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176, 174 und 172 Punkte: Dreikampf bei Berliner Sixdays spitzte sich am Sonntag weiter zu
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01.02.2016

176, 174 und 172 Punkte: Dreikampf bei Berliner Sixdays spitzte sich am Sonntag weiter zu

Info: Sixdays: Berliner Sechstagerennen 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 01.02.2016 – Zwei Nächte stehen beim Berliner Sechstagerennen noch bevor und die Ausgangslage könnte spannender kaum sein. Am Sonntag holten sich Yoeri Havik/Nick Stöpler die Führung zurück, aber ihr Vorsprung gegenüber Roger Kluge/Marcel Kalz und Kenny De Ketele/Moreno De Pauw ist mit zwei und vier Punkten winzig, es handelt sich um ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-an-Kopf-Rennen. Im UIV-Cup wurde bereits das Finale ausgetragen, an dessen Ende Marcel Franz/Elias Helleskov Busk trotz der größten Punkteausbeute als Verlierer dastanden. Manuel Porzner/Arne Egner triumphierten durch den einzigen Rundengewinn des viertägigen U23-Wettkampfes. Bei den Sprintern wäre Robert Förstemann fast, aber eben nur fast eine Vorentscheidung gelungen, die bei den Stehern, wo Robert Retschke und Stefan Schäfer punktgleich führen, längst nicht in Sichtweite ist.


Resultate: Profis | UIV-Cup | Sprinter | Steher | Frauen
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Ein relativ ruhiger Tag für die Gesamtsieganwärter
Am „Familiensonntag“ des Berliner Sechstagerennens ließen es die Topteams vergleichsweise ruhig angehen. Bis auf die Wertungssprints, bei denen ganz zu Beginn des 4. Tages Kenny De Ketele/Moreno De Pauw vorne lagen, wurde keine Disziplin von den Top3 gewonnen. Yoeri Havik/Nick Stöpler versuchten zwar in der Großen Jagd, Roger Kluge/Marcel Kalz und De Ketele/De Pauw eine Runde abzunehmen, was ihnen auch mehrfach gelang, aber nie von Dauer war. So blieben sie zum Ende des Tages weiter alle in der Nullrunde. Kluge/Kalz hatten eine der schlechtesten Ausbeuten aller Teams an diesem Sonntag, holten insgesamt lediglich 15 Punkte, was die Deutschen auch knapp ihre Führung kostete. Havik/Stöpler sammelten auch nicht bedeutend mehr, nämlich 23 Punkte, was den Niederländern aber reichte, um sich wieder zwei Punkte vor ihre Konkurrenten zu schieben. Als „große Gewinner“ des Sonntags durften sich letztlich aber De Ketele/De Pauw fühlen, die 29 Punkte holten, und ihren Rückstand gegenüber Gesamtrang eins von 16 auf vier Zähler verkürzten.

Grasmann/Heßlich belegen den umkämpften vierten Platz
Während die Favoriten sich eher zurückhielten, entbrannte der Kampf von drei Teams um den vierten Gesamtrang, die in den ersten drei Nächten jeweils zwei Rundenverluste zu verzeichnen hatten. In der kleinen Jagd legten Morgan Kneisky/David Muntaner in diesem Dreikampf vor. Dem Franzosen und dem Spanier gelang ein Rundengewinn, wenngleich das auf Rang zwölf liegenden Team Lucas Liß/Andreas Müller den Angriff mitging und ihnen den Jagd-Sieg im Endspurt wegnahm. Die Große Jagd gewannen die Briten Germain Burton/Mark Stewart vor den Deutschen Christian Grasmann/Nico Heßlich und fuhren ihrerseits einen Rundengewinn ein, der sie wieder auf ein Niveau mit Kneisky/Muntaner brachte. Den begehrten vierten Platz belegen nun Grasmann/Heßlich (135 Punkte) vor Burton/Stewart (131), und Kneisky/Muntaner (119). Sie alle haben jetzt nur noch eine Runde Rückstand – aber neue Hoffnungen für einen möglichen Angriff auf das Podium dürften doch kaum aufkeimen. Denn Havik/Stöpler, Kluge/Kalz und De Ketele/De Pauw haben mit 176, 174 und 172 Punkten nochmals einen deutlichen Vorteil gegenüber den Verfolgern.

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Sprinter: Förstemann zwischenzeitlich sechs Punkte voraus
Im Rundenrekordfahren lieferte am Sonntag wieder Robert Förstemann die Bestzeit ab, nachdem in der Nacht zuvor Erik Balzer erstmals schneller war. Förstemann reichten 12,781 Sekunden, die bisher schwächste Siegerzeit dieser Sixdays. Balzer blieb gar deutlich über 13 Sekunden und belegte nur Platz vier, was ihm die Qualifikation fürs Sprintfinale verwehrte, zu dem nur die drei besten Zeitfahrer zugelassen sind. Balzer gewann nur den Sprint der Schwächeren, was einem weiteren vierten Platz entsprach, während Förstemann zwar im Sprintfinale dem Polen Damian Zielinski den Vortritt lassen musste, aber als Zweiter weitere Punkte gutmachte. Der Abstand zwischen Förstemann und Balzer hatte sich auf sechs Punkte ausgedehnt. Das wirkte schon wie eine Vorentscheidung, doch im Keirin belegte Förstemann anschließend den letzten Platz und Balzer hinter Nate Koch den zweiten, womit die Führung wieder auf zwei Punkte schrumpfte.

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Steher: Punktegleichstand zwischen Reschke und Schäfer
Eine Vorentscheidung war bei den Stehern nicht zu befürchten, zu ausgeglichen ist das Teilnehmerfeld. Am vierten Tag gab es zum vierten Mal einen unterschiedlichen Sieger, diesmal hatte der US-Starter Zachary Kovalcik die Nase vorn. Stefan Schäfer kämpfte in einem engen Duell gegen Robert Retschke um den Erhalt seiner Führung, was ihm aber knapp nicht gelang. Reschke holte sich direkt vor Schäfer Etappenplatz zwei und liegt nun auch in der Gesamtwertung vor ihm – allerdings weisen beide die selbe Punktzahl auf. Kovalcik verbesserte sich auf Rang drei, liegt drei Punkte hinter den Spitzenreitern.

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UIV-Cup: Rotterdam-Zweite Porzner/Egner holen den Sieg
Für die U23-Fahrer markierte der Sonntag das Ende ihres Wettkampfes beim Berliner Sechstagerennen. Eine 50-minütige Final-Jagd war zu absolvieren, zuvor hatten die Madison-Rennen jeweils nur 20 Minuten angedauert. Vielleicht ermöglichte gerade diese deutlich größere Distanz gepaart mit der sich einstellenden Erschöpfung, dass es den ersten und einzige und somit entscheidenden Rundengewinn in diesem UIV-Cup geben konnte. Es waren aber nicht Marcel Franz/Elias Helleskov Busk, die in den ersten drei Nächten durch ihre starke Punktebilanz stets an der Spitze des Klassements thronten, denen dieser Lucky Punch gelang. Es waren die beiden im letzten Jahr noch bei Stölting unter Vertrag stehenden Deutschen Manuel Porzner und Arne Egner, die nach dem zweiten Platz von Rotterdam hinter den im U23-Bereich zu den absolut Besten gehörenden Killian Michiels/Matthias Van Beethoven ihren ersten Sieg im UIV-Cup feierten. Der 19-jährige Porzner fährt 2016 für das Team Vorarlberg, der ein Jahr ältere Egner schloss sich erst einmal wieder dem Radverein RSV Edelweiss Oberhausen an, für den er schon als Junior fuhr. Im Endklassement von Berlin stehen sie mit 73 Punkten und einer Runde Vorsprung auf Platz eins, für das deutsch-dänische Gespann Franz/Busk (91 Punkte) blieb vor Erik Schubert/Moritz Malcharek (85) wenigstens noch Platz zwei.

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