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Haga 4 Sekunden vor Campenaerts und Roglic 8 Sekunden vor Landa am letzten Tag des Giro d’Italia
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02.06.2019

Haga 4 Sekunden vor Campenaerts und Roglic 8 Sekunden vor Landa am letzten Tag des Giro d’Italia

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Verona, 02.06.2019 – Der erste Gesamtsieg eines Ecuadorianers bei einer Grand Tour ist perfekt, Richard Carapaz ließ sich am letzten Tag des 102. Giro d’Italia das Rosa Trikot nicht mehr nehmen und gewinnt die Rundfahrt mit gut einer Minute Vorsprung auf Vincenzo Nibali. Als dritter Fahrer schaffte es Primoz Roglic auf das Podium, der Carapaz‘ Teamkollegen Mikel Landa im finalen Zeitfahren noch knapp verdrängen konnte. Zu einem dritten Sieg im Kampf gegen die Uhr reichte es für Roglic aber nicht, stattdessen gab es eine unerwarteten Etappensieger.


Das Profil der 21. Etappe des Giro d‘Italia

Campenaerts führt nur an der Zwischenzeit
Zu Beginn und Ende flach und dazwischen ein 4,5 Kilometer langer, 4,6% steiler Anstieg sowie eine Abfahrt mit ähnlichen Werten – das war die Strecke des Zeitfahrens durch Verona auf der 21. Etappe Etappe des Giro d’Italia 2019, die praktisch identisch war mit jener des Abschlusszeitfahrens von 2010 als Gustav Erik Larsson den Etappensieg davongetragen und Ivan Basso seinen Gesamtsieg besiegelt hatte. Als Topfavorit auf den Tageserfolg galt diesmal Victor Campenaerts (Lotto Soudal), der als 31. Starter der noch 142 im Rennen verbliebenen Fahrer auch die zwischenzeitliche Bestzeit ablieferte, sieben Sekunden schneller war als Josef Cerny (CCC), der vor ihm geführt hatte. Als Campenaerts das Ziel an der Arena di Verona, einem römischen Amphitheater, erreichte, hatte Chad Haga (Sunweb) gerade die Bergwertung in Torricelle bei Kilometer 9,5 von 17 passiert. Sechs Sekunden lag der US-Amerikaner dort hinter dem Europameister – doch im zweiten Streckenteil wendete sich das Blatt und Haga unterbot Campenaerts‘ Zeit um vier Sekunden.

Haga siegt knapp vor einem Lotto-Soudal-Duo
Und die 22:07 Minuten des 30-Jährigen blieben tatsächlich bis zum Ende die Bestzeit. Es war keine absolute Sensation, immerhin hatte Haga beim Zeitfahren nach San Marino schon einen starken sechsten Platz erreicht, aber doch ein unerwarteter Ausgang dieser letzten Etappe, lag Hagas letzter Sieg doch sechs Jahre zurück. 2013, im Jahr bevor er zu seinem heutigen WorldTour-Rennstall wechselte, hatte Haga für Optum-Kelly Benefit Strategies in den USA den Prolog der Tour of Elk Grove gewonnen. Für Lotto Soudal wurde das Ergebnis noch schmerzlicher, weil nicht nur Campenaerts um vier Sekunden knapp geschlagen wurde, sondern seinem Teamkollegen Thomas De Gendt als Drittplatziertem auch nur sechs Sekunden zum Sieg fehlten. Die nächsten Plätze belegten mit neun Sekunden Rückstand Damiano Caruso (Bahrain Merida) und mit jeweils elf Sekunden Tobias Ludvigsson (Groupama-FDJ) sowie Cerny. Siebter und Achter wurden Pello Bilbao (Astana) und Mattia Cattaneo (Androni Giocattoli Sidermec) – erst danach kamen die ersten Fahrer, die um die vorderen Plätze in der Gesamtwertung kämpften.

Carapaz verteidigt Rang 1, Landa verliert Rang 3
Platz neun mit 23 Sekunden Rückstand auf Haga ging an Vincenzo Nibali (Bahrain Merida), der damit immerhin 49 Sekunden schneller war als Richard Carapaz (Movistar). Aber das reichte nicht für einen dritten Giro-Gesamtsieg des Italieners, denn dem Ecuadorianer blieben trotzdem noch 65 Sekunden Vorsprung. Primoz Roglic (Jumbo-Visma) fehlten nach zwei Zeitfahrsiegen in der ersten Giro-Hälfte zwar 26 Sekunden zum Hattrick, als Etappenzehnter nahm er aber Mikel Landa (Movistar) 31 Sekunden ab und verdrängte den Carapaz-Teamkollegen wieder von Rang drei. Am Ende entschieden gerade einmal acht Sekunden Unterschied über die Besetzung des letzten Podiumsplatzes. Dies war eine von nur zwei Veränderungen, die sich in den Top20 der Gesamtwertung noch ergab. Miguel Angel Lopez (Astana) verlor seinen siebten Platz an Rafal Majka (Bora-Hansgrohe), gewinnt aber trotzdem das Nachwuchstrikot mit einem sicheren Vorsprung von eineinhalb Minuten auf Pavel Sivakov (Ineos). Ebenfalls nicht mehr zu rütteln war an Movistars Sieg in der Mannschaftswertung und auch in allen anderen Klassementen gab es keine Überraschungen mehr.

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