fünf Disizplinen vom Samstag führte die deutsche Omnium-Meisterin Anna Knauer, die beide Ausscheidungsfahren und ihren Derny-Lauf gewonnen hatte, zwei Punkte vor der Tschechin Jarmila Machacova, die zum Auftakt das Scratch für sich entschieden hatte. Am Sonntag folgten drei weitere Rennen. Zunächst ein Ausscheidungsfahren, das Knauer erneut gewann, während sich Machacovas Rückstand durch ihren dritten Platz auf vier Punkte vergrößerte. Die Vorentscheidung fiel dann im Punktefahren, das Knauer als Dritte und Machacova nur als Zehnte beendete, so dass das abschließende Scratch-Rennen, wo sie Vierte und Fünfte wurden, gar keine große Bedeutung mehr hatte. Platz drei im Endstand hinter Knauer (16 Punkte) und Machacova (28) ging an die Deutsche Lisa Klein (40).

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