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Zweite Bergankunft: King siegt auch am Alto de La Covatilla, Simon Yates schnappt Valverde Rot weg
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02.09.2018

Zweite Bergankunft: King siegt auch am Alto de La Covatilla, Simon Yates schnappt Valverde Rot weg

Info: VUELTA A ESPAÑA 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



La Covatilla, 02.09.2018 – Er hat es noch einmal geschafft! Wie schon auf der 4. Etappe am Puerto de Alfacar gewann Benjamin King auch die zweite Bergankunft der Spanien-Rundfahrt am Alto de La Covatilla. Das Hauptfeld hatte erneut einer Ausreißergruppe viel Freiraum gegeben und die Favoriten attackierten überhaupt erst auf den letzten zwei Kilometern des Schlussanstiegs, wodurch aber doch noch teils recht deutliche Differenzen zustande kamen. Simon Yates eroberte das Rote Trikot vom chancenlosen Rudy Molard – mit nur einer einzigen Sekunde Vorsprung auf Alejandro Valverde.


Das Profil der 9. Etappe der Vuelta a España

Maté baut seinen Vorsprung weiter aus
Vor dem ersten Ruhetag wurde den Teilnehmern der Vuelta a España noch einmal eine Menge abverlangt: Mit 200,8 Kilometern war die 9. Etappe die zweitlängste und mit 4010 Höhenmetern sogar die schwerste der gesamten Rundfahrt, wobei sich das interessante Renngeschehen hauptsächlich auf die rund 1000 Höhenmeter des Schlussanstiegs nach La Covatilla beschränkte. Eine Ausreißergruppe war in Folge eines Angriffs von Bergtrikotträger Luis Angel Maté (Cofidis) unmittelbar nach dem Start entstanden und hatte nach 37 Kilometern am Fuß des ersten ernsthaften Anstiegs bereits vier Minuten Vorsprung. Maté gewann die Bergwertung der 1. Kategorie auf dem Puerto del Pico (15,3 km à 5,5%) und, ebenfalls noch in der ersten Streckenhälfte, eine 3. Kategorie auf dem Alto de Gredos (10,1 km à 3,7%) und eine 2. Kategorie auf dem Puerto de Peña Negra (13,0 km à 4,5%). Somit bringt es der Spanier total bereits auf 60 Bergpunkte – mehr als z.B. die Bergtrikot-Gewinner Omar Fraile 2016 (58), Luis Leon Sanchez 2014 (58) und Nicolas Edet 2013 (46) jeweils am Ende der Rundfahrt hatten. Der Rekord seit Einführung des aktuellen Punkteschlüssels liegt bei 82 Punkten von Omar Fraile im Jahr 2015.

Vorentscheidung vor dem Schlussanstieg
Zur Unterstützung für die lange, beschwerliche Flucht hatte Maté in der elfköpfigen Spitzengruppe seinen Teamkollegen Kenneth Vanbilsen (Cofidis) dabei. Die weiteren Ausreißer waren Dylan Teuns (BMC Racing), Thomas De Gendt (Lotto Soudal), Benjamin King (Dimension Data), Reto Hollenstein (Katusha Alpecin), Thomas Leezer (LottoNL-Jumbo), Jesus Muela (Burgos-BH), Bauke Mollema (Trek-Segafredo), Luis Mas (Caja Rural-Seguros RGA) und Aritz Bagües (Euskadi-Murias). Ihr Vorsprung stieg in der lange nur leicht hügeligen zweiten Streckenhälfte noch bis auf zehn Minuten an. Schon 30 Kilometer vor dem Ziel gab es an der Spitze einen ersten Angriff von De Gendt, wodurch einige Fahrer den Anschluss verloren. Bagües und Vanbilsen wurden als Erste abgehängt, aber bald folgten auch Muela und Leezer. Eine Vorentscheidung entwickelte sich dann aus einem Angriff von Mas 19 Kilometer vor dem Ziel heraus. King antwortete mit einem starken Konter und hängte Mas kurz darauf in einer steilen Stadtdurchfahrt ab. Bis zum Beginn des eigentlichen Schlussanstiegs zum Alto de La Covatilla (9,8 km à 7,1%) konnte King dann bereits eineinhalb(!) Minuten auf seine ersten sechs Verfolger herausfahren. Das Feld lag zu diesem Zeitpunkt noch sechs Minuten zurück – und konnte im Kampf um den Etappensieg nicht mehr eingreifen.


Etappenvorschau zum Nachlesen:
Especial-Ankunft am Alto de La Covatilla


Mollema wieder Zweiter – in doppeltem Sinne
Am Schlussanstieg setzte sich Mollema umgehend von Maté, Teuns, De Gendt, Hollenstein und Mas ab und nahm alleine die Verfolgung des Führenden auf. Bis zur Fünf-Kilometer-Marke machte der Jäger eine Minute gegenüber King gut, doch danach veränderte sich der Abstand kaum noch und betrug 1500 Meter vor dem Ziel, als die Steigung deutlich leichter wurde, immer noch rund 20 Sekunden. Seinen zweiten Sieg bei dieser Vuelta ließ King sich daraufhin nicht mehr nehmen und finishte letztlich 48 Sekunden vor dem enttäuschten Mollema, der sich zum zweiten Mal geschlagen geben musste. Zum zweiten Mal bei dieser Vuelta: auf der 5. Etappe war er im Sprint von drei Fahrern Simon Clarke unterlegen. Und zum zweiten Mal in La Covatilla: bei der letzten Ankunft an diesem Berg im Jahr 2011 war es Daniel Martin gewesen, der Mollema auf Platz zwei verwiesen hatte. Teuns war der einzige weitere Ausreißer, der sich vor den Favoriten ins Ziel retten konnte – und das mit 2:38 Minuten Rückstand zum Sieger und nur zwei Sekunden Vorsprung auf Miguel Angel Lopez (Astana), Nairo Quintana (Movistar) und Wilco Kelderman (Sunweb)

Molard verliert Rot nach vier Tagen an Yates
Wie bei der ersten Bergankunft fünf Tage zuvor, warteten die Favoriten sehr lange mit ihren Angriffen, die erst auf dem vorletzten Kilometer begannen. An der Flamme Rouge setzten sich dann Kelderman, Quintana, Lopez sowie Rigoberto Uran (Education First-Drapac) und Ion Izagirre (Bahrain Merida) ab, wobei Letztere im Endspurt kurz vor dem Ziel dann noch ein paar Sekunden verloren. Sieben weitere Fahrer, als Letzter Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe), folgten mit weniger als einer halbe Minute Verlust. Mittendrin waren auch Simon Yates (Mitchelton-Scott) und Alejandro Valverde (Movistar), die um das Rote Trikot von Rudy Molard (Groupama-FDJ) kämpften, der schon in der Mitte des Berges zurückgefallen war. Yates nahm als Etappenneunter dem Elften Valverde 15 Sekunden ab – gerade genug, um mit einer Sekunde Vorsprung die Führung im Gesamtklassement zu übernehmen. Quintana, Buchmann und Izagirre belegen mit 14, 16 und 17 Sekunden Rückstand die nächsten Plätze. Molard wurde bis auf Rang 17 (+2:43) durchgereicht und liegt damit genau vor King, dem 3:01 Minute zum Roten Trikot fehlen, das er während der Etappe virtuell besessen hatte.

-> Zum Resultat

Nach dem Ruhetag geht es auf der 10. Etappe fast komplett flach weiter. Die einzige Bergwertung (3. Kategorie) dieses Teilstücks befindet sich 29,1 Kilometer vor dem Ziel.

Video der Zielankunft






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