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Vor der Final-Nacht: Fünf Teams mit realistischen Chancen auf den Gesamtsieg bei den Sixdays Gent
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17.11.2019

Vor der Final-Nacht: Fünf Teams mit realistischen Chancen auf den Gesamtsieg bei den Sixdays Gent

Info: Sixdays: Zesdaagse Vlaanderen-Gent 2019
Autor: Felix Griep (Werfel)



Gent, 17.11.2019 – Alles ist angerichtet für ein großartiges Finale bei den 79. Zesdaagse Vlaanderen-Gent. Um den Sieg kämpfen nicht nur jene drei Teams, die sich nach der 5. Nacht mit 238, 237 und 224 Punkten auf den ersten drei Plätzen der Gesamtwertung befinden, sondern die ebenfalls in der Nullrunde liegenden Madison-Weltmeister und ein eine Runde Rückstand aufweisendes Team, das einen besonderen Trumpf sein Eigen nennen kann. Während das Rennen bei den Profis also weiterhin völlig offen bleibt, hatten Max Rushby/Alfie George bei der U23 und Kirsten Wild im Omnium der Frauen die Konkurrenz fest im Griff.


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Hin und Her zwischen Ghys/De Ketele und Van der Sande/De Buyst
Der Kampf um die Führungspostion beim Sechstagerennen von Gent war am Samstag ein ganz enges Rennen zwischen Robbe Ghys/Kenny De Ketele, die mit 197 Punkten als Leader in die Nacht gestartet waren, und ihren belgischen Landsmännern Tosh Van der Sande/Jasper De Buyst, die ein Defizit von 13 Punkten aufgewiesen hatten. Durch die ersten beiden Punkterennen näherten sich Van der Sande/De Buyst dem ersten Platz bis auf vier Punkte an, bevor Ghys/De Ketele sich mit dem Gewinn der Mannschaftsausscheidung vorerst wieder etwas Luft verschafften. Als dann Van der Sande/De Buyst die erste Jagd für sich entscheiden konnten, schmolz der Abdstand allerdings bereits wieder auf sogar nur noch zwei Pünktchen. Nachdem Van der Sande/De Buyst anschließend im ersten Derny-Lauf und Supersprint punkten konnten, übernahmen sie mit mit sieben Punkten Vorsprung erstmals an diesem Abend die Führung, welche aber sogleich wieder zu Ghys/De Ketele wechselte, die sich im zweiten Derny-Lauf und 500 Meter Zeitfahren wieder fünf Punkte Vorsprung verschafften. Durch die zweite Jagd, mit welcher die 5. Nacht zu Ende ging, wendete sich das Blatt jedoch ein weiteres Mal: Van der Sande/De Buyst wurden Fünfte und holten sechs Punkte, während Ghys/De Ketele als Neunte leer ausgingen.

Kluge/Reinhardt und Van Schip/Havik müssen eine Runde gutmachen
238 Punkte stehen nun auf dem Konto von Van der Sande/Jasper De Buyst, die erstmals bei diesem Sechstagerennen als Führende übernachten – wenn auch nur mit einem einzigen Punkt Vorsprung gegenüber Robbe Ghys/Kenny De Ketele. Beim Zweikampf dieser Teams konnten aber auch Mark Cavendish/Iljo Keisse gut mithalten, die mit nur 14 Punkten Rückstand ebenfalls beste Chancen auf den Gesamtsieg haben. Selbiges gilt für Roger Kluge/Theo Reinhardt, auch wenn sie mit ihren 169 Punkten zwingend noch einen Rundengewinn benötigen – aber vielleicht gelingt ihnen dieser ja sogar noch durch einen Bonus für das Erreichen der 200er-Marke? Selbst wenn nicht, sind die Madison-Weltmeister in der Final-Jagd brandgefährliche Gegner. Ebenfalls weiter im Rennen um den Sieg sind die Niederländer Jan-Willem van Schip/Yoeri Havik, für die die 5. Nacht einer Achterbahnfahrt glich. In der ersten Jagd hatten sie eine Runde auf die Top4 verloren, erkämpften sich diese in der zweiten Jagd aber wieder zurück. Darüber hinaus gewannen sie neben dem kürzeren der beiden Madisons auch beide Punkterennen und den Supersprint, so dass sie mit 253 Punkten stolze 15 Zähler mehr aufweisen als Van der Sande/De Buyst.

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Zweiter Jagdsieg bringt Rushby/George die Führung
Eine 210 Runden lange Jagd stand am Samstag für die U23-Fahrer auf dem Programm – und gewonnen wurde sie wie die Jagd vom Freitag durch die Briten Max Rushby/Alfie George. Zweite wurden erneut der Däne Arne Birkemose und sein deutscher Partner Tim Torn Teutenberg, die an den sieben Sprintwertungen nur drei Punkte weniger einfahren konnten. Aus Sicht von Rushby/George war allerdings das Abschneiden ihrer Landsleute Oliver Stockwell/Oscar Nilsson-Julien interessanter, die nur sehr wenige Sprintpunkte holten und lediglich Tagesvierte wurden. So verwandelte sich für Rushby/George ein 10-Punkte-Rückstand in einen komfortablen 22-Punkte Vorsprung. Birkemose/Teutenberg haben sich vom fünften auf den dritten Platz vorgearbeitet und liegen ihrerseits nur noch drei Zähler hinter Stockwell/Nilsson-Julien.

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Kirsten Wild ist im Omnium einfach unschlagbar
Der siebte Platz im Punkterennen am Freitag war so gar nicht das Niveau, welches man von Kirsten Wild eigentlich gewohnt ist. Am Samstag zeigte die Niederländerin im Omnium dann aber, warum sie in dieser Disziplin amtierende Welt- und Europameisterin ist: Sieg im Scratch, Sieg in den Temporunden, Sieg im Ausscheidungsfahren – und dann verteidigte sie ihren komfortablen Vorsprung im abschließenden Punkterennen gewohnt souverän. Am Ende hat sie elf Punkte mehr als die Belgierin Jolien D'hoore, die nach zwei zweiten und einem dritten Platz mit acht Punkten Rückstand ins Finale gestartet war. Rang drei sicherte sich die Belgierin Lotte Kopecky, Vierte wurde wie tags zuvor die Deutsche Lea Lin Teutenberg.

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