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Caleb Ewan legt bei der Tour nach und gewinnt auch die Sprinteretappe von Nîmes
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23.07.2019

Caleb Ewan legt bei der Tour nach und gewinnt auch die Sprinteretappe von Nîmes

Info: TOUR DE FRANCE 2019 (2.UWT)
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Nîmes, 23.07.2019 - Nach Simon Yates und Julian Alaphilippe haben wir einen dritten Doppel-Etappensieger bei der diesjährigen Tour de France. Caleb Ewan (Lotto Soudal) konnte heute die 16. Etappe, die über 177 Kilometer rund um Nîmes führte, für sich entscheiden. Zuvor war der 25-jährige Australier in Toulouse erfolgreich gewesen. Ewan setzte sich im Massensprint vor Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) und Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma) sowie Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) durch, die alle drei ebenfalls schon je ein Teilstück gewonnen hatten. Unterdessen verbrachte Vivianis Teamkollege Julian Alaphilippe einen weiteren, ruhigen Tag im Gelben Trikot. Es gab mit Jakob Fuglsang (Astana) aber auch wieder einen prominenten Ausfall.


Das Profil der 16. Etappe der Tour de France

Ausreißer an der extrakurzen Leine
Anstatt am Tag nach dem Ruhetag bei sengender Sommerhitze gleich wieder in die Vollen gehen zu müssen, genossen die Fahrer eine nicht allzu lange und topografisch recht anspruchslose 16. Etappe. Sie wurde im selben Ort gestartet und beendet, was für die Tour de France heutzutage eine Seltenheit ist, nämlich in Nîmes, der Stadt des Vuelta-Auftakts von 2017. Wilco Kelderman (Sunweb) musste aufgrund von Rückenproblemen zurückziehen. Der Rennverlauf folgte dem für Flachetappen üblichen Schema, wenn man mal davon absieht, dass der Abstand, welcher den Ausreißern eingeräumt wurde, ungewöhnlich knapp ausfiel und nicht einmal die 2(!)-Minuten-Marke überschritt. Offenbar wollte man nicht das geringste Risiko eingehen und die vorletzte Sprintchance dieser Rundfahrt nutzen. Bei den Ausreißern handelte es sich um die Franzosen Alexis Gougeard (AG2R), Stéphane Rossetto (Cofidis), Paul Ourselin (Direct Energie) sowie den Polen Lukasz Wisniowski (CCC) und den Dänen Lars Ytting Bak (Dimension Data).

Bak an Sprint- und Bergwertung vorn
Noch vor dem Zwischensprint in Vallérargues nach 65 Kilometern hatte der Gesamtzweite und Vorjahresgesamtsieger Geraint Thomas (Ineos) erneut einen Sturz zu verkraften, der aber offenbar auch diesmal keine schlimmen Folgen zeitigte. Die 20 Punkte an der Sprintwertung sicherte sich Lars Bak, während Elia Viviani im Hauptfeld die Nase vorne hatte (10 Punkte) und der Träger des Grünen Trikots, Peter Sagan, noch 7 Punkte einkassierte. Bak war es auch, der 30 Kilometer später die einzige Bergwertung des Tages für sich entschied und den einen mit einer Kategorie 4 verbundenen Punkt verbuchte. Aufgrund des ohnehin äußerst geringen Abstandes zwischen Spitze und Feld (das von Lotto Soudal und Jumbo-Visma geführt wurde) sah es zwischenzeitlich immer wieder so aus, als würde der Zusammenschluss deutlich vor dem Ziel erfolgen, doch das bewahrheitete sich nicht. Auf einen Richtungswechsel reagierten die Teams der Gesamtklassements-Anwärter mit erhöhter Wachsamkeit. Aber nicht der Wind, sondern der Sturz einiger Fahrer, darunter Jakob Fuglsang (Astana), sollte kurz darauf für Aufregung sorgen. Unglücklicherweise musste der Gesamtneunte die Tour sogar verlassen.

Quintana und Kreuziger in abgehängter Gruppe
Mittels einer Verzögerungsmeisterleistung timten die nachführenden Teams den Zeitpunkt, an dem die Ausreißer eingeholt wurden, auf 2,5 km vor dem Ziel. Alexis Gougeard nahm aus dem Abenteuer immerhin die Auszeichnung als kämpferischster Fahrer mit. Während Caleb Ewan in der Sprintvorbereitung von seinen Leuten getrennt wurde, konnte Elia Viviani bis zuletzt auf Richeze und Mørkøv bauen. Jedoch fehlte dem Italiener die Entschlossenheit, im richtigen Augenblick durchzuziehen, sodass Ewan ihn auf der linken Seite überholen konnte. Groenewegen wurde Dritter, womit das Podium identisch war mit dem vom 11. Tag in Toulouse, nur dass Platz 2 und 3 den Besitzer wechselten. Sagan wurde genau wie damals Vierter und holte weitere 18 Punkte fürs Maillot Vert – die 300-Punkte-Schallmauer hat er jetzt durchbrochen. Abgesehen von dem Aufrücken durch den Ausfall Fuglsangs tat sich in den Top20 der Gesamtwertung noch etwas: Nairo Quintana (Movistar) und Roman Kreuziger (Dimension Data) finishten in einer abgehängten Gruppe mit über einer Minute Rückstand, sodass Dan Martin (UAE Team Emirates) sich zwischen die beiden auf Rang 13 schob. Julian Alaphilippe aber wird morgen ganz gewiss seinen 12. Tag im Gelben Trikot verbringen.

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