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Valverde gewinnt erste Bergankunft der Vuelta - Froome und Contador im Sprint geschlagen
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28.08.2014

Valverde gewinnt erste Bergankunft der Vuelta - Froome und Contador im Sprint geschlagen

Info: VUELTA A ESPAÑA 2014
Autor: Felix Griep (Werfel)



La Zubia, 28.08.2014 – Erwartungsgemäß hat Michael Matthews (Orica-GreenEdge) auf der 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt nach drei Tagen das Rote Trikot abgeben müssen. Sein Nachfolger war auch sein Vorgänger, Alejandro Valverde (Movistar) kehrte zurück an die Spitze der Gesamtwertung. Er setzte sich bei der ersten Bergankunft der 69. Vuelta im Endspurt gegen die zeitgleichen Chris Froome (Sky) und Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) durch. Nur wenige Sekunden zurück folgten Joaquin Rodriguez (Katusha), der mit einem Angriff auf dem letzten Kilometer scheiterte, und Giro-Gewinner Nairo Quintana (Movistar), die dennoch zeigten, dass mit ihnen zu rechnen sein wird.


Vuelta a España 2015:
Salida findet in der südspanischen Provinz Málaga statt


Schon wieder Ligthart und Mas
Die Ausreißer auf der 6. Etappe der Vuelta a España waren zwei Fahrer, die jeweils schon einmal zum kämpferischsten Fahrer des Tages ernannt wurden: Pim Ligthart (Lotto Belisol), der sich diese Auszeichnung erst 24 Stunden zuvor verdient hatte und sie heute nochmals erhielt, und Luis Mas (Caja Rural-Seguros RGA), der immer noch das auf der 3. Etappe eroberte Bergtrikot trug, und seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte. An Bergwertungen der 3. und 2. Kategorie vergrößerte der 25-Jährige den Abstand zu Verfolger Jérôme Cousin (Europcar) auf acht Zähler. Das Ausreißer-Pärchen brachte es auf einen Vorsprung gegenüber dem Peloton von mehr als 14 Minuten, doch fand sich mit Garmin-Sharp rechtzeitig eine Mannschaft, welche die Verfolgung anleierte. Die viele Arbeit sollte sich jedoch nicht auszahlen, denn Daniel Martin schaffte es am Ende als Bester seines Teams lediglich auf den 18. Etappenplatz, verlor fast eine Minute auf die Besten. Movistar, später Katusha und auch Orica-GreenEdge trugen ebenfalls dazu bei, dass für Mas und Ligthart der Etappensieg ein unerfüllter Traum blieb. Zu Beginn des knapp fünf Kilometer langen Schlussanstieges wurden beide eingeholt.

Valverde in jedem Moment Herr der Lage
Der Alto Cumbres Verdes wartete mit einer mittleren Steigung von circa zehn Prozent auf und war damit die erste große Prüfung für die Kletterer bei dieser Spanien-Rundfahrt. Versuche von Christophe Le Mével (Cofidis) und George Bennett (Cannondale) sich davonzustehlen, bevor die Favoriten ernst machten, blieben ohne Erfolg. Nach der Hälfte der Steigung übernahm Movistar das Kommando, Alejandro Valverde führte vor seinem Teamkollegen Nairo Quintana die Hauptgruppe an, die nach und nach kleiner wurde und an der Flamme Rouge noch etwa zehn Fahrer zählte. Chris Froome (Sky) begann nun, sich nach vorne zu schieben und fuhr auf gleiche Höhe mit Valverde – aber der erste Angriff kam von Joaquin Rodriguez (Katusha). Valverde biss sich am Hinterrad seines spanischen Landsmannes fest, als dieser 700 Meter vor dem Ziel antrat. Nach kurzer Zeit kam Froome wieder an die beiden heran, hatte Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) und Quintana mit sich gebracht. Nun kam es darauf an, wer im bis zum letzten Meter steilen Anstieg die größte Sprintgeschwindigkeit entwickeln konnte – und das war Valverde. Froome und Contador blieben zeitgleich mit dem Sieger, während Rodriguez und Quintana mit acht bzw. zwölf Sekunden kleinere Verluste verzeichneten.

Doppelführung für Movistar in der Gesamtwertung
Hinter dem Quintett der Topfahrer war Giro-Senkrechtstarter Fabio Aru (Astana) der nächstbeste Fahrer, erreichte das Ziel 18 Sekunden nach Valverde. Noch ein Dutzend Fahrer folgte, ehe die Abstandsmessung eine Minute erreichte. Über diese Marke kamen unter anderem Rigoberto Uran (Omega Pharma-Quick Step/+1:04), Haimar Zubeldia (Trek Factory Racing/+2:16) und Cadel Evans (BMC Racing/+2:16). In der Gesamtwertung hat sich nun wieder eine Doppelführung von Movistar ergeben, 15 Sekunden trennen Leader Valverde und Quintana. Contador und Froome liegen mit 18 und 22 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz, Rodriguez mit 45 Sekunden schon ein bisschen weiter zurück. Vor ihm befindet sich noch an fünfter Position Johan Chaves (Orica-GreenEdge). Belkins bester Fahrer ist Robert Gesink als Gesamtsiebter und Etappenzehnter. Aber auch Laurens ten Dam und Wilco Kelderman schnitten ordentlich ab, so dass sich die Niederländer in der Mannschaftswertung vor Movistar auf dem ersten Platz halten konnten. Im Punkteklassement bleibt John Degenkolb unangefochten Spitzenreiter, schnappte sich an beiden Zwischensprints noch je ein Pünktchen. Einen Führungswechsel gab es einzig in der Kombinationswertung: Das Weiße Trikot trägt morgen Froome, allerdings nur als Stellvertreter für Valverde, für den das Rote selbstverständlich einen ungleich höheren Wert hat.

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Auch die 7. Etappe endet mit einer Steigung, welche aber bei Weitem nicht so steil ist und daher keine Bergwertung trägt. Bergfeste Sprinter können sich sogar Chancen auf den Sieg ausrechnen.





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Foto: Sabine Jacob

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