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Berliner Punktestände entwickeln sich zu Gunsten von De Pauw/De Ketele und Stroetinga/Havik
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27.01.2018

Berliner Punktestände entwickeln sich zu Gunsten von De Pauw/De Ketele und Stroetinga/Havik

Info: Sixdays: Six Day Berlin 2018
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 26.01.2018 – Zwar haben Wim Stroetinga/Yoeri Havik beim Berliner Sechstagerennen am Freitag ihre Führung eingebüßt und liegen acht Punkte hinter Moreno De Pauw/Kenny De Ketele, dennoch gehören die Niederländer neben den Belgiern zu den Gewinnern der 2. Nacht, weil sie den Punkteabstand zu den jetzt nur noch fünf weiteren Nullrunden-Teams deutlich ausbauen konnten. Im U23-Rennen beeindruckten hingegen vor allem die auf Rang drei liegenden Daniel Babor/Konrad Geßner, die trotz einer Runde Rückstand gefährlich bleiben. Maximilian Levy hat sich im Sprinterranking einen Punkt vor Stefan Bötticher geschoben, während Allison Beveridge Lisa Klein im Omnium der Frauen besiegte.


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De Pauw/De Ketele punkten sich an die Spitze
Mit einer weiteren Jagd ohne Rundengewinne begann die 2. Nacht der Berliner Sixdays – nach 20 Minuten Fahrzeit siegten Marc Hester/Jesper Mørkøv, die unterwegs an den Sprintwertungen den höchsten Ertrag erzielt hatten. Platz zwei ging an Wim Stroetinga/Yoeri Havik, die danach in der Mannschaftsausscheidung Dritte wurden und durch diese guten Ergebnisse ihre in der 1. Nacht eroberte Führung erst einmal behaupteten. Als hartnäckigste Verfolger der Titelverteidiger etablierten sich in diesen beiden Rennen Moreno De Pauw/Kenny De Ketele, die in der Jagd Dritte und in der Mannschaftsausscheidung, nur von Mark Downey/Felix English geschlagen, Zweite wurden. Zu einem Führungswechsel kam es anschließend durch die Einzel-Disziplinen, in denen die Belgier deutlich besser abschnitten als die Niederländer: De Ketele wurde im Scratch Zweiter hinter Maximilian Beyer, wohingegen Havik nur auf Platz sechs landete, und bei De Pauws Sieg im Derny-Rennen landete Stroetinga wegen eines Defekts seines Dernys wenige Runden vor Schluss auf dem letzten Platz. Damit ergab sich aus diesen beiden Rennen für De Pauw/De Ketele ein Gewinn von 27 Punkten gegenüber Stroetinga/Havik, so dass sie mit 16 Zählern Vorsprung die Führung übernahmen.

Stroetinga/Havik zurückhaltend, aber am Ende siegreich
Zum Abschluss des Rennprogramms gab es auch am Freitag wieder die 45-Minuten-Jagd, die diesmal viel offensiver angegangen wurde als noch am Donnerstag. Es dauerte gerade einmal drei Minuten, bis Leif Lampater/Christian Grasmann für den ersten Rundengewinn gesorgt hatten. Hester/Mørkøv zogen ebenso schnell nach und wenig später kamen auch De Pauw/De Ketele, Roger Kluge/Theo Reinhardt und Nico Selenati/Tristan Marguet zurück in die Nullrunde. Die lange Zeit unauffälligen Stroetinga/Havik übten sich in Geduld und nahmen den Rundenrückstand eine Weile hin, bis sie genau in der Mitte des Rennens in Zusammenarbeit mit Downey/English und Melvin van Zijl/Nick Stöpler ebenfalls einen Rundengewinn einfuhren. Und am Ende jubelten Stroetinga/Havik sogar wie bereits in der 1. Nacht über den Jagd-Sieg, weil Stroetinga sich im Endspurt gegen den Schweizer Selenati durchsetzen konnte. Das reichte allerdings nicht aus, um sich die Führung zurückzuholen. De Pauw/De Ketele beendeten die Jagd auf Platz drei und liegen mit 178 zu 170 Punkten weiterhin knapp vor Stroetinga/Havik. Die restlichen mit den Top2 rundengleichen Teams – Hester/Mørkøv (142), Selenati/Marguet (142), Lampater/Grasmann (138), Kluge/Reinhardt (125) und Downey/English (115) – weisen mittlerweile einen nicht unerheblichen Punkterückstand auf.

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U23: Drittplatzierte Babor/Geßner mit starker Punktausbeute
Die 40-minütige zweite Jagd der U23-Fahrer änderte wenig am Gesamtstand, da bis auf drei abgehängte Paare alle Teams rundengleich das Ziel erreichten. Daher bleiben Richard Banusch/Joe Evans und Moritz Malcharek/Christian Koch in der Gesamtwertung die einzigen beiden Teams in der Nullrunde – ihre Punktedifferenz änderte sich nur leicht von acht auf sechs. Eine ernstzunehmende Bedrohung für die Erst- und Zweitplatzierten stellen aber jetzt umso mehr die Drittplatzierten Daniel Babor/Konrad Geßner dar. Das tschechisch-deutsche Gespann räumte an den Sprintwertung extrem viele Punkte ab, was ihnen nicht nur den Tagessieg bescherte. Mit 78 Punkten stehen sie nun weitaus besser da als Banusch/Evans mit 50 und Malcharek/Koch mit 44, so dass ein Rundengewinn sie sofort auf Platz eins katapultieren würde.

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Sprinter: Enger Zweikampf zwischen Levy und Bötticher
Auch in der 2. Nacht dominierte bei den Sprintern zunächst Stefan Bötticher, der im Zeitfahren über die Rundenlänge von 250 Metern erneut der Schnellste war. Die zweitbeste Zeit lieferte Maximilian Levy ab, der somit im Sprint-Finallauf gegen Bötticher antreten durfte und dieses richtungsweisende Duell gewann. Bei einem Sieg von Bötticher wäre dessen Vorsprung schon auf 18 Punkte angewachsen, stattdessen waren es jetzt wieder nur acht Zähler Differenz zwischen den Berliner Konkurrenten, die 2013 bei der WM in Minsk gemeinsam Teamsprint-Gold für Deutschland geholt hatten. Im Keirin zeigte sich dann abermals, dass diese Disziplin offenbar Böttichers Schwäche darstellt – nur der vorletzte, sechste Platz reichte nicht aus, um seine Führung zu verteidigen, da Levy als Zweiter dieses Rennens hinter Maximilian Dörnbach neun Punkte mehr bekam. So steht es 90 zu 89 zwischen dem Vorjahressieger Levy und Bötticher, der Tscheche Pavel Kelemen bringt es als erster Verfolger derweil nur auf 70 Punkte.

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Frauen: Beveridge zieht im Omnium spät an Klein vorbei
Gleich viermal im Einsatz waren in der 2. Berliner Nacht die Frauen, für die ein Omnium auf dem Programm stand, welches sowohl als separates UCI-Event als auch für die Sixdays-Gesamtwertung zählen sollte. Die ersten Teildisziplinen wurden von der US-Amerikanerin Kimberly Geist (Scratch), der Kanadierin Jasmin Duehring (Temporunden) und der Italienerin Maria Giulia Confalonieri (Ausscheidungsfahren) gewonnen, doch Führende im Omnium-Ranking war danach eine Deutsche: Lisa Klein hatte mit einem sechsten und zwei dritten Plätzen im Zwischenklassement Rang eins erobert. Die Zweitplatzierte Allison Beveridge aus Kanada holte ihren Rückstand von acht Zählern im abschließenden Punkterennen nach und nach auf und hatte nach acht von zehn Sprintwertungen Gleichstand erzielt. Weil Beveridge dann auch noch an den letzten beiden Sprints als jeweilige Zweitplatzierte punkten konnte, musste sich Klein ihr im Omnium-Endstand letztlich um neun Punkte geschlagen geben.
Das Omnium Endergebnis wurde nach einem speziellen Punkteschlüssel auch in den Sixdays-Gesamtstand integriert, in dem Laurie Berthon nach den drei Rennen der 1. Nacht einen riesigen Vorsprung aufgewiesen hatte. Die Französin beendete das Omnium auf dem sechsten Rang, was ihr zur Verteidigung der Führung genügte. Klein, Confalonieri und Beveridge sind aber wieder deutlich näher an Berthon herangerückt, liegen nur noch 10, 16 und 28 Punkte zurück.

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