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Gilberts Erlösung in Barcelona - Rodriguez baut Vuelta-Führung weiter aus
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26.08.2012

Gilberts Erlösung in Barcelona - Rodriguez baut Vuelta-Führung weiter aus

Info: VUELTA A ESPAÑA 2012
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Barcelona, 26.08.2012 – In der Saison 2011 war Philippe Gilbert (BMC Racing Team) kaum aufzuhalten, avancierte mit 18 meist äußerst hochkarätigen Siegen zum erfolgreichsten Fahrer im Profi-Radsport. Das folgende, aktuelle Jahr war von Rückschlägen geprägt, doch auf der 9. Etappe der Vuelta a España gelang dem Belgier nun endlich der erste Sieg für seine neue Mannschaft BMC. Er war der einzige, der einem Angriff von Leader Joaquin Rodriguez (Katusha) am Alto de Montjuic folgen konnte, welcher seine Führung vor dem ersten Ruhetag weiter vergrößerte. Der Zweitplatzierte Chris Froome (Sky ProCycling) weist jetzt schon 53 Sekunden Rückstand auf.

Lange Etappe von Andorra nach Barcelona
Vor dem ersten Ruhetag stand für die noch 194 Fahrer – gestern war Yoann Bagot (Cofidis) mit gebrochenem Ellenbogen nicht angetreten und der jüngste Vuelta-Starter Tom Dumoulin (Argos-Shimano) mit einer Wunde am Bauch, die genäht werden musste, ausgeschieden – die bisher längste Etappe der Spanien-Rundfahrt auf dem Programm. Mit 196,3 Kilometern war das 9. Teilstück gar das zweitlängste insgesamt. Unmittelbar nach dem Start in Andorra bildete sich eine vierköpfige Gruppe, der das Feld keine Steine in den Weg legte. Zumindest nicht so lange, bis Javier Chacon (Andalucia), Mickaël Buffaz (Cofidis), Martijn Maaskant (Garmin-Sharp) und Bert-Jan Lindeman (Vacansoleil-DCM) fast fünf Minuten Vorsprung verbuchten. Mehrere Mannschaften teilten sich die Nachführarbeit und so gelang es Katusha, Argos-Shimano, Lotto Belisol und BMC Racing Team, schon 25 Kilometer vor dem Ziel für den Zusammenschluss zu sorgen. Die gescheiterte Flucht war für keinen der vier Ausreißer eine neue Erfahrung, keiner war bei dieser Vuelta zum ersten Mal in einer Gruppe. Buffaz gewann genau wie gestern beide Zwischensprints, Lindeman eine Bergwertung und Chacon zum zweiten Mal den Titel des kämpferischsten Fahrers. Direkt nachdem das Quartett eingeholt war, wollte sich Jesus Rosendo (Andalucia) davonmachen, konnte aber nur einen kurzen Augenblick an der Spitze bleiben. Katusha und Sky hielten das Tempo bei der Fahrt hinein nach Barcelona hoch, wo ein anspruchsvolles Etappenfinale wartete.


Weiterer Bericht: Gilbert gewinnt 9. Etappe bei der Vuelta

Rodriguez und Gilbert stürmen am Montjuic davon
4,5 Kilometer vor dem Ziel begann der 1100 Meter lange Anstieg zum Alto de Montjuic, den Alberto Contador (Saxo Bank-Tinkoff Bank) gar nicht abwarten wollte. Immer noch auf der Jagd nach dem ersten Sieg nach Ablauf seiner Sperre beschleunigte er bereits ein kleines Stück vor dem Berg, wurde aber vom Team Sky gekontert. In dem acht Prozent steilen Anstieg versuchte es dann Alessandro Ballan (BMC Racing Team), der sogleich von Joaquin Rodriguez (Katusha) überflügelt wurde. Der in Barcelona geborene Vuelta-Leader konnte sich schnell absetzen und eine Reaktion der anderen Topfahrer blieb aus. Nur Philippe Gilbert, BMCs zweites Ass im Ärmel für diese Art von Rennen, konnte aufschließen und kam mit dem Mann in Rot über die Bergwertung. Beide ließen sich daraufhin nicht mehr einholen, Gilbert feierte seinen ersten Saisonsieg und Rodriguez, der ihm keine große Gegenwehr lieferte, festigte seine Führung im Klassement. Diese beträgt nun 53 Sekunden gegenüber Chris Froome (Sky ProCycling). Nicolas Roche (Ag2r La Mondiale) war kurzzeitig Verfolger von Gilbert und Rodriguez, aber es war Paolo Tiralongo, der mit einem Angriff auf dem letzten Kilometer mit sieben Sekunden Rückstand Dritter wurde. Neun Sekunden verloren Valverde, Tomasz Marcznski (Vacansoleil-DCM) sowie die Sprinter Daniele Bennati (RadioShack-Nissan) und Nacer Bouhanni (FDJ-BigMat), das Feld folgte zwölf Sekunden angerechnet. John Degenkolb (Argos-Shimano) hatte nicht mithalten können und musste die Führung in der Punktewertung an Rodriguez abgeben. Das Grüne Trikot behält er trotzdem als Stellvertreter für den Ersten der Gesamtwertung.

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Morgen legt die Spanien-Rundfahrt einen Ruhetag ein, so dass es erst am Dienstag mit der 10. Etappe weitergeht, welche mit ihrem flachen Profil den Sprintern auf den Leib geschneidert ist.





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Foto: Sabine Jacob

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