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Nur 46 Punkte Differenz zwischen Platz 1 und 5 nach dem Wochenende beim Bremer Sechstagerennen
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14.01.2018

Nur 46 Punkte Differenz zwischen Platz 1 und 5 nach dem Wochenende beim Bremer Sechstagerennen

Info: Sixdays: Sixdays Bremen 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bremen, 14.01.2018 – Fünf Jagden trugen die Sixdays-Profi in Bremen am Samstag und Sonntag insgesamt aus, wobei die Top5 des Gesamtklassements in der Summe dieser Rennen alle die gleiche Anzahl an Rundengewinnen verzeichneten. Für die größte Veränderung im Klassement sorgte daher die Tatsache, dass Leigh Howard/Morgan Kneisky als Einzige schon eine zweite Bonusrunde erreicht haben, was das eigentlich eine Runde zurückliegende australisch-französische Paar vorübergehend in die Führungsposition gebracht hat. Am Sonntag starteten erstmals auch die U23-Fahrer, bei denen abermals kein Kraut gegen Bryan Boussaer/Jules Hesters gewachsen ist. Die Frauen-Wettkämpfe wurden am Wochenende von Kirsten Wild dominiert, während René Enders im Sprinter-Ranking einen knappen Vorsprung verteidigt.


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Momentaufnahme: Fünf Teams in der Nullrunde
Trotz eines sehr umfangreichen Rennprogramms am Wochenende ist das Bremer Sechstagerennen so offen wie zuvor. Auf den ersten Blick sind die fünf Spitzenteams sogar noch enger zusammengerückt, denn nach dem Sonntag liegen sie zwei Nächte vor Schluss alle in der Nullrunde, woran allerdings eine besondere Punktekonstellation nicht ganz unschuldig ist. Denn ausgerechnet Leigh Howard/Morgan Kneisky (206 Punkte), die eigentlich schon seit der 1. Nacht eine Runde Rückstand auf die Konkurrenz als Handicap mit sich herumschleppen, konnten als Einzige schon eine zweite Bonusrunde erzielen, welche sie umgehend von Rang fünf auf eins katapultierte. Besonders Achim Burkart/Yoeri Havik (195) und Kenny De Ketele/Theo Reinhardt (186) sind ihnen punktemäßig aber auf den Fersen und auch Wim Stroetinga/Robbe Ghys (170) und Christian Grasmann/Jesper Mørkøv (160) sind noch keinesfalls endgültig abgehängt.

Nicht weniger als acht Führungswechsel an zwei Tagen
Die Führung hatte am Wochenende ständig hin und her gewechselt. Am Samstagabend erst von Burkart/Havik zu De Ketele/Reinhardt und wieder zurück, dann zu Stroetinga/Ghys und schließlich nochmal zu De Ketele/Reinhardt, die schließlich am Ende der 3. Nacht fünf Punkte vor Burkart/Havik die Führung innehatten. Die Top4 waren rundengleich und nur Howard/Kneisky lagen eine Runde zurück, weil zu diesem Zeitpunkt alle Teams noch dieselbe Zahl an Bonusrunden aufwiesen. Am Sonntag stießen Burkart/Havik sofort wieder auf Rang eins vor, ehe nach einer Weile De Ketele/Reinhardt noch einmal kurzzeitig Punktbeste waren, um sogleich aber erneut von Burkart/Havik überholt zu werden. Doch dann holten Howard/Kneisky als Zweitplatzierte des LAOLA-Sprints die nötigen Punkte, um die 200er-Marke zu knacken und an allen Gegnern vorbeizuziehen.

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U23: Boussaer/Hesters in erster Jagd gewohnt überlegen
Mit zwei Jagden, zwei Derny-Läufen und einem Punktefahren ist Montag der U23-Tag beim diesjährigen Bremer Sechstagerennen. Ein erstes Mal waren die Nachwuchsfahrer aber schon am Sonntag auf der Bahn im Einsatz: bei einer 30-minütigen Eröffnungsjagd, durch welche die Entscheidung um den Gesamtsieg schon gefallen zu sein scheint. Die Belgier Bryan Boussaer/Jules Hesters – in dieser Saison bereits in London, Gent und Rotterdam erfolgreich! – fuhren mal wieder in ihrer ganz eigenen Liga. Fast allen anderen Teams nahmen sie zwei oder mehr Runden ab, nur Anders Fynbo/Martin Mollerup kamen mit einem einzigen Rundenverlust davon. Ganz abschreiben darf man die Dänen allerdings noch nicht, denn sie sammelten zumindest 16 Punkte mehr als Boussaer/Hesters, womit sie durchaus noch eine Bedrohung für die Spitzenreiter darstellen. Um Platz drei kämpfen aktuell vier jeweils zwei Runden zurückliegende Teams, von deren acht Fahrern sieben Deutsche sind.

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Sprinter: Trotz Babeks Ausscheiden kein Selbstläufer für Enders
Schlechte Nachrichten gab es am Samstag aus den Reihen der Sprinter: Tomas Babek, der am Freitagabend durch einen Kettenriss zu Fall gekommen und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden war, hatte sich bei seinem Sturz einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Somit waren die Sixdays Bremen für den Tschechen, der 2015 gewonnen und 2017 Platz zwei belegt hatte, vorzeitig beendet. Kurzerhand sprang der Niederländer Sam Ligtlee ein, um das Teilnehmerfeld wieder aufzufüllen. Mit Carl Hinze, der in Keirin und Sprint am Samstagnachmittag schlagartig sechs Punkte aufholte, erwuchs dem Führenden René Enders trotzdem schnell ein neuer Konkurrent, durch den die Spannung aufrechterhalten wird. Zwei Punkte betrug die Differenz zwischen den beiden zum Abschluss der 3. Nacht und wuchs am Sonntag nur minimal auf drei Punkte an. Hinzes Trumpf ist vor allem das Rundenrekordfahren, in dem er jetzt schon dreimal in Folge der Schnellste war.

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Frauen: Wild bleibt in Omnium und Madison ungeschlagen
Das Wochenende gehörte in Bremen auch den Frauen – wobei, eigentlich nur einer Frau. Kirsten Wild, die letztes Jahr bei Welt- und Europameisterschaften auf der Bahn insgesamt fünf Medaillen gewonnen hatte, dominiert die Wettbewerbe nach Belieben. Am Samstag gewann sie Scratch, Temporunden, Ausscheidungsfahren und Punkterennen, was ihr einen überaus deutlichen Gesamtsieg im Omnium-Klassement bescherte. Mit ihren total 182 Punkten thronte sie weit über den beiden Russinen Evgenia Augustinas und Olga Zabelinskaya, die es auf 136 und 135 Zähler brachten. Als beste Deutsche belegte Franziska Brause den fünften Platz. Am Sonntag war Wild dann auch gemeinsam mit ihrer Landsfrau Marit Raaijmakers im Madison-Rennen nicht zu schlagen. Mit 38 Punkten siegten sie vor den rundengleichen Julie Leth/Christina Birch (25), den Deutschen Anna Knauer/Lea-Lin Teutenberg (18) und Augustinas/Zabelinskaya (13).

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