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EM-Gold im Cross Country-Staffellauf geht wieder an die Schweiz
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27.07.2017

EM-Gold im Cross Country-Staffellauf geht wieder an die Schweiz

Info: MTB-Europameisterschaft Cross Country 2017 in Darfo Boario Terme
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Darfo Boario Terme, 27.07.2017 - Zum Auftakt der Cross Country-Europameisterschaft in Darfo Boario Terme hat die Schweiz ihren Titel in der Staffel verteidigt. Das Quintett aus Filippo Colombo, Joel Roth, Linda Indergand, Alessandra Keller und Andri Frischknecht setzte sich mit 46 Sekunden Vorsprung auf die Mannschaft auf Dänemark durch. Bronze ging an Italien, also an die Gastgeber. Deutschland blieb nur die Blechmedaille.

Erstmals Fünfer-Staffeln
Dass die Europameisterschaft in Italien stattfinden würde, wissen wir erst seit Ende April. Damals entzog die Europäische Radsport-Union Istanbul wegen der politischen Lage in der Türkei die kontinentalen Titelkämpfe. Es sprang ein: Darfo Boario Terme, ein winziges Dörfchen in der Lombardei. Und gleich wurde der Ort zum Schauplatz einer Premiere, denn erstmals wurde das neue UCI-Reglement angewandt, wonach bei der Cross Country-Staffel fünf statt vier Fahrer zum Einsatz kommen müssen: ein Elite-Mann, eine Elite-Frau, ein U23-Mann, ein Junior und zusätzlich eine U23-Frau oder Juniorin. Natürlich in beliebiger Reihenfolge wie bisher.

Siebter EM-Titel für die Schweizer Staffel
Trotz der Regeländerung war der Staffel-Sieger dann derselbe wie im letzten Jahr und wie schon fünfmal davor (2003, 2004, 2006, 2007, 2010). Ein Erfolg, der vor allem Schlussläufer Andri Frischknecht zu verdanken war, welcher auf Malene Degn, die nach Sebastian Fini Carstensen, Alexander Young Andersen, Caroline Bohe und Simon Andreassen als Letzte für Dänemark ins Rennen ging, zwei Minuten aufholte. Für die Dänen dennoch ein großer Erfolg, da sie in dieser Disziplin noch nie zuvor eine EM-Medaille geholt hatten.

Deutschland Platz vier, Österreich Platz fünf
Deutschland, der Europameister von 2015 und Drittplatzierte von 2016, lag zwar zwischenzeitlich gut im Rennen. Doch auch aufgrund eines Sturzes von Adelheid Morath fiel man später noch hinter Italien (Gerhard Kerschbaumer, Chiara Teocchi, Juri Zanotti, Marika Tovo und Nadir Colledani) zurück, welche mit 1:15 Minuten Rückstand auf die Schweiz Bronze holten. Das Team vom BDR, dem auch noch Ben Zwiehoff, Tim Meier, Franziska Koch und Georg Egger angehörten, finishte mit 1:51 Minuten Rückstand und blieb damit vor den Österreichern (Gregor Raggl, Julian Pöchacker, Anna Spielmann, Laura Stigger, Maximilian Foidl). Insgesamt traten 12 Mannschaften an.

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Jolanda Neff gestürzt
Dabei hatte der Tag mit einer Hiobsbotschaft für die Schweiz begonnen: Titelverteidigerin Jolanda Neff kam im Training zu Fall und musste erst mal ins Krankenhaus. Noch ist nicht klar, was sie sich getan hat und ob sie am Sonntag ins Rennen gehen kann; ein Bruch liegt aber wohl nicht vor. Der Landesmeisterin zum Verhängnis wurde ein Sprung, der auch von anderen Fahrern als sehr schwer bezeichnet wurde und der vom Veranstalter deswegen spontan aus dem Parcours für die Staffel gestrichen wurde. Neffs Marken-Teamkollegin Maja Wloszczowska, die polnische Meisterin, ist derweil schon ganz raus aus der EM. Auch sie stürzte, allerdings auf dem Asphaltstück, und brach sich das Handgelenk.





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