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Ein Trio: In 2. Nacht des Berliner Sechstagerennens kristallisieren sich die Favoriten heraus
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30.01.2016

Ein Trio: In 2. Nacht des Berliner Sechstagerennens kristallisieren sich die Favoriten heraus

Info: Sixdays: Berliner Sechstagerennen 2016
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 30.01.2016 – In der 2. Nacht des Berliner Sechstagerennens waren die Niederländer Yoeri Havik/Nick Stöpler nicht nur nicht von der Spitze zu verdrängen, sie hängten am Freitag auch alle fünf zuvor noch rundengleichen Teams ab; einige durch Rundengewinne, andere aber nur durch einen Bonus, der ihnen einen temporären Vorteil gewährt. Sobald auch die anderen Teams die 100-Punkte-Marke erreichen, werden zumindest Roger Kluge/Marcel Kalz und Kenny De Ketele/Moreno De Pauw wieder zu den Spitzenreitern aufschließen. Dass diese drei Teams letztlich den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden, scheint sich sehr stark abzuzeichnen. Im UIV-Cup sind es weiterhin Marcel Franz/Elias Helleskov Busk, die ohne Runden-, aber mit größer werdendem Punktevorsprung an der Spitze liegen. Während es bei den Sprintern keine Platzierungsveränderungen gab, wechselte die Führung sowohl bei den Stehern als auch den Frauen.


Resultate: Profis | UIV-Cup | Sprinter | Steher | Frauen
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Nur drei Teams in beiden Jagden ohne Rundenverluste
Der Freitag begann gut für Yoeri Havik/Nick Stöpler, die als Punktbeste in den Wertungssprints und Gewinner der Mannschaftausscheidung die in der 1. Nacht eroberte Führung festigten und ihren Punktevorsprung auf zwischenzeitlich 25 Zähler gegenüber Rang zwei ausbauten. Es blieben die einzigen Siege des niederländischen Duos in der 2. Nacht, das aber im Gegensatz zu einigen seiner Gegner in den Jagden keine Schwäche zeigte. In der halbstündigen Jagd fielen mit Germain Burton/Mark Stewart und Morgan Kneisky/David Muntaner die ersten beiden Teams aus der Nullrunde hinaus und ließen in der Gesamtwertung nur noch ein rundengleiches Quartett zurück. Die 45 Minuten der Großen Jagd, welche nach Punkten durch Kneisky/Muntaner gewonnen wurde, endeten dann für Alex Rasmussen/Jesper Mørkøv mit einem Rundenverlust. Mit Havik/Stöpler, den Gewinnern der ersten Jagd Kenny De Ketele/Moreno De Pauw und Roger Kluge/Marcel Kalz konnten sich also nur drei Teams an diesem Abend schadlos halten. Die jungen Briten Burton/Stewart, die am Donnerstag überraschend gut mit den etablierten Profis hatten mithalten können, wurden diesmal sogar in beiden Jagden abgehängt.

Verfolger verlieren auch nach Punkten Kontakt zu den Top3
Dass am Ende der 2. Nacht dann doch nur ein Team in der Nullrunde stand, lag an den 103 Punkten, welche Havik/Stöpler anhäuften. Durch den Bonus sind sie Kluge/Kalz (94) und De Ketele/De Pauw (86) eine Runde voraus, deren Rückstand ist aber so gering, dass man weit entfernt ist von einer Vorentscheidung. Auf das Konto von Kluge/Kalz gingen der Sieg in den zweiten Wertungssprints und durch Kalz ein Erfolg hinter dem Derny; den zweiten Lauf gewann der in Berlin geborene Hans Pirius. Für Kneisky/Muntaner (66) und Rasmussen/Mørkøv (56) stehen momentan zwei Runden Rückstand zu Buche. Die vergleichsweise schwache Punktausbeute mindert ihre Chancen auf den Gesamtsieg erheblich, müssen sie doch stark davon ausgehen, am Ende dieser Sixdays mit einer Bonusrunde weniger als die Top3 dazustehen. Burton/Stewart (64) liegen wie Christian Grasmann/Nico Heßlich (71) drei Runden zurück. Für Grasmann ist eine Wiederholung seines historischen Triumphs von Bremen zwar nicht möglich, am Freitag sorgte er dennoch für ein kleines Highlight: Im Scratch-Rennen fuhr Grasmann nicht nur den Sieg, sondern auch gleich noch einen Rundengewinn heraus, was bei einer Renndistanz von nur 30 Runden kein allzu einfaches Unterfangen ist.

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Sprinter: Zielinski verliert Anschluss an Förstemann und Balzer
Im Champions Sprint zeigten sich deutliche Parallelen zwischen der 1. und der 2. Nacht was den Zweikampf zwischen Robert Förstemann und Erik Balzer betrifft. Im Rundenrekordfahren siegte zunächst erneut Förstemann, der seine Zeit vom Vortag ebenso klar unterbieten konnte wie der Zweitplatzierte Balzer, Mit 12,611 und 12,634 Sekunden näherten sie sich dem Bahnrekord auf weniger als zwei Zehntel an. Als es dann zum direkten Sprint-Duell der beiden Kontrahenten kam, behielt aber wieder Balzer die Oberhand und glich damit den Punktverlust vom Zeitfahren aus. Dass Förstemann letztlich aber auch aus der 2. Nacht als Sieger hervorging, lag an seiner besseren Platzierung im Keirin, dass er als Zweiter direkt vor Balzer beendete, wodurch er mit 31 zu 29 Punkten führt. Keirin-Sieger wurde der Tscheche Pavel Kelemen, wohingegen Damian Zielinski in diesem Rennen den letzten Platz belegte. Der Pole kommt somit gesamt nur auf 22 Punkte, hat nach seiner starken 1. Nacht den Anschluss an die beiden Deutschen verloren.

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Steher: Bartsch nur Etappenfünfter bei Sieg von Favorit Schäfer
Der Weltpokal der Steher endete in der 2. Nacht mit einem Ergebnis, das im Großen und Ganzen den Kräfteverhältnissen entsprach, die man anhand des Endstands vom Vorjahr erwarten konnte. Stefan Schäfer entschied die 2. Etappe vor Robert Retschke und dem Italiener Manuel Cazzaro für sich – 2015 waren sie in dieser Reihenfolge Zweiter, Dritter und Vierter. Marcel Bartsch, der am Donnerstag vor seinem Heimpublikum das Auftaktrennen gewonnen hatte, musste sich wieder hinter ihnen einordnen, kam nur auf den fünften Platz. Da Schäfer auf der 1. Etappe schon den zweiten Platz belegt hatte, führt er mit drei Punkten nun das Gesamtklassement an. Hinter ihm folgen mit jeweils sechs Punkten Retschke und Bartsch, die schon darauf hoffen müssen, dass der neue Leader in den nächsten Tagen ein paar schlechtere Ergebnisse einfährt, um den Anschluss nicht zu verlieren.

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UIV-Cup: Punktevorsprung von Franz/Busk wächst weiter an
Der Wettkampf des Nachwuchses scheint mit noch 13 rundengleichen Mannschaften weiterhin komplett offen, doch nach Punkten haben Marcel Franz/Elias Helleskov Busk am Freitag ihre Vorherrschaft weiter untermauert. Mit den meisten Sprint-Punkten gewannen der Deutsche und der Däne erneut die 20-Minuten-Jagd, während der sich niemand vom Hauptfeld lösen konnte. Ihr Vorsprung in der Gesamtwertung wuchs von 13 Punkten gegenüber den Belgiern Lorenzo Blomme/Bryan Boussaer, die allerdings von Rang zwei auf fünf abrutschten, auf 21 Punkte gegenüber den neuen Zweitplatzierten Manuel Porzner/Arne Egner, die mit einer enorm starken Ausbeute im Punktefahren ihre eher schlechte 1. Nacht vergessen machten, welche sie nur auf Platz sieben abgeschlossen hatten. Erik Schubert/Moritz Malcharek und Max Kanter/Moritz Augenstein, zwei weitere deutsche Paare, blieben Dritte und Vierte, liegen nur zwei bzw. drei Punkte hinter ihren Landsleuten Porzner/Egner.

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Frauen: Wojtyra fällt einen Punkt hinter Stenberg zurück
Wer nach ihren beiden Sieg im Punkte- und Ausscheidungsfahren im Omnium der Frauen einen langweiligen Durchmarsch von Malgorzata Wojtyra befürchtete, durfte in der 2. Nacht aufatmen. Die Polin wurde diesmal von ihrer norwegischen Konkurrentin Anita Yvonne Stenberg in den Schatten gestellt. Stenberg gewann das Derny-Rennen und wurde Zweite im Punktefahren hinter der Irin Lydia Gurlie, Wojtyra belegte dagegen nur die Plätze vier und fünf. Mit nunmehr elf Punkten verlor sie ihre Führung an Stenberg, die es nur auf zehn Punkte bringt. Halbwegs realistische Chancen, sich noch einmal in diesen Zweikampf einzumischen, hat nur die Tschechin Jarmila Machacova mit 16 Punkten. Für Neah Evans (24) und Alzbeta Pavlendova (25), die nach der 1. Nacht auch noch sehr gut dastanden, dürfte der Zug wohl abgefahren sein.

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