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No pain, no gain: Van der Poel dominiert Superprestige Gieten trotz Bänderzerrung
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14.10.2018

No pain, no gain: Van der Poel dominiert Superprestige Gieten trotz Bänderzerrung

Info: Radcross: Telenet Superprestige - Cyclocross Gieten 2018 | Ranglisten Superprestige 2018/19
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Gieten, 14.10.2018 - Die Aufregung im Team Corendon-Circus war groß, als Mathieu van der Poel gestern nach einem Sturz beim Brico Cross Lokeren mit geschwollenem rechtem Knöchel auf einer Trage abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dort stellte sich allerdings heraus, es lag keine Fraktur, sondern "lediglich" eine Bänderzerrung vor. Auch nicht besonders angenehm, möchte man meinen, doch der amtierende Radcross-Europameister ließ sich beim Superprestige Gieten den dritten Sieg in Folge dennoch nicht nehmen.


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Van der Poel bleibt cool
Im Interview mit Telenet vor dem C1-Rennen legte Van der Poel bereits wieder seine bekannte Coolness an den Tag. "No pain, no gain" (etwa: "Ohne Schmerz kein Sieg") sei das Motto heute und das Abspringen vom Rad, das bekanntlich ein wichtiges Element in jedem Querfeldeinrennen ist, habe er vorher nicht ausprobiert - um den Knöchel zu schonen. Am Morgen habe er auf der Straße trainiert und gegen Mittag beschlossen, dass er starten werde. Möglicherweise spielte auch die Tatsache, dass Gieten die einzige Station des Superprestige in seinem Heimatland ist, bei der Entscheidung des Vorjahresgesamtsiegers eine Rolle. Jedenfalls gab der Rennverlauf Van der Poel recht. Auf dem sehr sandigen Parcours am Jonkers Zandgat wusste er sich schon nach zwei von nicht weniger als 11 (!) Runden einen Vorteil zu verschaffen.

Marcel Meisen holt Platz 5
Ein Fahrfehler von Weltcup-Leader Toon Aerts (Telenet Fidea Lions) hatte zuvor dafür gesorgt, dass Van der Poel und Weltmeister Wout van Aert sich absetzen konnten. Doch der Zweikampf währte nur kurz. Nachdem der niederländische und europäische Meister seinen Rivalen abgeschüttelt hatte, baute er seinen Vorsprung auf etwa eine halbe Minute aus. Die hielt er konstant bei, ging kein unnötiges Risiko ein und schonte seinen Fuß so gut wie möglich. Hinter Van Aert bildete sich ein Verfolgerfeld mit Aerts, Lars van der Haar (auch Telenet), David van der Poel (Corendon-Circurs), Michael Vanthourenhout (Marlux-Bingoal), Daan Soete (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) - der gestern in Lokeren gewonnen hatte - sowie dem deutschen Meister Marcel Meisen (auch Corendon). Der versuchte auf der siebten Runde, die Gruppe zu sprengen, was etwas nach hinten losging. Statt seiner konnte sich Toon Aerts absetzen und letztlich den dritten Platz, mit anderthalb Minuten Rückstand auf den Sieger, sichern. Hinter Van der Haar und vor Soete wurde Meisen aber starker Fünfter.

-> Zum Resultat Männer Elite

Eigenes Superprestige-Ranking für U23
Für Mathieu van der Poel war es insgesamt schon der vierte Erfolg in Gieten (erstmals konnte er 2014 hier gewinnen). Sein Durchmarsch bringt ihn natürlich auch an die Spitze des Superprestige, bei dem es dieses Jahr übrigens etwas Neues gibt: Wie erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben wurde, fahren die U23-Männer und die Elite-Männer dasselbe Rennen und der Nachwuchs kann theoretisch im Elite-Klassement punkten, er hat allerdings auch sein eigenes Klassement. Heute war Toon Vandebosch (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) der beste U23-Fahrer und holte als Neunzehnter zwar keine Elite-Punkte mehr, führt aber das U23-Ranking an. Er hat 8 Punkte bekommen; ein Sieg im Männerrennen bringt nach wie vor 15 Punkte.

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Worst lässt Vos hinter sich
Bei den Frauen bildeten zunächst Annemarie Worst (Steylaerts-777) und ihre Landsmännin Marianne Vos eine Doppelspitze. In der vierten Runde zog die U23-Weltmeisterin von 2017 erstmals das Tempo an, bevor sie in der fünften von sieben Runden wirklich ernst machte. Innerhalb kürzester Zeit fuhr Worst einen beträchlichen Vorsprung heraus, während Vos, die aktuelle Weltcup-Gesamtführende, von der Italienerin Alice Maria Arzuffi (ebenfalls Steylaerts) und der Belgierin Loes Sels (Pauwels Sauzen-Vastgoedservice) eingeholt wurde. Arzuffi setzte sich kurzzeitig ab, aber Vos kämpfte sich wieder heran und zog Sels mit sich.

Sels beste Belgierin
Worsts Heimsieg kam dadurch nicht in Gefahr, sie hatte gut eine halbe Minute Vorsprung. Den Sprint um Platz zwei entschied Marianne Vos für sich, welche mit einem Antritt schon vor der Zielgerade ihren beiden Konkurrentinnen den Wind aus den Segeln nahm. Arzuffi wurde Dritte und Sels holte als Vierte für Belgien die Kohlen aus dem Feuer. Weltmeisterin und Vorjahresgesamtsiegerin Sanne Cant (Corendon-Circus) kam nämlich mit den sehr warmen Temperaturen nicht zurecht und wurde nur Siebte. Unmittelbar dahinter finishte die Niederländerin Fleur Nagengast, ein neues Talent bei den Telenet Fidea Lions von Sven Nys. Sie sicherte sich damit die Führung im U23-Klassement, das auch bei den Damen eigens ausgewiesen wird.

-> Zum Resultat Frauen Elite





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