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Kopenhagener Handicap-Jagd endet mit Sieg von Folsach/Madsen und lässt weiter 3 Teams in Nullrunde
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31.01.2017

Kopenhagener Handicap-Jagd endet mit Sieg von Folsach/Madsen und lässt weiter 3 Teams in Nullrunde

Info: Sixdays: Københavnske 6-dagesløb 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Kopenhagen, 30.01.2017 – Am Montagabend fand in Kopenhagen das längste Rennen der Sixdays-Saison statt: nach 1 Stunde, 22 Minuten und 37 Sekunden standen Casper Folsach/Frederik Madsen als Sieger der Handicap-Jagd fest. In der Gesamtwertung blieben die Top3 weiterhin rundengleich, so dass die Entscheidung zwischen Lasse Norman Hansen/Michael Mørkøv, Kenny De Ketele/Moreno De Pauw und Yoeri Havik/Wim Stroetinga weiterhin völlig offen ist. Das sieht bei den U23-Fahrern ganz anders aus: Kristian Kaimer Eriksen/Julius Johansen sind längst uneinholbar und auch Platz zwei scheint nun an Mathias Erik Larsen/Matias Malmberg fest vergeben zu sein.


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Handicap-Jagd in Rekord-Geschwindigkeit
Selten prägt eine Mannschaft, die keinerlei Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung hat, ein Sechstagerennen so stark wie Casper Folsach/Frederik Madsen. Nach dem Rekord über 500 Meter am Freitag und dem zweimaligen Verbessern der Bestmarke über die 250-Meter-Bahnrunde am Wochenende gelangen den Dänen am Montag in der 5. Nacht der Sixdays Kopenhagen die nächsten großen Coups. Zunächst gewannen sie das Derny-Finale vor Lasse Norman Hansen/Michael Mørkøv, Kenny De Ketele/Moreno De Pauw, Yoeri Havik/Wim Stroetinga und Marc Hester/Jesper Mørkøv – den vier besten Teams des Gesamtklassements. Noch viel prestigeträchtiger war aber ihr Erfolg in der Handicap-Jagd, die sie nach 300 Runden, also 75 Kilometern, mit einem in der Geschichte dieses Rennens noch nie erreichten Schnitt von 54,468 km/h gewannen. Folsach/Madsen, die mit vier Handicap-Runden gestartet waren, nahmen den als Führenden ins Rennen gegangenen Polen Wojciech Pszcolarski/Adrian Teklinski und Tschechen Denis Rugovac/Jan Kraus jeweils fünf Runden ab und standen am Ende der Jagd alleine in der Nullrunde. Die mit einem Handicap von sieben Runden gestarteten Topteams schafften nur sechs Rundengewinne, lagen somit am Ende noch zwei Runden hinter Folsach/Madsen.

Hester/Mørkøv verlieren ihre Podiums-Chancen
Zwischen Hansen/Mørkøv, De Ketele/De Pauw und Havik/Stroetinga ging es in der Handicap-Jagd gar nicht einmal in erster Linie um den „Etappensieg“ – sie kämpften vielmehr gegeneinander um ihre Positionen in der Gesamtwertung. Der Schlagabtausch endete einmal in einer Pattsituation, Rundengewinne konnten stets nur gemeinsam herausgefahren werden. Somit bleiben diese drei Teams weiterhin rundengleich. Für jedes Team ist in der Final-Nacht noch eine Bonusrunde möglich, wobei der Weg dahin für die Zweitplatzierten De Ketele/De Pauw (169 Punkte) am kürzesten ist. Die Spitzenreiter Hansen/Mørkøv (248) und die Dritten Havik/Stroetinga (143) müssen sich schon etwas weiter strecken. Es gibt aber zu Beginn der letzten Nacht auch noch eine halbstündige Jagd, in der man seine Ausgangssituation für die Final-Jagd verbessern könnte. Einen Podiumsplatz sollten die Top3 jedenfalls alle bereits mindestens sicher haben, denn die bisherigen Viertplatzierten Hester/Mørkøv waren in der Handicap-Jagd die großen Verlierer – ihr Rückstand zu den führenden Teams vergrößerte sich von einer auf vier Runden! Die Dänen wurden sogar von den Österreichern Andreas Müller/Andreas Graf, die eine Runde besser dastehen, auf Rang fünf verdrängt.

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U23: Larsen/Malmberg erobern Platz zwei – mit zwei Runden Vorsprung
Der Nachwuchs fuhr am Montagabend, wie zuvor schon einmal am Samstag, eine Jagd über eine volle Stunde, was sogar 10 Minuten mehr sind als die vorgesehen Fahrzeit für die Final-Jagd am Dienstag. Es war die bisher ereignisreichste U23-Jagd in Kopenhagen, die von den Gesamtführenden Kristian Kaimer Eriksen/Julius Johansen und den vorherigen Drittplatzierten Mathias Erik Larsen/Matias Malmberg dominiert wurde. Beide Teams holten nicht nur eine, sondern sogar zwei Rundengewinne mehr als die nächstbesten Mannschaften. Für Sander Andersen/Jeppe Hanssing blieb es nicht einmal bei zwei, sie verzeichneten drei Rundenverluste und stürzten von Rang zwei der Gesamtwertung auf Position 7 ab. Larsen/Malmberg sind nun neue Zweite – vier Runden hinter Eriksen/Johansen, die dank deutlich mehr Sprintpunkten wie gewohnt den Tagessieg verbuchten, und zwei Runden vor den Mannschaften auf den Plätzen drei bis sieben.

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