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Hester/Wulff und Graf/Müller holen kurz vor dem Ende der 5. Nacht der Berliner Sixdays einen Rundengewinn
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27.01.2020

Hester/Wulff und Graf/Müller holen kurz vor dem Ende der 5. Nacht der Berliner Sixdays einen Rundengewinn

Info: Sixdays: Six Day Berlin 2020
Autor: Felix Griep (Werfel)



Berlin, 27.01.2020 – Fast wäre es auch nach der 5. Nacht des Berliner Sechstagerennens bei einem Nullrunden-Quartett geblieben, doch in den letzten Minuten des Montagabends gelang Marc Hester/Oliver Wulff und Andreas Graf/Andreas Müller noch ein Rundengewinn, mit dem sie sich einen kleinen Vorteil für die Final-Nacht verschafften. Im Sprint sind und bleiben Maximilian Levy und Emma Hinze das Nonplusultra, aber Esow Alben und Miriam Welte konnten für das größte Aufsehen sorgen. Bei den Stehern herrscht im Endklassement Punktgleichheit zwischen Reinier Honig und Daniel Harnisch.


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Hester/Wulff winken im Zeitfahren viele Punkte
Die vorletzte Nacht der Sixdays Berlin begann auf ungewöhnliche Art und Weise: mit einer 30-minütigen Jagd, in der nur ein Rundengewinn verzeichnet wurde. Dieser ging auf das Konto der Australier Stephen Hall/Joshua Harrison, die sich mit ihrem Coup in der Schlussphase des Rennens logischerweise auch den Sieg sicherten. Marc Hester/Oliver Wulff gewannen die Sprintwertung im Ziel und beendeten die Jagd damit als bestes der Topteams auf dem zweiten Platz. In der Mannschaftsausscheidung verbuchten sie dann allerdings mit Platz fünf das schlechteste Ergebnis; Wim Stroetinga/Moreno De Pauw gewannen vor Morgan Kneisky/Theo Reinhardt und Andreas Graf/Andreas Müller. Anschließend wurde das Feld geteilt: Eine Hälfte bestritt das Derny-B-Finale, welches die Briten Matt Bostock/Andrew Tennant für sich entschieden, die andere musste sich im Rundenzeitfahren versuchen, wo Hester/Wulff wieder die Besten waren. Unter den bislang sieben gewerteten Teams stehen Stroetinga/De Pauw auf Platz zwei, Kneisky/Reinhardt und Graf/Müller aber nur auf fünf und sieben. Die Zeitfahr-Punkte werden erst am Dienstagabend verteilt, wenn auch die andere Hälfte der Mannschaften gefahren ist.

Späte Trennung der Topteams in der zweiten Jagd
Danach blieb nur noch die zweite, ebenfalls 30 Minuten lange zweite Jagd, in der deutlich mehr Rundengewinne erzielt wurden als in der ersten – im ersten und zweiten Drittel des Rennens gab es für jedes Team genau einen. Acht Minuten vor Schluss, als noch 30 Runden zu fahren waren, gewannen Stroetinga/De Pauw vor Kneisky/Reinhardt die erste Sprintwertung. Als daraufhin jedoch Hester/Wulff und Graf/Müller attackierten, konnten sie nicht folgen. Die Dänen und die Österreicher kamen 16 Runden vor Schluss an das Ende des Feldes heran und hatten damit ihren dritten Rundengewinn perfekt gemacht. Hester/Wulff gewannen dann den Zielsprint vor Graf/Müller und damit gleich die ganze Jagd. Außerdem sind Hester/Wulff mit 380 Punkten und 48 Punkten Vorsprung auf Graf/Müller auch neue Führende der Gesamtwertung. Kneisky/Reinhardt, die einen Punkt mehr haben als die neuen Leader, und Stroetinga/De Pauw, die nur sechs Punkte weniger aufweisen als die Spitzenreiter, gehen also mit jeweils einer Runde Rückstand in die letzte Nacht.

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Dörnbach siegt im Sprint, Alben im Keirin
Seinen kleinen Ausrutscher vom Sonntag, als er im Zeitfahren von Anton Höhne geschlagen worden war, machte Maximilian Levy am Montagabend sofort wieder vergessen und fuhr überlegen die Bestzeit vor Tomas Babek und Maximilian Dörnbach, mit denen er sich anschließend im Sprint-Finale messen musste. Dieses konnte dann aber, wie schon einmal in der 2. Nacht, Dörnbach vor Levy für sich entscheiden. Die größte und am meisten bejubelte Überraschung gab es allerdings im Keirin: Der 18-jährige Esow Alben, der erste Inder bei einem Sechstagerennen, feierte seinen ersten Sieg. Der einzige der sieben Sprint-Teilnehmer, der in Berlin noch kein Rennen gewinnen konnte, ist damit der Ire Eoin Mullen. In der Gesamtwertung hat Babek seinen zweiten Platz festigen können und Dörnbach Höhne von Rang drei verdrängt; Levy bleibt unangefochtener Erster.

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Grabosch und Welte können Siege feiern
Nachdem ihre ersten drei Wettkämpfe am Sonntag alle mit dem gleichen Ergebnis geendet hatten, gab es bei den Sprinterinnen in der 5. Nacht mal etwas Abwechslung. Emma Hinze gewann zwar erneut das Rundenzeitfahren, doch im Sprint-Finale gab es erstmals eine andere Siegerin, denn sie musste sich Pauline Grabosch geschlagen geben. Die größte und schönste Überraschung des Montags gab es dann aber im Keirin: Miriam Welte, die sich quasi aus dem Ruhestand noch einmal für eine Abschiedsvorstellung in Berlin entschieden hatte, und anfangs kaum konkurrenzfähig mit ihren jungen deutschen Kolleginnen schien, schnappte sich den Sieg und genoss den Applaus im Velodrom in vollen Zügen. In der Gesamtwertung ist es zwischen Lea Friedrich und Grabosch am spannendsten, sie belegen punktgleich die Plätze zwei und drei. Emma Hinze ist mit 38 Punkten Vorsprung praktisch uneinholbar.

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ZWeite Runde im Duell Honig vs. Harnisch
Das zweite und letzte Rennen der Steher endete fast exakt genau so wie das erste vom Samstag: Emilien Clère, Franz Schiewer, Stefan Lange, Jakub Filip und Matt Gittings überquerten nach 80 Runden erneut als Dritter, Vierter, Fünfter, Sechster und Siebter die Ziellinie und belegen diese Plätze folglich auch in der Gesamtwertung. Aber Platz eins und zwei waren vertauscht! Diesmal hatte Der Niederländer Reinier Honig die Nase vorn und der deutsche Auftaktsieger Daniel Harnisch das Nachsehen. Beide haben in der Summe die gleiche Anzahl Punkte und die gleiche Anzahl Siege – und in dem Fall wird das aktuellste Ergebnis als finales Entscheidungskriterium herangezogen. So durfte Honig neben dem Tages- also auch den Gesamtsieg feiern und ist der erste ausländische Steher-Champion in Berlin seit dem 2014 und 2015 erfolgreichen Schweizer Mario Birrer.

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