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Nach erfolgreicher Flucht: Trentin holt in Gap seinen insgesamt 3. Tour-Etappensieg
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24.07.2019

Nach erfolgreicher Flucht: Trentin holt in Gap seinen insgesamt 3. Tour-Etappensieg

Info: TOUR DE FRANCE 2019 (2.UWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Gap, 24.07.2019 - Matteo Trentin (Mitchelton-Scott) hat als Ausreißer die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Der amtierende Europameister, der nächste Woche Geburtstag feiert, setzte sich schon vor der letzten Bergwertung von seinen ursprünglich mal über 30 Fluchtgruppen-Begleitern ab. Zweiter nach 200 Kilometern zwischen Pont du Gard und Gap wurde Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick Step), Dritter Olympiasieger Greg van Avermaet (CCC Team), denen Trentin etwa 40 Sekunden abnehmen konnte. Das Hauptfeld kam geschlossen mit 20 Minuten Rückstand an, sodass Asgreens Teamkollege Julian Alaphilippe im Gelben Trikot bleibt.


Das Profil der 17. Etappe der Tour de France

Anfänglicher Widerstand gegen 33-Mann-Gruppe
Es bewahrheitete sich heute also einmal mehr, dass Gap ein gutes Pflaster für Ausreißer ist. Unter anderem hatten Pierrick Fédrigo 2006, Rui Costa 2013 und Ruben Plaza 2015 hier nach einem erfolgreichen Fluchtversuch gewonnen. Und auch das Wetter im französischen Südosten wurde seinem Ruf gerecht und bescherte den Fahrern erneut einen Hitzetag. Aufgrund dessen hatte die Profifahrer-Vereinigung CPA im Vorfeld sogar bestimmte Sondermaßnahmen durchgesetzt wie Verpflegung bis kurz vor dem Ziel und eine geänderte Berechnung der Karenzzeit. Zwischendurch mussten die Teilnehmer allerdings auch Platzregen über sich ergehen lassen; die angekündigten Gewitter blieben zum Glück aus. Die große Fluchtgruppe, aus der Matteo Trentin später als Sieger hervorgehen sollte, kam schon relativ bald nach dem Start zustande. Sie umfasste 33 Männer, darunter den Österreicher Lukas Pöstlberger (Bora-Hansgrohe), den Deutschen Nils Politt (Katusha) und den Träger der roten Rückennummer Alexis Gougeard (Ag2r La Mondiale). Total Direct Energie jagte den Ausreißern noch längere Zeit hinterher, weil man keinen Fahrer vorne platziert hatte, aber nach einer sehr schnellen Anfangsstunde mit einem Schnitt über 51, km/h stellte man die vergeblichen Bemühungen ein.

Trentin schon am Col de la Sentinelle allein vorn
Der Vorsprung der Gruppe wuchs jetzt rasch an und sollte noch zweistellige Werte erreichen. Nicht mit dabei war Bergtrikot-Träger Tim Wellens (Lotto Soudal), der wohl alle seine Kräfte für die nächsten entscheidenden Tage sparen will, dafür aber sein Teamkollege Thomas de Gendt, der sich an der Kategorie-4-Bergwertung nach gut 100 Kilometern den einen Punkt sicherte. Den Zwischensprint in Vaison-la-Romaine etwa 40 Kilometer zuvor hatte Andrea Pasqualon (Wanty-Gobert) für sich entschieden. Bei über 30 vorausfahrenden Ausreißern bekam das Feld natürlich keine Punkte mehr. Als es in Richtung Ziel ging und längst klar war, dass der Fluchtgruppe freie Hand gelassen wurde, beendete der Paris-Roubaix-Zweite Nils Politt die Waffenruhe. Seine Attacke ging jedoch nach hinten los; er schaffte es nicht in die neue Spitzengruppe, die sich nun bildete. Als nach weiteren Tempoverschärfungen nur noch sechs Fahrer vorne übrig geblieben waren, schlug die Stunde von Europameister Matteo Trentin. Der Italiener kam als Solist zur Bergwertung (Kat.3) am Col de la Sentinelle, die sich nur 8,5 km vor dem Ziel befand. Kasper Asgreen folgte mit etwa einer halben Minute Rückstand. Trentin ließ sich seinen Vorteil auch vom Ronde-Zweiten und dänischen Zeitfahrmeister nicht mehr nehmen und feierte im Alter von bald 30 Jahren seinen insgesamt dritten Tour-de-France-Etappensieg (nach 2013 und 2014).

Trek übernimmt Führung in der Teamwertung
Trentin bekam außerdem die Auszeichnung „kämpferischster Fahrer“ zugesprochen, zum zweiten Mal während der laufenden Austragung. Asgreen kam 37 Sekunden später ins Ziel, dicht gefolgt von Van Avermaet, Bauke Mollema (Trek-Segafredo), Dylan Teuns (Bahrain-Merida) und Gorka Izagirre (Astana). Pöstlberger wurde Zwölfter. Der Etappenausgang war insofern interessant, als Trek-Segafredo, das außerdem Toms Skujins (Neunter) und Jasper Stuyven (Achtzehnter) in der Gruppe gehabt hatte, Movistar die Führung in der Mannschaftswertung abjagen konnte. Die Spanier hatten mit Nelson Oliveira nur einen Mann vorne platziert. In Sachen Gesamtwertung änderte sich natürlich nichts Wesentliches, aber der Belgier Xandro Meurisse (Wanty) schaffte es durch seine Beteiligung an der Flucht immerhin auf den 13. Gesamtrang und Mollema sowie Jesus Herrada (Cofidis) hüpften in die Top20 hinein. Alle 160 gestarteten Fahrer haben die 17. Etappe beendet. Von vornherein nicht mehr angetreten waren Luis Leon Sanchez (Astana) und der gestern gestürzte Cees Bol (Sunweb).

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