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1 Runde und 69 Punkte trennen De Ketele/De Pauw und Scotson/Meyer nach der 1. Nacht der Sixdays Gent
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15.11.2017

1 Runde und 69 Punkte trennen De Ketele/De Pauw und Scotson/Meyer nach der 1. Nacht der Sixdays Gent

Info: Sixdays: Zesdaagse Vlaanderen-Gent 2017
Autor: Felix Griep (Werfel)



Gent, 15.11.2017 – 77 Punkte sammelten Kenny De Ketele und Moreno De Pauw in der 1. Nacht der 77. Zesdaagse Vlaanderen-Gent und sind damit wie schon im Vorjahr die ersten Führenden des einzigen Sechstagerennnens in ihrer Heimat. Drei Teams sind nach den ersten beiden Jagden gemeinsam mit den Belgiern noch in der Nullrunde, allerdings gehören ausgerechnet die Australier Callum Scotson/Cameron Meyer nicht dazu. Die Champions von London holten zum Auftakt gerade einmal mickrige acht Pünktchen und werden im Kampf um den Gesamtsieg voraussichtlich keine Rolle mehr spielen. Belgische Führende gibt es auch beim Nachwuchs, denn Arne De Groote/Matthias Van Beethoven waren am Dienstag die besten Punktesammler in den U23-Rennen.


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Fulminanter Start von De Ketele/De Pauw
Genau wie im vorigen Jahr gingen die Belgier Kenny De Ketele/Moreno De Pauw das Projekt Heimsieg bei den Sixdays in Gent mit ungeheurem Elan an und warfen schon in den ersten Wettbewerben alles in die Waagschale. Nachdem sie eines von zwei Punkterennen sowie die Mannschaftsausscheidung und das Zeitfahren über die Bahnrunde gewonnen hatten, befanden sich nach gerade einmal vier von elf Rennen der 1. Nacht bereits 40 Punkte auf ihrem Konto – einer mehr, als die Zweit- und Drittplatzierten Benjamin Thomas/Morgan Kneisky (24) und Wim Stroetinga/Yoeri Havik (15) vorzuweisen hatten. Den Schwung nahmen De Ketele/De Pauw anschließen mit in die 45 Minuten lange erste Jagd, welche sie zwar nicht gewinnen konnten, an deren Ende sie aber zu drei Teams gehörten, die einen Rundengewinn auf die Konkurrenz herausgefahren hatten. Die anderen beiden waren Stroetinga/Havik, die sich im Endspurt den Jagd-Sieg sicherten, und als Überraschung des Abends ein anderes belgisches Paar: Lindsay De Vylder/Robbe Ghys.

Zeitfahr-Stärke ist in Gent ein wichtiger Faktor
Von den folgenden Disziplinen konnten De Ketele/De Pauw auch noch einen Derny-Lauf und das 500-Meter-Zeitfahren für sich entscheiden und somit die Punktehoheit und die Führung verteidigen. Die beiden Zeitfahren, in denen es pro Nacht 30 Punkte zu holen gibt (10 für die 166 Meter, 20 für die 500 Meter), waren schon im Jahr 2016 ein großer Trumpf für dieses Gespann. Damals holten sie im Verlauf von sechs Nächten 176 der maximal möglichen 180 Punkte und damit 97 mehr als Bradley Wiggins/Mark Cavendish, die ihnen letztlich mit einem Defizit von 65 Zählern, aber einer Runde Vorsprung den Gesamtsieg weggeschnappt hatten. Außerdem stellten sie mit 26,65 Sekunden auch einen neuen Rekord über die 500 Meter auf – der Rundenrekord von 8,45 Sekunden stammt aus dem Jahr 2015, als De Pauw und Kneisky ein Paar gebildet hatten. Zurück ins Jahr 2017: Die 1. Nacht endete mit der etwas kürzeren zweiten Jagd, aus der die Franzosen Thomas/Kneisky als Sieger hervorgingen. Sie hatten eine Runde Vorsprung herausfahren können und damit im Gesamtklassement wieder zu jenen drei Teams aufgeschlossen, die sich in der ersten Jagd abgesetzt hatten.

Scotson/Meyer mit Rundenrückstand und kaum Punkten
Thomas/Kneisky brachten es durch den Jagd-Erfolg letztlich auf 66 Punkte und liegen damit nur 11 hinter den Spitzenreitern De Ketele/De Pauw – ohne die Zeitfahren hätte sie neun Zähler Vorsprung! Stroetinga/Havik und De Vylder/Ghys folgen mit 54 bzw. 48 Punkten und befinden sich damit durchaus in Schlagdistanz zu den Top2. Mit jeweils einer Runde Rückstand finden sich auf den Plätzen fünf bis sieben die Italiener Michele Scartezzini/Elia Viviani (37 Punkte), die Briten Ollie Wood/Mark Stewart (29) und die überraschend schwachen Australier Callum Scotson/Cameron Meyer. Die Mitfavoriten, die noch vor drei Wochen in London eine herausragende Leistung dargeboten hatten, brachten es als Sechste der Mannschaftsausscheidung und Zweite eines Derny-Laufes gerade einmal auf acht Punkte – in alle anderen Disziplinen landeten sie außerhalb der Punkteränge. Selbst wenn sie sich von diesem schwachen Start schnell erholen und wieder ihr Toplevel erreichen sollten, dürfte bei dieser katastrophalen Zwischenbilanz der Gesamtsieg in Gent wohl keine realistische Option mehr sein.

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U23: Belgier De Groote/Van Beethoven punkten am besten
Der Nachwuchs-Wettbewerb in Gent folgt einem eher ungewöhnlichen Muster und lässt die U23-Fahrer erst ab der 3. Nacht in Jagden gegeneinander antreten. In zwei Punkterennen und einem Rundenrekordfahren konnten aber am Dienstag bereits Punkte gesammelt werden, die sich im weiteren Verlauf der Woche als sehr wertvoll herausstellen könnten. Die meisten (18) sammelten die Belgier Arne De Groote/Matthias Van Beethoven, die vor den Briten Will Tidball/Ethan Vernon (13) und zwei anderen Belgiern, Brian Boussaer/Jules Hesters (12), führen. Hesters hatte im vorigen Jahr gemeinsam mit Gerben Thijssen den Sieg davongetragen, der diesmal an der Seite von Leif Lampater bei den Profis angetreten ist. Chancen auf das Podium dürfen sich auch die Deutschen Sebastian Schmiedel/Moritz Malcharek ausrechnen, die mit zehn Punkten vor den punktgleichen Dänen Arne Birkemose/Andreas Kron und Franzosen Florentin Lecamus-Lambert/Vincent Crabos Rang vier belegen.

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