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Grand-Tour-Debütant Fabio Jakobsen hat beim zweiten Vuelta-Sprint knapp die Nase vorn
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27.08.2019

Grand-Tour-Debütant Fabio Jakobsen hat beim zweiten Vuelta-Sprint knapp die Nase vorn

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



El Puig, 27.08.2019 – Was tags zuvor noch nicht optimal geklappt hatte, lief auf der 4. Etappe wie am Schnürchen: Maximiliano Richeze als hervorragender Anfahrer und Fabio Jakobsen als Finisseur besorgten dem Team Deceuninck-Quick Step im zweiten Massensprint der Spanien-Rundfahrt den Sieg. Es war allerdings eine sehr knappe Angelegenheit, denn Sam Bennett hätte dem niederländischen Meister den Sieg um Haaresbreite noch weggeschnappt.


Das Profil der 4. Etappe der Vuelta a España

Wallays eifert sich selbst nach
Zum ersten Mal bei dieser Vuelta a España blieb Bergtrikotträger Angel Madrazo im Feld – seine Mannschaft Burgos-BH zeigte sich aber in Person von Jorge Cubero erneut in der Ausreißerguppe des Tages. Diese bestand auf der 4. Etappe lediglich aus zwei Fahrern, aber der zweite war Jelle Wallays (Lotto Soudal), dem im vorigen Jahr ein denkbar knapper Ausreißersieg auf einer Etappe gelungen war, die ebenfalls in einem Massensprint hätte entschieden werden sollen. Auf sieben Minuten Vorsprung kam das Duo, bevor Bora-Hansgrohe als erste Mannschaft einschritt und im Feld die Nachführarbeit übernahm. Nur noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung hatten sie am Zwischensprint und wieder fast zwei Minuten an der einzigen Bergwertung 53 bzw. 46 Kilometer vor dem Ziel. Im Anstieg zum Puerto del Oronet (5,8 km à 4,5%) hatte ein kurzer, heftiger Schauer das Feld erfrischt, bevor sich Madrazo den einen noch verblieben Punkt schnappte. Die Bonussekunde für Platz drei am Zwischensprint hatte sich zuvor Pierre Latour (AG2R La Mondiale) geholt.

Cavagnas Angriff belebt das Finale
Wallays‘ Hoffnungen auf eine Wiederholung seines Coups vom letzten Jahr erfüllten sich heute leider nicht, da die Sprinterteams nach der Abfahrt, in der sich das Feld fast geteilt hätte, wieder zur Tat schritten und die Verfolgung aufnahmen. Schon 18 Kilometer vor Schluss, nach trotzdem mehr als 150 Kilometern Flucht, wurde Wallays schließlich eingeholt. Cubero war etwas eher ins Feld zurückgefallen, nachdem ihn ein Defekt zu einem Zwischenstopp gezwungen hatte. Etwa 15 Kilometer vor dem Ende reihte sich das Feld hinter dem Team Education First wie an einer Perlenschnur auf, doch die Windkante blieb nur eine kurzfristige Bedrohung und wurde keine Wirklichkeit. Gefährlicher war für die Sprinter dann schon ein Angriff von Rémi Cavagna (Deceuninck-Quick Step) sechs Kilometer vor dem Ziel. Der Franzose konnte sich für ein paar Momente dem Blick des Feldes entziehen, das den Angreifer aber unmittelbar vor der Flamme Rouge wieder einfing, dafür jedoch mehr Kräfte hatte einsetzen müssen, als eigentlich geplant.

Roglics Edelhelfer Kruijswjik ausgestiegen
Und so hatte Cavagna am Ende ebenfalls einen Anteil am Sieg seiner Mannschaft, für den in erster Linie aber zwei andere Fahrer verantwortlich waren: Maximiliano Richeze und Fabio Jakobsen, die im ersten Massensprint auf Etappe 3 nur Sechster und Siebter geworden waren. Der Argentinier fuhr seinem Teamkollegen den Sprint stark an und der 22-jährige Niederländer, der seine erste Grand Tour bestreitet, vollendete. Die Entscheidung fiel in einem wahrhaften Fotofinish, denn Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) war auf den letzten Metern deutlich schneller, doch dem Iren fehlten letztlich wenige Zenti-, wenn nicht gar Millimeter zu seinem zweiten Sieg. Als Dritter kam eigentlich Maximilian Walscheid (Sunweb) über die Ziellinie, doch der Deutsche wurde für einen Kopfstoß ebenso wie der Kolumbianer Juan Molano (UAE Emirates) ans Ende des Feldes zurückversetzt. Dritter ist somit Fernando Gaviria (UAE Emirates), der sich heute im Anstieg nicht hat abhängen lassen. Eine ganze Reihe im Laufe des Tages gestürzter Fahrer erreichten allesamt das Ziel – nur der Tour-Dritte Steven Kruijswijk, der seit dem Jumbo-Visma-Sturz im Mannschaftszeitfahren unter Knieschmerzen leidet, stieg unterwegs aus.

-> Zum Resultat

Das war es erst einmal für die Sprinter, deren nächste Siegchance wohl frühestens auf der 14. Etappe kommen wird. Auf der 5. Etappe wartet nun erst einmal die erste Bergankunft der Rundfahrt am Alto de Javalambre (11,1 km à 7,8%).

Video der Zielankunft





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