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Deutscher Meister siegt beim Giro: Ackermann gewinnt gleich seinen ersten Grand-Tour-Massensprint
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12.05.2019

Deutscher Meister siegt beim Giro: Ackermann gewinnt gleich seinen ersten Grand-Tour-Massensprint

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Fucecchio, 12.05.2019 – Seit dem Jahr 2013 hatte es bei jeder Austragung des Giro d’Italia mindestens einen deutschen Etappensieg gegeben – und dank Pascal Ackermann setzt sich diese Serie auch 2019 fort. Im ersten Massensprint der 102. Italien-Rundfahrt ließ der 25-jährige Grand-Tour-Debütant, der jüngst bei Eschborn-Frankfurt triumphiert hatte, Elia Viviani, Caleb Ewan, Fernando Gaviria und Arnaud Démare hinter sich, die bei dreiwöchigen Rundfahrten schon insgesamt 18 Tagessiege vorweisen können.


Das Profil der 2. Etappe des Giro d‘Italia

Fluchtgruppe mit Bergtrikot
Der Regen, der am Vorabend beim Einzelzeitfahren in Bologna angekündigt, aber noch ausgeblieben war, begleitete die Fahrer zu Beginn der 2. Etappe während der ersten 50 Kilometer, die konstant leicht anstiegen – es waren gut 700 Höhenmeter ohne Bergwertung. Als es auf der „anderen“ Seite des Berges in die Abfahrt ging, wurde es aber langsam trocken. Eine Fluchtgruppe konnte auf diesem Streckenteil gut vier Minuten Vorsprung herausfahren, ehe die Mannschaften der Topsprinter gemeinsam die Nachführarbeit organisierten. In der achtköpfigen Spitzengruppe waren einige Koryphäen der Ausreißerkunst präsent: Marco Frapporti (Androni Giocattoli Sidermec), der 2018 mit 640 Fluchtkilometern die „Premio Fuga“ gewonnen hatte, Mirco Maestri (Bardiani CSF), der es in diesem Jahr schaffte, als Dauerausreißer die Punktewertung bei Tirreno-Adriatico für sich zu entscheiden, und Giulio Ciccone (Trek-Segafredo), der sich im Auftaktzeitfahren das Bergtrikot geholt hatte. Ciccone hatte mit William Clarke einen Teamkollegen dabei, die restlichen Ausreißer waren François Bidard (AG2R La Mondiale), Lukasz Owsian (CCC), Sean Bennett (Education First) und Damiano Cima (Nippo-Vini Fantini-Faizanè).

Umkämpfte Zwischensprints
Auf der insgesamt 205 Kilometer langen Etappe mussten die Ausreißer lange warten, bis sie um erste Prämien kämpfen konnten. Am ersten Zwischensprint nach 130 Kilometern setzte sich Frapporti vor Cima und Maestri durch, bevor nur wenig später Cima den zweiten Zwischensprint vor Maestri und Frapporti gewann. In der Summe kam somit Cima auf die meisten Punkte, womit der Grand-Tour-Debütant die beim Giro stets sehr umkämpfte Sprintwertung anführt. Die beiden Bergwertungen, eine 3. Kategorie in Motalbano und eine 4. Kategorie in San Baronto, die 47 und 26 Kilometer vor dem Ziel folgten, gewann – keine Überraschung – natürlich Ciccone. Der Mann im Blauen Trikot nahm gleich im ersten, deutlich steileren Anstieg keine Rücksicht auf seine Begleiter, von denen nur Owsian und Bidard bis zur Bergwertung bei ihm blieben, wobei zumindest Frapporti danach wieder an sie herankam. An der ersten Bergwertung lagen sie noch rund eineinhalb Minuten, an der zweiten dann nur noch eine Minute vor dem Hauptfeld, das die Situation zu jeder Zeit unter Kontrolle behielt.

Lotto-Zug auf der Zielgeraden
Das Peloton war relativ unbeschadet über die beiden Anstiege gekommen, brenzlig wurde es lediglich in der Abfahrt nach der zweiten Bergwertung, als sich das Feld vorübergehend teilte; doch wenig später waren bereits wieder gut einhundert Fahrer beisammen, die sieben Kilometer vor dem Ziel die verbliebenen vier Ausreißer einholten. Bora-Hansgrohe hatte im flachen Schlussteil der Etappe lange das Tempo vorgegeben, bis ihnen Lotto Soudal auf der Zielgeraden die Show zu stehlen drohte. Der LTS-Zug funktionierte sehr gut und doch musste Caleb Ewan wohl etwas zu früh in den Wind. Der Australier sprintete zwar aus erster Position los, wurde letztlich aber nur Dritter. Den stärksten Antritt auf den letzten 200 Metern zeigte der Deutsche Meister Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe), an dem auch der im letzten Jahr viermal beim Giro siegreiche Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) nicht mehr vorbeikam. Die 14 schnellsten Fahrer, darunter auch Ackermanns Anfahrer Rüdiger Selig, holten im Endspurt gar noch fünf Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes heraus, doch in der Gesamtwertung spielt von ihnen keiner eine Rolle.

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Auf der 3. Etappe dürfte es höchstwahrscheinlich den nächsten Massensprint geben, denn dort gibt es sogar nur eine einzige Bergwertung der 4. Kategorie knapp 40 Kilometer vor dem Ziel.

Video der Zielankunft






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