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Zweiter Etappensieg für Cavendish - Tour de France nach Massensturz für Wiggins beendet
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08.07.2011

Zweiter Etappensieg für Cavendish - Tour de France nach Massensturz für Wiggins beendet

Info: TOUR DE FRANCE 2011
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Châteauroux, 08.07.2011 - Innerhalb von drei Tagen feierte Mark Cavendish (HTC-Highroad) seinen zweiten Etappensieg und war dabei heute an dem Ort erfolgreich, wo 2008 seine Siegesserie bei der Tour de France ihren Anfang nahm. In der Punktewertung machte der Brite viel Boden gut, das Grüne Trikot trägt nun aber erst einmal wieder José Joaquin Rojas (Movistar). Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) bleibt einen weiteren Tag Gesamtführender, neuer bester Jungprofi ist allerdings Robert Gesink (Rabobank), weil Geraint Thomas (Sky) zu den Opfern eines Sturzes 38 Kilometer vor dem Ziel gehörte, der das Feld teilte und für zwei Fahrer sogar das Tour-Aus bedeutete.

Cavendish gibt am Zwischensprint einen Vorgeschmack auf das Finale
Die 7. Etappe der Tour de France ließ mit ihrem komplett flachen Profil Langeweile erwarten und verlief auch lange Zeit ohne wirkliche Ereignisse. Kurz nach dem Start auf die 216 Kilometer machten sich drei Franzosen aus dem Staub, zwei von FDJ (Gianni Meersman, Mickaël Delage) und einer von Saur-Sojasun (Yannick Talabardon). Ein Baske fuhr noch zu ihnen hin, Pablo Urtasun von Euskaltel. 8:10 Minuten Vorsprung erreichte die Flucht des Quartetts in der Spitze, doch wie zu erwarten organsierten HTC-Highroad und Garmin-Cervélo wieder gemeinsam die Verfolgung. Es sah dann sogar so aus, als könnte das Feld die Ausreißer noch vor dem Zwischensprint einholen, der heute erst sehr spät 25,5 Kilometer vor dem Ziel lag. Letztlich war die Arbeit im Peloton aber nicht konsequent genug und Delage konnte an einem Tag, der keine Bergwertung zu bieten hatte, wenigstens diese Prämie für FDJ einstreichen. Nichts Neues für den Franzosen, der auch schon den Sprint auf der 3. Etappe aus einer Fluchtgruppe gewann. Mark Cavendish war ohne Zweifel der Stärkste Sprinter aus dem Hauptfeld und holte sich Platz fünf vor José Joaquin Rojas (Movistar), der die Führung in der Punktewertung übernahm, weil Cavendishs Anfahrer Mark Renshaw sich noch vor Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto) über die Wertungslinie geschoben hatte.

Sturz teilt Feld und bedeutet Tour-Ende für Wiggins und Pauriol
Zum Zeitpunkt des Zwischensprints war das Hauptfeld schon um mehr als die Hälfte aller Fahrer reduziert, denn wieder einmal hatte ein Sturz maßgeblichen Einfluss auf das Renngeschehen. Knapp 40 Kilometer vor dem Ziel ereignete sich die Massenkarambolage, durch die nicht nur die Gestürzten den Kontakt zum Hauptfeld verloren, sondern auch zahlreiche Fahrer, die aufgehalten wurden. Für zwei Fahrer endete mit Schlüsselbeinbruch die Frankreich-Rundfahrt: Rémi Pauriol (FDJ), der Gewinner der Bergwertung von Paris-Nizza, und Dauphiné-Sieger Bradley Wiggins (Sky) waren nicht mehr in der Lage, das Rennen fortzusetzen. Mit dem Ausfall dieser beiden Fahrer und Tom Boonens (Quick Step), der schon vorher zwei Tage nach seinem Sturz aufgab, verkleinerte sich das Tour-Feld auf 190 Fahrer. Für Sky ist es ein bitterer Ausfall des Tour-Leaders, der in der Gesamtwertung hoch hinaus wollte. Alle seine Teamkollegen wie der gestrige Etappensieger Edvald Boasson Hagen hatten erst noch gewartet, ob Wiggins weiterfahren könne, und verloren so mit dem zweiten Feld schließlich 3:06 Minuten auf die Spitze. Diesen Rückstand kassierte also auch Geraint Thomas, der nun das Weiße Trikot abgeben muss. Pech hatte auch wieder einmal RadioShack, das schon Janez Brajkovic verloren hatte. Levi Leipheimer ereilte fünf Kilometer vor Schluss ein Defekt und er fiel in das zweite Feld zurück, der gestürzte Chris Horner verlor mehr als 12 Minuten und wurde Letzter. Durch diese Auslese bleibt in dem stark besetzten Team nur noch Andreas Klöden als aussichtsreicher Fahrer für die Gesamtwertung übrig.


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Cavendish greift nach Sieg wieder in Kampf um Grün ein
Zwölf Kilometer vor dem Ziel wurden die vier Ausreißer eingeholt, nur Gianni Meersman wehrte sich mit zwei Angriffen noch einmal gegen das erfolglose Ende ihres Tageswerks. Als kämpferischster Fahrer wurde jedoch Talabardon ausgezeichnet. HTC-Highroad machte diesmal in der Sprintvorbereitung keinen Fehler wie während der 3. Etappe, als der Zug einen Kilometer vor Schluss komplett auseinanderfiel. Am Ende der 1600 Meter langen und ausnahmsweise einmal flachen Zielgerade konnte Mark Cavendish die Arme in die Luft strecken. In Châteauroux feierte der Brite seinen 17. Tour-Etappensieg, vor drei Jahren gab es genau dort auch seinen ersten. Zum ersten Mal in diesem Jahr gab es ein richtiges Duell zwischen Cavendish und seinem ehemaligen Teamkollegen André Greipel (Omega Pharma-Lotto), der aber noch Alessandro Petacchi (Lampre) passieren lassen musste und Dritter wurde. Rojas und Gilbert belegten lediglich die Plätze neun und vierzehn, wodurch Cavendish in der Punktewertung viel aufholen konnte. Mit 167 Punkten ist Rojas in Grün, Gilbert folgt mit 156 und dann Cavendish mit 150. Das Bergtrikot konnte Johnny Hoogerland (Vacansoleil-DCM) heute niemand streitig machen. Durch die Differenz von gut drei Minuten zwischen den Feldern kam es in den Zeit-Wertungen zu einigen Änderungen. Am deutlichsten wirkte sich das Sky-Debakel auf die Nachwuchswertung aus, wo nun Robert Gesink (Rabobank) fast zwei Minuten vor Rein Taaramäe (Cofidis) führt. In der Gesamtwertung blieben wenigstens die ersten fünf Plätze unverändert und Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) weiterhin im Gelben Trikot.

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Mit der 8. Etappe erreicht die Tour morgen das Zentralmassiv. Sie führt 25 Kilometer vor dem Ziel über den Col de la Croix Saint-Robert (2. Kategorie) und endete mit einer Steigung nach Super-Besse Sancy (3. Kategorie).





Mark Cavendish feiert auf der 7. Etappe seinen zweiten Sieg bei der Tour de France 2011 (Foto: www.letour.fr)
Mark Cavendish feiert auf der 7. Etappe seinen zweiten Sieg bei der Tour de France 2011 (Foto: www.letour.fr)

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