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Valverde siegt in Andorra - Froome verliert Zeit im Vuelta-Vierkampf
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25.08.2012

Valverde siegt in Andorra - Froome verliert Zeit im Vuelta-Vierkampf

Info: VUELTA A ESPAÑA 2012
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Andorra, 25.08.2012 – Der Versuch, bei der Bergankunft in Andorra auf der 8. Etappe der Vuelta a España Zeit auf seine Konkurrenten zu gewinnen, endete für Chris Froome (Sky ProCycling mit dem genau umgekehrten Fall. Der Brite büßte 15 Sekunden auf seine drei spanischen Gegner ein, die zudem Zeitgutschriften bekamen. Alejandro Valverde (Movistar) holte seinen zweiten Tagessieg vor Joaquin Rodriguez (Katusha), nachdem die beiden kurz vor dem Ziel Alberto Contador (Saxo Bank-Tinkoff Bank) eingeholt hatten. In diesem Quartett, das sich vom Rest weiter deutlich absetzte, bleibt Froome dennoch der Zweitbeste, wenn er jetzt auch schon 33 Sekunden hinter Leader Rodriguez liegt.

Eineinhalb Stunden in höchstem Tempo, bis eine Gruppe geht
Die Spanien-Rundfahrt begab sich heute auf einen Auslandsaufenthalt, bewegte sich für die letzten 40 von 174,7 Kilometern durch den Zwergstaat Andorra. Da dieser in den Pyrenäen liegt, kam man natürlich um eine Bergankunft nicht herum, mit der Collada de la Gallina wurde ein gänzlich neuer Anstieg befahren. Ab dem Start in Lleida begann ein äußerst schnelles Rennen, das, begünstigt durch Rückenwind, in der ersten Rennstunde 52,6 Kilometer weit kam. Danach wurde eine nicht kategorisierte Steigung mit kaum geringerem Tempo bewältigt, bis nach 75 Kilometern endlich eine Gruppe entstand, die dann in kurzer Zeit einen Vorsprung von neuneinhalb Minuten herausfuhr. An der Flucht nahm neben Mickaël Buffaz (Cofidis), Amaël Moinard (BMC Racing Team), Javier Ramirez (Andalucia), Cameron Meyer (Orica-GreenEdge) und Martijn Keizer (Vacansoleil-DCM) auch Javier Aramendia (Caja Rural) teil, der erst gestern ausgerissen war und nun schon zum dritten Mal als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet wurde. Dabei konnte sich der Spanier eigentlich gar nicht besonders in Szene setzen. Beide Sprintwertungen gewann Buffaz und als 20 Kilometer vor dem Ziel der Alto de la Comella begann, waren Keizer und Aramendia im Nu distanziert. Ramirez gewann die Bergwertung der 2. Kategorie und das Feld folgte nur zweieinhalb Minuten später, nachdem das Team Sky die Verfolgungsarbeit in die Hand genommen hatte.

Vierkampf mit Rodriguez, Froome, Contador und Valverde setzt sich fort
Der Schlussanstieg der Etappe war der bisher schwerste der Vuelta, ein Kategorie-1-Berg mit acht Prozent durchschnittlicher Steigung auf gut sieben Kilometer, der mit immer wieder eingestreuten deutlich steileren Rampen sehr unrhythmisch zu fahren war. In der Abfahrt hatten die restlichen vier Ausreißer kaum Zeit verloren, doch nun schrumpfte der Vorsprung wieder schneller. Cameron Meyer entledigte sich der schwächeren Mitstreiter und kämpfte bald alleine gegen den Sky-Trupp, in dem Rigoberto Uran und Sergio Henao als letzte Helfer für Chris Froome übrigblieben. Einen Sieg, wie er seinem Teamkollegen Simon Clarke auf der 4. Etappe gelang, schaffte Meyer erwartungsgemäß nicht, er hielt sich aber wacker, wurde erst zwei Kilometer vor dem Ziel eingeholt und kam dort als Zwanzigster an. Mit einem Angriff von Alejandro Valverde (Movistar) hatte sich kurz zuvor die Schlagzahl bei den Favoriten erhöht. Froome konterte mit Alberto Contador (Saxo Bank-Tinkoff Bank) und Joaquin Rodriguez (Katusha) am Hinterrad, so dass die vier Fahrer, welche schon seit der 3. Etappe den stärksten Eindruck machten, wieder vereint waren. Igor Anton (Euskaltel) konnte zwar auch kurzzeitig Anschluss finden, den er aber bei der nächsten Tempoverschärfung gleich wieder verlor. Froome setzte sich mit Contador etwas ab, als sie Meyer einholten, bis Valverde und Rodriguez und mit Daniel Moreno ein Teamkollege des Gesamtführenden zurückkehrten.

Spanier hängen Froome ab – Valverde feiert zweiten Etappensieg
Moreno konnte Rodriguez keine Hilfe mehr leisten, stattdessen ergriff der Leader selbst die Initiative. Als er nicht wegkam, versuchte es Froome, dessen Antritt ebenso keine Wirkung zeigte. Nun schon auf dem letzten Kilometer fahrend, warf Alberto Contador, der bis dahin sämtliche Führungsarbeit abgelehnt hatte, seine Fähigkeiten in die Waagschale. Es fehlt ihm aber wohl noch ein wenig die nötige Rennhärte, um sein volles Angriffspotential entfesseln zu können. Das kleine Loch konnten Rodriguez und Valverde schließen und hatten im Sprint mehr Power. Wie in Eibar setzte sich Valverde gegen den Mann in Rot durch, Contador wurde Dritter. 15 Sekunden nach dem spanischen Trio folgte der geschlagene Brite: Froome konnte den Schaden wenigstens so weit begrenzen, dass er den zweiten Platz im Klassement behielt, liegt mit 33 Sekunden Rückstand nur knapp vor Contador (+0:40) und Valverde (+0:50). Der Rückstand des Fünften Robert Gesink (Rabobank) verdoppelte sich fast von 54 Sekunden auf 1:41 Minute. Für Valverde hatte der zweite Etappensieg den angenehmen Nebeneffekt, dass er Clarke von der Spitze der Bergwertung verdrängte und sich auch in der Punktewertung verbesserte. Dort kann John Degenkolb (Argos-Shimano) aber immer noch zehn Punkte Vorsprung aufweisen.

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Die morgige 9. Etappe führt in Rodriguez‘ Heimatstadt Barcelona, wo auf den letzten fünf Kilometern der Alto de Montjuic überquert wird, der für ein schwer vorhersagbares Finale sorgt. Kleine Abstände unter den Favoriten sind nicht auszuschließen.





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Foto: Sabine Jacob

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