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Energischer Bouhanni holt sich 2. Vuelta-Etappensieg - Windkante wird Quintana fast zum Verhängnis
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30.08.2014

Energischer Bouhanni holt sich 2. Vuelta-Etappensieg - Windkante wird Quintana fast zum Verhängnis

Info: VUELTA A ESPAÑA 2014
Autor: Felix Griep (Werfel)



Albacete, 30.08.2014 – Drei Tage nachdem sich Nacer Bouhanni (FDJ.fr) in Ronda über den Sprintstil von John Degenkolb (Giant-Shimano) beschwert hatte, lieferte der Franzose auf der 8. Etappe der Vuelta a España selbst einen Sprint ab, der mehr Angriffsfläche für Kritik bot als der seines deutschen Kollegen. Direkt vor der Ziellinie wehrte er mit einem grenzwertigen Manöver den stark aufkommenden Michael Matthews (Orica-GreenEdge) ab, dessen Mannschaft aber keinen Protest einlegte. Nairo Quintana (Movistar) hätte bei einem heißen Ritt auf der Windkante beinahe Zeit eingebüßt.

Feld reißt im wilden Finale auseinander
207 Kilometer sind im Radsport normalerweise keine nennenswerte Distanz. Bei der 69. Spanien-Rundfahrt bedeutete diese Strecke zwischen Baeza und Albacete aber das längste der 21 Teilstücke. Ohne auch nur eine einzige Bergwertung war es ganz klar ein Tag für die Sprinter, weshalb Giant-Shimano und FDJ.fr dafür sorgten, dass es nicht ein zweites Mal in Folge zu einer Überraschung durch Ausreißer kam. Maximal sieben Minuten Vorsprung nützten Elia Favilli (Lampre-Merida) und Francisco Aramendia (Caja Rural) nichts, ihre Flucht fand schon 41 Kilometer vor dem Ziel ihr Ende. Das Feld blieb danach für kurze Zeit geschlossen, ehe es sich erstmals teilte. Sky, Tinkoff-Saxo und nach einer Weile auch BMC Racing legten ein ungeheures Tempo vor, was das Peloton auf 50 Fahrer schrumpfen und zehn Kilometer vor Schluss nochmals explodieren ließ. Der zweifache Etappensieger John Degenkolb (Giant-Shimano) befand sich auf einen Schlag nur noch in der dritten Gruppe, hatte aber rasch zur zweiten aufgeschlossen. Diese konnte durch großen Einsatz einiger seiner Teamkollegen bis zur Fünf-Kilometer-Marke wieder Anschluss an die Spitze finden. Erleichterung nicht nur bei dem Deutschen, sondern auch bei Nairo Quintana (Movistar), der bei dieser vorübergehenden Teilung ebenfalls zurückgefallen war.

Bouhanni sprintet am Rande der Legalität
Am Ende kamen 54 Fahrer zeitgleich im Ziel an, darunter die Top14 der Gesamtwertung, weshalb Alejandro Valverde (Movistar) das Rote Trikot und Quintana seinen zweiten Rang behält. Sergio Pardilla (MTN-Qhubeka) und Daniel Navarro (Movistar), vorher auf den Plätzen 15 und 16, verloren mit einer großen zweiten Gruppe 53 Sekunden und rutschten jeweils um eine Position ab. Im Sprint triumphierte Nacer Bouhanni (FDj.fr) mit einer 250 Meter langen Energieleistung. Er kam aus dem Windschatten Degenkolbs, zog vorbei am Mann in Grün und scherte direkt vor ihm ein, um einen Konterangriff zu unterbinden. Dem Speed des Franzosen konnte aber ohnehin nur Michael Matthews (Orica-GreenEdge) folgen. Fast hätte der Australier dieses Duell noch für sich entschieden, musste sich nur knapp geschlagen geben. Erwähnenswert, dass Matthews und sein Team auf Protest verzichteten, obwohl ihm Bouhanni unmittelbar vor der Ziellinie mit einem Schlenker ziemlich offensichtlich in die Linie gefahren war und so möglicherweise ein Fotofinish verhinderte. Peter Sagan (Cannondale) erzielte als Dritter sein erstes gutes Resultat bei dieser Vuelta und Degenkolb wurde Vierter. Mit 87 Punkten führt er weiterhin die Punktewertung an, auch wenn Bouhanni (74) und Matthews (71) näher an ihn heranrückten.

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Auf der 9. Etappe sind wieder die Favoriten auf den Gesamtsieg am Drücker, wenn es in Aramón Valdelinares (8,0 km à 6,6%, max. 8,5%) zur nächsten Bergankunft kommt.





Bouhanni gewinnt nach Windkanten-Spannung 8. Etappe im Sprint vor Matthews
Bouhanni gewinnt nach Windkanten-Spannung 8. Etappe im Sprint vor Matthews
Foto: Sabine Jacob

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