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De Ketele/Mørkøv und Havik/De Pauw sorgen für grandiosen Abschluss der Sixdays-Saison
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07.02.2018

De Ketele/Mørkøv und Havik/De Pauw sorgen für grandiosen Abschluss der Sixdays-Saison

Info: Sixdays: Six Day Copenhagen 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Kopenhagen, 06.02.2018 – Das Finale des 56. Sechstagerennens von Kopenhagen hat der Sechstage-Saison 2017/18 einen atemberaubenden Abschluss beschert. Aus einem denkwürdigen, Doubletten-reichen Schlagabtausch gingen Kenny De Ketele/Michael Mørkøv als Sieger hervor. Für den Belgier war es nach Gent, Rotterdam und Bremen der vierte Sieg in dieser Saison und für den Dänen der siebte Sieg innerhalb von zehn Jahren in Kopenhagen, womit ihm jetzt nur noch ein Sieg zum Rekord des Australiers Danny Clarke fehlt. Yoeri Havik/Moreno De Pauw zogen den Kürzeren, weil sie ihren Gegnern in den Sprints immer wieder unterlegen waren. Bei der U23 ließen sich Lucas Gude/Marckus ihren Rundenvorsprung bis zum Schluss nicht nehmen.


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Duelle um den Sieg und um Rang drei

Auch wenn nach dem Zurückfallen von Leif Lampater/Marc Hester in der Handicap-Jagd der 5. Nacht und dem fieberbedingten Ausscheiden von Robbe Ghys, der mit Lindsay De Vylder ebenfalls gut im Rennen gelegen hatte, nur noch zwei Teams für den Gesamtsieg in Frage kamen, versprach die Ausgangssituation des Duells zwischen Yoeri Havik/Moreno De Pauw und Kenny De Ketele/Michael Mørkøv bei nur vier Punkten Differenz höchste Spannung für das Finale der Kopenhagener Sixdays. Weil Leif Lampater/Marc Hester am Abend zuvor so weit zurückgefallen waren, dass Daniel Staniszewski/Wojciech Pszczolarski nur noch eine Runde hinter ihnen lagen, war für die Polen unerwartet der dritte Podiumsplatz in Reichweite geraten und somit ein weiteres Spannungsfeld entstanden.
 Stand nach der 5. Nacht            
1 Havik/De Pauw              0 218
2 De Ketele/Mørkøv           0 214
3 Lampater/Hester           -4 197
4 Staniszewski/Pszczolarski -5 161

Rundengewinn für Staniszewski/Pszczolarski

Gut zwei Stunden vor der Final-Jagd stand ein kürzeres Madison-Rennen über 30 Minuten auf dem Programm,, welches für einen Führungswechsel und die Zuspitzung des Kampfes um Platz drei sorgte. De Ketele/Mørkøv konnten Havik/De Pauw zwar keine Runde abnehmen, entschieden aber den Zielsprint für sich und stießen mit den Punkten für den Jagd-Sieg wieder an die Spitze des Klassements vor. Noch größer war der Ertrag aus dieser Jagd für Staniszewski/Pszczolarski, die gemeinsam mit den Top2 nämlich Lampater/Hester eine Runde abnehmen konnten. Um mit dem deutsch-dänischen Paar wirklich rundengleich ins Finale gehen zu können, mussten sich die Polen aber noch strecken, um die zweite Bonusrunde zu erreichen, welche sich ihre Gegner gleich in der Sprintserie zu Beginn der Nacht gesichert hatten. Lange blieb es fraglich, ob Staniszewski/Pszczolarski dies gelingen würde, doch durch einen Sieg im Ausscheidungsfahren und ein vierten Platz im Zeitfahren konnten sie die wichtige Hürde noch nehmen und waren nur noch zwölf Punkte von Gesamtrang drei entfernt.

Die Besetzung der Plätze eins und zwei der Gesamtwertung wechselte nicht lange nach der ersten Jagd in der Mannschaftsausscheidung schon wieder, weil Havik dort in einer engen Entscheidung De Ketele im Endspurt niederringen konnte. In der folgenden Derny-Revanche setzten sich wiederum De Ketele/Mørkøv vor Havik/De Pauw durch, womit beide Mannschaften nicht mehr nur runden-, sondern überdies auch punktgleich waren. Die Führung vor der Final-Jagd sicherten sich Havik/De Pauw dann aber endgültig mit dem Gewinn des 250 Meter Zeitfahrens, in dem De Ketele/Mørkøv mit der lediglich siebtbesten Zeit leer ausgingen. Somit ergab sich eine Differenz von zehn Punkten, die angesichts von noch bis zu 50 möglichen Sprintpunkten in der Final-Jagd aber wahrlich alles andere als eine Vorentscheidung bedeutete.
 Stand vor Final-Jagd               
1 Havik/De Pauw              0 273
2 De Ketele/Mørkøv           0 263
3 Lampater/Hester           -4 213
4 Staniszewski/Pszczolarski -4 201

De Ketele/Mørkøv gewinnen (teils extrem knapp) alle Sprints

So etwas wie Zurückhaltung gab es in der Final-Jagd nicht, bei der schon nach fünf Minuten der erste Angriff von Havik/De Pauw zu verzeichnen war, die in Windeseile einen Rundengewinn realisierten. Während sich in diesem Moment De Ketele/Mørkøv bereits im Gegenangriff befanden, zogen Havik/De Pauw sofort weiter durch. Dieser erste harte Schlagabtausch endete damit, dass die Führenden und nur wenige Momente später auch ihre Verfolger eine Doublette einfuhren. Nach einer Viertelstunde waren es dann De Ketele/Mørkøv, die mit einem Rundengewinn vorlegten, aber Havik/De Pauw holten relativ zügig zum Gegenschlag aus und es blieb weiterhin bei Rundengleichheit zwischen den beiden Topteams. Nach wenigen Minuten Verschnaufpause ging das Spielchen mit einem neuerlichen Angriff von De Ketele/Mørkøv von vorne los. Während ihnen Havik/De Pauw in kleinem Abstand nachjagten, ließen diesmal die Herausforder ihrem Rundengewinn einen weiteren Angriff folgen, woraufhin abermals beide Teams eine Doublette zustande brachten. Nach einer halben Stunde hatten sie damit jeweils schon fünf Rundengewinne auf ihrem Konto.

Der sechste folgte 21 Minuten vor Schluss, nachdem zum dritten Mal De Ketele/Mørkøv attackiert und Havik/De Pauw gewohnt souverän reagiert hatten. Nur wenige Momente später richtete sich die Aufmerksamkeit vorübergehend komplett auf Lampater/Hester, die sich erstmals alleine aus dem Feld absetzen konnten, ohne dass ihnen Staniszewski/Pszczolarski direkt folgten, und solo einen Rundengewinn herausfuhren, der ihren Podiumsplatz zementiert hätte. Die Polen gaben sich aber noch längst nicht geschlagen und holten sich die Runde rasch wieder zurück. An ihren Angriff hängten sich auch De Ketele/Mørkøv und Havik/De Pauw an, die Rundengewinn Nummer sieben verzeichneten – Lampater/Hester und Staniszewski/Pszczolarski hatten jeweils drei weniger auf ihrem Konto. Drittbestes Team der Final-Jagd waren überraschenderweise die Polen Adrian Teklinski/Szymon Krawczyk, die auf sechs Rundengewinne kamen und sich in der Gesamtwertung noch von Position zehn auf neun verbesserten.

Die Konzentration galt dann erst einmal voll und ganz den Sprintwertungen, von denen die erste durch Mørkøv gewonnen wurde, der Havik klar auf Platz zwei verwies. Die nächsten beiden Sprints gingen wesentlich knapper aus, aber im Fotofinish lag einmal De Ketele vor Havik und dann Mørkøv vor De Pauw. Damit hatten De Ketele/Mørkøv dreimal in Folge vier Punkte mehr geholt als Havik/De Pauw und mit zwei Punkten Vorsprung die Führung übernommen. Havik/De Pauw änderten daraufhin ihre Taktik leicht und griffen zwei Runden vor der nächsten Wertung an – doch auch das half nichts. Mørkøv fing De Pauw mit einem fulminanten Endspurt auf den letzten Metern noch ab. Acht Runden vor Schluss lancierte Havik einen letzten verzweifelten Fluchtversuch, doch De Ketele/Mørkøv ließen ihre Gegner kaum 50 Meter Vorsprung herausfahren, holten sie wieder ein und schnappten sich auch noch an der fünften und letzten Wertung im Ziel die Höchstpunktzahl.

Während es an der Spitze also durch die Final-Jagd noch einen Platztausch gab, blieben Lampater/Hester auf dem dritten Rang. Sie holten an den Sprintwertungen exakt genauso viele Punkte wie ihre Konkurrenten Staniszewski/Pszczolarski. Einen spanenden Zweikampf hatte es überdies ganz am Ende der Gesamtwertung gegeben, wo Daniel Holloway/Hans Pirius und Nico Heßlich/Sebastian Lander bis zum Schluss runden- und punktgleich blieben. Am Ende der Jagd überquerten Holloway/Pirius die Ziellinie zuerst, womit die Gewinner der Handicap-Jagd sich den vorletzten Rang schnappten und Heßlich/Lander Schlusslicht blieben.
 Endstand                           
1 De Ketele/Mørkøv           0 313
2 Havik/De Pauw              0 297
3 Lampater/Hester           -7 225
4 Staniszewski/Pszczolarski -7 213
-> Zum vollständigen Endstand und allen Resultaten der Profis



U23: Gude/Njor behaupten ihren Rundenvorsprung

Im Wettkampf der U23 erwies sich letztlich die Jagd vom 4. Tag als die alles entscheidende. Lucas Gude/Marckus Njor verteidigten ihre da eroberte Führung auch in der 50-minütigen Final-Jagd und durften den Gesamtsieg feiern, selbst wenn acht andere Teams mehr Punkte als sie eingefahren hatten. Dies ist möglich, weil die ersten Verfolger Marcus Sander/Kristian Kaimer (65 Punkte), Jeppe Hanssing/Sander Andersen (47) und Andreas Byskov/Frederik Egehus (35) allesamt eine Runde Rückstand gegenüber den Spitzenreitern (19) aufweisen.

-> Zum Endstand und allen Resultaten der U23





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