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Geteiltes Feld nach Sturz: Bouhanni beendet auf 6. Vuelta-Etappe eine lange Durststrecke
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30.08.2018

Geteiltes Feld nach Sturz: Bouhanni beendet auf 6. Vuelta-Etappe eine lange Durststrecke

Info: VUELTA A ESPAÑA 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



San Javier, 30.08.2018 – Vier Jahre nach seinen bisher einzigen Grand-Tour-Etappensiegen – das waren 2014 immerhin drei beim Giro und zwei bei der Vuelta! – hat Nacer Bouhanni endlich einmal wieder einen Erfolg bei einer der drei größten Rundfahrten einfahren können. Auf der 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt verwies er Danny van Poppel und den drei Tage zuvor siegreichen Elia Viviani auf die Plätze. Das Peloton war im Etappenfinale von einem Sturz geteilt worden, wobei der bisherige Gesamtsechste Wilco Kelderman der größte Verlierer dieser Teilung war, die ihn anfangs gar nicht betroffen hatte.


Das Profil der 5. Etappe der Vuelta a España

Porte testet seine Form auf einer Flachetappe
Eigentlich ist solches Terrain keines, auf dem Richie Porte (BMC Racing) normalerweise besonders auffällt. Doch auf der 6. Etappe, einer der einfachsten der 73. Vuelta a España, war der Australier, der, gesundheitlich angeschlagen, auf den ersten Etappen schon über 40 Minuten verloren hatte, bei Kilometer Null der erste Angreifer. Zu ihm gesellten sich nach einem Tag Fluchtpause Luis Angel Maté (Cofidis) und als dritter Ausreißer Jorge Cubero (Burgos-BH). Maté gewann selbstverständlich die beiden Bergwertungen der 3. Kategorie und kann das Bergtrikot weiterhin frühestens auf der 9. Etappe bei einer Especial-Bergankunft verlieren. Der Vorsprung des Trios lag sehr lange im Bereich zwischen zwei und drei Minuten, nahm nach der zweite Bergwertung aber dramtisch schnell ab. Während Porte und Maté 33 Kilometer vor dem Ziel schließlich ihre Bemühungen einstellten, hängte Cubero noch einmal vier Kilometer als Solist dran, bevor er ebenfalls eingeholt wurde. Bei dem hohen Tempo, in dem das Peloton unterwegs war, machte sich der Einfluss des Windes allmählich bemerkbar – aber er war letztlich nicht ursächlich dafür, dass es ein chaotisches Finale gab.


Etappenvorschau zum Nachlesen:
Die erste richtige Flachetappe


Zeitverluste u.a. für Pinot, Majka und Kelderman
26 Kilometer vor dem Ziel geschah es: In einer Kurve stürzten mehrere Fahrer und rissen das Feld in mehrere Gruppen. Während sich fast alle Favoriten – sowohl für den Tages- als auch den Gesamtsieg – im ersten Teil des Feldes befanden, hatte es auch den ein oder anderen namhaften und ambitionierten Fahrer auf dem falschen Fuß erwischt. Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) fand sich zunächst nur in einer dritten Gruppe wieder und Rafal Majka (Bora-Hansgrohe) offenbar noch weiter dahinter. Nach dem Dreizehnten und Zwölften der Gesamtwertung wurde dann auch noch der Sechstplatzierte vom Pech heimgesucht: Wilco Kelderman (Sunweb) fiel 19 Kilometer vor dem Ziel wegen eines Defekts noch hinter die Pinot-Gruppe zurück. Zwar vereinigten sich nach einer Weile die ersten drei Verfolgergruppen, doch in der Zwischenzeit war der Rückstand auf das führende Feld bereits auf über eine Minute angewachsen. Schlussendlich verloren Kelderman und Pinot im zweiten großen Teilfeld 1:44 Minute und fielen in der Gesamtwertung auf die Plätze 17 und 28 zurück. Majka verlor mit der dritten großen Gruppe 3:05 Minuten und ist jetzt nur noch 23.


Cofis Cycling Cosmos:
Vuelta Spezial – Debütantenball


Bouhannis erster WT-Erfolg seit fast eineinhalb Jahren
Im ersten Feld beendeten lediglich 50 Fahrer das Rennen zeitgleich, doch zumindest der Qualität der Sprintentscheidung hatten die Vorfälle des Etappenfinales kaum geschadet: die Top8 des bis dato einzigen Massensprints waren allesamt dabei. So auch Elia Viviani (Quick-Step Floors) und sein Teamkollege Michael Mørkøv, die ihre Dominanz der 3. Etappe aber nicht reproduzieren konnten. Viviani wurde nur Dritter, musste sich nicht nur Danny van Poppel (LottoNL-Jumbo), sondern vor allem auch Nacer Bouhanni (Cofidis) geschlagen geben. Der 28-jährige Franzose, der in dieser Saison erst fünf Siege eingefahren hatte, feierte seinen ersten Erfolg auf World-Tour-Level seit einem Etappensieg bei der Katalonien-Rundfahrt im März 2017. Viviani verpasste es außerdem, Michal Kwiatkowski (Sky) von der Spitze der Punktewertung zu verdrängen, hätte dafür zwingend Etappenerster werden müssen. In der Gesamtwertung ist wiederum Kwiatkowski unverändert Zweiter, 41 Sekunden hinter Rudy Molard, dessen erfolgreiche Verteidigung des Roten Trikots Groupama-FDJ zumindest ein wenig über den Zeitverlust Pinots hinwegtrösten kann. Mit 48 Sekunden Rückstand bleibt der Deutsche Emanuel Buchmann, Teamkollege des weit zurückgefallenen Majka, Gesamtdritter.

-> Zum Resultat

Auf der 7. Etappe könnte es durchaus erneut zu einer Sprintentscheidung kommen, wobei eine Bergwertung 12,7 Kilometer vor dem Ziel und das leicht ansteigende Etappenfinale nicht unterschätzt werden dürfen.

Video der Zielankunft






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