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Radcross am Wochenende: Doppelsiege nicht nur in Belgien
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23.11.2009

Radcross am Wochenende: Doppelsiege nicht nur in Belgien

Info: Rennkalender Radcross-Saison 2009/10
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Es war das Wochenende der Doppelsiege im Bereich Radcross. Denn was Zdenek Stybar in Belgien gelang, der erste Platz in zwei aufeinanderfolgenden Rennen, das realisierten andernorts Johannes Sickmüller, Amy Dombroski und Timothy Johnson ganz genauso. Andere Fahrer und Fahrerinnen verpassten einen Doppelschlag nur knapp.


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Zwei Rennen in Franken, zwei Siege für Sickmüller
Mit Sicherheit waren die GvA-Trofee in Hasselt und vor allem der Superprestige in Hamme-Zogge die großen Highlights des Wochenendes. Dort gelang dem Tschechen Zdenek Stybar, der so oft schon gegen Niels Albert und/oder Sven Nys den Kürzeren gezogen hatte, ein doppelter Befreiungsschlag. Aber an vielen anderen Orten in der Welt wurden spannende Querfeldein-Wettbewerbe ausgetragen, in Deutschland etwa gleich zwei weitere Runden des SKS-Cups. Sowohl am Samstag in Döhlau als auch am Sonntag in Strullendorf, holte sich der 27-jährige Johannes Sickmüller, der in dieser Saison schon einige Siege feiern konnte und u.a. auch vor einer Woche in Kleinmachnow erfolgreich war, die Spitzenposition. Beide Male schlug er dabei – ebenso wie letzte Woche – den zwanzigjährigen Ole Quast, am ersten Tag um acht Sekunden, am zweiten um die Winzigkeit von lediglich 4 Zehntelsekunden. Der U23-Vizeweltmeister Christoph Pfingsten wurde am Samstag, Finn Heitmann am Sonntag Dritter. Bei den Damen mischten sich diesmal illustre Gastfahrerinnen ein: So die Britin Helen Wyman, die prompt in Döhlau den Sieg kassierte mit über einer Minute Vorsprung vor Birgit Hollmann, und die Tschechin Pavla Havlikova, die in Strullendorf aber nur Dritte wurde deutlich hinter der Siegerin Hanka Kupfernagel, die somit auf heimischem Boden ihr Revier gegen die diesmal Zweitplatzierte Wyman verteidigte.

Uster: Heule knapp vor Flückiger. Ausbuher dort und zu Hause auf dem Podest
Auch in der Schweiz kam es zum Favoritensieg eines Lokalmatadoren: Der Landesmeister Christian Heule setzte sich beim Internationalen Radquerfeldein in Uster (Kanton Zürich) allerdings nur ganz knapp im Sprint durch gegen seinen 25-jährigen Landsmann Lukas Flückiger. Ein rein schweizerisches Podium verpassten die Gastgeber allerdings, da Marcel Wildhaber, Sieger in Aigle, sich dem Tschechen Kamil Ausbuher geschlagen geben musste.
Eben dieser war tags zuvor in seiner Heimat ebenfalls Dritter geworden, und zwar in Louny bei der vorletzten Station des Toi Toi Cups, den im Zielsprint Jaroslav Kulhavý vor Ondrej Bambula gewann. Der 24-jährige Kulhavý ist auch schon als erfolgreicher Mountainbiker in Erscheinung getreten.


Weitere Berichte: Stybar und Pauwels vor Albert | Stybar mit Doppelschlag

Cyclocross auf japanisch
Die Rubrik „Rennen in Übersee“ umfasst heute nicht nur wie üblich Nordamerika, sondern ebenso Japan. Tatsächlich findet man auch dort Gefallen am Radsport abseits von Straße und Bahn. Das Kansai Cyclocross in Yasu auf der größten japanischen Insel Honshu gewann der 29-jährige mehrfache und amtierende Landesmeister Keiichi Tsujiura mit über anderthalbminütigem Vorsprung. Bei den Frauen siegte die 33-jährige Masami Mashimo, ehemalige Cross-Meisterin und Dritte bei der letzten Straßenmeisterschaft, und schlug dabei Ayako Toyooka, die amtierende Doppelmeisterin im Cyclocross und auf der Straße. Japanische Radfahrsportlerinnen scheinen vielfältig begabt.

Super Cup: Cannondale mit Doppel-Sweep. Johnson mit Doppel-Sieg, ebenso Dombroski
Beim zweitägigen Super Cross Cup in Southampton im Bundesstaat New York war diesmal kein Kraut gewachsen gegen das erfolgreichste Team der Saison, Cannondale-Cyclocrossworld.com. Die Jungs in den grünen Trikots reklamierten am Samstag wie am Sonntag das gesamte Podium für sich, und dann noch auch in gleicher Besetzung: Tim Johnson zog mit einem Doppelsieg gleich mit dem Belgier Niels Albert – beide waren in dieser Saison bislang 10 Mal erfolgreich -, und überließ den Kollegen Jeremy Powers und Jamie Driscoll jeweils die Plätze zwei und drei. Der amerikanische Meister Ryan Trebon, der sich u.a. letzte Woche, schon erfolgreich gegen diese Übermacht gestemmt hatte, hatte am Samstag in der letzten Runde einen Defekt zu beklagen; am Sonntag rieb er sich in der Verfolgung des Solisten Johnson auf, bei der ihn dessen Teamkollegen natürlich nicht unterstützten. Der junge Schweizer Valentin Scherz wurde an Tag 1 Zehnter, am Tag 2 sehr guter Fünfter.
Auch die Siegerin bei den Damen konnte sich über einen doppelten Erfolg freuen. Die U23-Crossmeisterin Amy Dombroski zeigte am Samstag allen älteren Kolleginnen die Grenzen auf, als sie sich früh mit der späteren Zweitplatzierten Kelli Emmett absetzte und diese rechtzeitig vor dem Ziel stehen ließ. Georgia Gould wurde mit großem Rückstand Dritte, machte allerdings am Sonntag Dombroski das Leben schwer, als sie sich nur um acht Sekunden geschlagen geben musste und die Podiumsposition mit der diesmal drittplatzierten Emmett tauschte.

NCGP: Je ein erster und ein zweiter Platz für Frattini und Winfield
Der North Carolina Grand Prix in Hendersonville war deutlich schwächer besetzt als das Super Cross. Am Samstag siegte der 29-jährige Matt Shriver, sonst hauptsächlich auf der Straße aktiv, indem er sich aus einer einst vierköpfigen Spitzengruppe absetzte und fast eine halbe Minute vor seinem ehemaligen Begleiter Davide Frattini ins Ziel brachte. Dieser, ein 31-jähriger Italiener, der vor einiger Zeit von der Straße zum Cyclocross wechselte, hielt sich dafür am Sonntag schadlos, als er sich als Solist auf matschigem Untergrund aller seiner Verfolger erwehrte. Zweiter wurde der Drittplatzierte des Vortags, Brian Matter. Bei den Damen war es die 33-jährige Deidre Winfield, die einen Doppelsieg hätte erzielen können, wenn sie sich nicht am Samstag von Kristin Wentworth nach längerer gemeinsamer Fahrt wenige Meter vor dem Ziel hätte abhängen lassen. Am Sonntag aber schlug sie zurück mit einem Start-Ziel-Sieg, dem Kaitlin Antonneau und die diesmal drittplatzierte Wentworth bei denkbar unwirtlichen Bedingungen nichts entgegenzusetzen hatten.

Das nächste Cyclocross-Wochenende beginnt schon am Freitag in den USA mit dem insgesamt dreitägigen Jingle Cross Rock. Mit dem Baystate Cyclocross haben die Amerikaner außerdem noch einen zweiten Wettbewerb anzubieten. In Europa wird das Augenmerk selbstverständlich auf dem vierten Weltcup-Lauf im belgischen Koksijde liegen sowie auf dem fünften Durchgang des Superprestige in Gieten.





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