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Havik/De Pauw wieder Führende in Kopenhagen – Holloway/Pirius gewinnen die Handicap-Jagd
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06.02.2018

Havik/De Pauw wieder Führende in Kopenhagen – Holloway/Pirius gewinnen die Handicap-Jagd

Info: Sixdays: Six Day Copenhagen 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Kopenhagen, 05.02.2018 – In der Handicap-Jagd am Montagabend, dem Highlight schlechthin des Kopenhagener Sechstagerennens, hat sich der mögliche Vierkampf um den Gesamtsieg auf ein Duell reduziert. Leif Lampater/Marc Hester und Lindsay De Vylder/Robbe Ghys fielen weit zurück, während Yoeri Havik/Moreno De Pauw zu Kenny De Ketele/Michael Mørkøv in die Nullrunde aufschließen konnten. Als Jagd-Sieger durften sich Daniel Holloway aus den USA und der Deutsche Hans Pirius feiern lassen. Bei der U23 gehen Lucas Gude/Marckus Njor als alleinige Führende, aber mit einem starken Nachteil hinsichtlich des Punktestandes in die Final-Nacht.


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Solosieg in neuer Rekordzeit von Holloway/Pirius
Die traditionelle Handicap-Jagd in der 5. Nacht der Sixdays von Kopenhagen lief nach dem bewährten Modus ab: Die in der Gesamtwertung weit unten stehenden Teams starteten mit einigen Runden Vorsprung in das 300 Runden lange Rennen. Nico Heßlich/Sebastian Lander und Stephen Bradbury/Marc Potts begannen als einzige Teams in der Nullrunde, wohingegen die Top3 der Gesamtwertung – Kenny De Ketele/Michael Mørkøv, Leif Lampater/Marc Hester und Yoeri Havik/Moreno De Pauw – jeweils sieben Runden Rückstand hätten aufholen müssen, um diese Jagd für sich zu entscheiden. Es war letztlich ein zu hohes Handicap. Den Sieg holten sich stattdessen Daniel Holloway/Hans Pirius, die mit nur einer Runde Rückstand gestartet waren und diese rasch aufgeholt hatten. Nach einem Drittel der Distanz hatten sie dann sogar die alleinige Führung übernommen und verteidigten bis zum Schluss wacker eine Runde Vorsprung auf ihre hartnäckigsten Verfolger Andreas Müller/Andreas Graf und Nico Selenati/Achim Burkart. Die Sieger beendeten die 75 Kilometer nach einer Fahrzeit von 1 Stunde, 22 Minuten und 34 Sekunden – das entspricht einem Schnitt von 54,501 km/h, womit der erst im Vorjahr durch Casper Folsach/Frederik Madsen aufgestellte Rekord von 54,468 km/h bereits wieder Geschichte ist.

Rückschläge für Lampater/Hester und De Vylder/Ghys
Da jeder Rundengewinn der Handicap-Jagd für die Gesamtwertung zählte, war dieses Rennen auch für die Topteams von großer Bedeutung, selbst wenn sie mit dem Tagessieg letztlich nichts zu tun hatten. Für Lampater/Hester, die nach ihrem Rundengewinn in der Jagd vom Sonntag Hoffnung geschöpft hatten, ernsthaft in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können, wurde es ein katastrophaler Abend. Gegenüber den siegreichen Holloway/Pirius konnte sie keine einzige Runde gutmachen und auf die Führenden De Ketele/Mørkøv, mit denen sie gleichauf gelegen hatten, verloren sie 4(!) Runden. Noch härter traf es Lindsay De Vylder/Robbe Ghys, die an der Handicap-Jagd nicht teilnehmen konnten, weil Ghys unter Fieber litt. Daher wurden den Belgiern acht Verlustrunden angerechnet und sie verloren ihre Chancen auf das Podium und ihren vierten Gesamtrang an die Polen Daniel Staniszewski/Wojciech Pszczolarski.

Havik/De Pauw vier Punkte vor De Ketele/Mørkøv
Mit dem Zurückfallen von Lampater/Hester und De Vylder/Ghys bleibt noch ein Zweikampf um den Gesamtsieg, der durch die 5. Nacht aber extrem angeheizt wurde. Denn Havik/De Pauw machten ihren Rundenrückstand gegenüber De Ketele/Mørkøv wett, welcher seit der 2. Nacht bestanden hatte. In der Handicap-Jagd waren beide Teams lange gleichauf, bevor Havik/De Pauw zwischen 35 und 22 Runden vor Schluss das Feld im Alleingang umrunden konnten, was sie bis auf zwei Runden an die Sieger Holloway/Pirius heranbrachte. De Ketele/Mørkøv versuchten zwar, noch einmal zu kontern, doch ihr Angriff 15 Runden vor dem Ende kam zu spät. Dass die Top2 nicht nur wieder rundengleich sind, sondern Havik/De Pauw mit 218 zu 214 Punkten erstmals seit der 1. Nacht sogar wieder die Führung übernommen haben, ist Folge eines schon vor der Jagd phänomenalen Abends des niederländisch-belgischen Gespanns. In einem wahren Siegesrausch hatten Havik/De Pauw nicht nur in der Sprintserie die meisten Punkte geholt, sondern auch die Mannschaftsausscheidung, das Rundenzeitfahren und das Derny-Finale gewonnen.

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U23: Gude/Njor bleiben einziges Team in der Nullrunde
Beim Nachwuchs gab es nach der Jagd vom Sonntag, die das Klassement völlig neu gestaltet hatte, am Montag keine großen Änderungen. Lucas Gude/Marckus Njor (15 Punkte) bleiben alleine in der Nullrunde; ihnen sitzen mit Marcus Sander/Kristian Kaimer (51), Jeppe Hanssing/Sander Andersen (37) und Andreas Byskov/Frederik Egehus (29) aber drei Teams im Nacken, die deutlich mehr Punkte und nur eine Runde Rückstand haben. Tagessieger der 60-minütigen Jagd wurden Frederik Wandahl/Victor Fuhrmann, die trotz eines Rundengewinnes mit noch zwei Runden Rückstand zu den Spitzenreitern keine akute Gefahr für ebenjene darstellen.

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