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Enttäuschte Sprinter: Ausreißer Wallays und Bystrøm beenden 18. Etappe wenige Meter vor dem Feld
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13.09.2018

Enttäuschte Sprinter: Ausreißer Wallays und Bystrøm beenden 18. Etappe wenige Meter vor dem Feld

Info: VUELTA A ESPAÑA 2018 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Lleida, 13.09.2018 – Am 4. September, auf der 10. Etappe, hatte es den letzten Massensprint bei der Vuelta a España gegeben und nach zuletzt besonderes vielen harten Bergetappen freuten sich Elia Viviani, Peter Sagan und Co. auf die Chance zum Sieg, welche ihnen das herrlich flache 18. Teilstück bot. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Zwei Ausreißer schnappten den Sprintern um wenige Meter die ersten beiden Etappenplätze weg. Sven Erik Bystrøm war der Unglückliche unter den Glücklichen, denn er musste sich seinem Fluchtgefährten Jelle Wallays geschlagen geben, dem ein ähnlicher Coup in diesem Jahr auch schon auf einer Etappe der Vuelta a San Juan gelungen war.


Das Profil der 18. Etappe der Vuelta a España

Rückenwind für drei Ausreißer
Es lief doch eigentlich alles nach Plan für die Sprintermannschaften auf der 18. Etappe der Spanien-Rundfahrt, die auf 186,1 Kilometern lediglich 850 Höhenmeter und keine einzige Bergwertung aufwies. Es gab keine 18 Ausreißer wie auf der letzten (relativ) flachen Etappe vor genau einer Woche, sondern gerade mal ein Trio, das es mit dem Peloton aufnehmen wollte. Zudem wurden Jelle Wallays (Lotto Soudal), Sven Erik Bystrøm (UAE Emirates) und Jetse Bol (Burgos-BH) offensichtlich nicht unterschätzt und ihnen ein Vorsprung von maximal drei Minuten gewährt. Für lange Zeit schwankte er zwischen zwei und zweieinhalb Minuten, während Kasper Asgreen (Quick-Step Floors) und Matthias Brändle (Trek-Segafredo) und später auch Davide Formolo (Bora-Hansgrohe) ihre Helferpflichten in der Nachführarbeit verrichteten. Dass es, weil über weite Strecken Rückenwind herrschte, eine sehr schnelle Etappe war – am Ende lag der Schnitt bei 47,1 km/h! –, schien für die Ausreißer kein Nachteil zu sein. Jedenfalls deutete sich im Finale eine knappe Entscheidung an: 24 Kilometer vor dem Ziel fiel der Abstand unter zwei Minuten und 11 Kilometer vor Schluss unter eine Minute.


Etappenvorschau zum Nachlesen:
Generalprobe der Sprinter für Madrid


Nur wenige Meter entscheiden
Acht Kilometer vor dem Ziel musste der Niederländer Bol dem hohen Tempo Tribut zollen, verlor langsam den Kontakt zu seinen Mitausreißern und nahm nach einem Kilometer vergeblicher Jagd enttäuscht die Beine hoch. Wallays und Bystrøm leisteten aber weiter erbitterten Widerstand und verloren zwar kontinuierlich an Vorsprung, lagen aber an der Flamme Rouge noch 15 Sekunden vor dem Feld. Auf dem letzten Kilometer, der zu einem großen Teil eine leichte Steigung aufwies, lauerte Wellens am Hinterrad von Bystrøm und spielte ein riskantes Spiel. Nicht weit hinter ihnen lancierte Lukas Pöstlberger (Bora-Hansgrohe) mit einer starken Tempoverschärfung einen Angriff von Weltmeister Peter Sagan, der dem Feld davon und näher an die Ausreißer heran sprintete. Auf den letzten hundert Metern trat Wallays dann an und sorgte knapp für den ersten belgischen Etappensieg dieser Vuelta. Sein norwegischer Fluchtkollege wurde ebenfalls nicht mehr eingeholt und Zweiter, Sagan somit nur Dritter – sie waren alle in derselben Zeit, es entschieden schlussendlich nur wenige Meter zu Gunsten der beiden Ausreißer.

Verletzter Pernsteiner ausgestiegen
Dass er den zweifachen Sprintsieger Elia Viviani (Quick-Step Floors), der Etappenvierter wurde, an der leichten Steigung des letzten Kilometers abgehängt hatte, zahlte sich für Sagan also nicht aus. Die Anzahl seiner Top3-Ergebnisse bei dieser Spanien-Rundfahrt stieg auf fünf, doch ein Sieg war noch nicht dabei. In der Punktewertung rückte der Slowake bis auf 18 Zähler an den Führenden Alejandro Valverde (Movistar) heran, für den im Kampf um das Grüne Trikot aber noch eine Etappe mehr bevorsteht, auf der er punkten kann. Das enorm hohe Tempo und ein sehr kurviger Streckenverlauf während der letzten Kilometer hatte dazu geführt, dass gerade einmal 41 Fahrer zeitgleich das Ziel erreichten, doch an der Spitze der Gesamtwertung gab es trotzdem keine Änderungen. Der bestplatzierte Fahrer, der Zeit verlor, war David De La Cruz (Sky), der dessen ungeachtet auf Rang 13 bleibt. Verschiebungen gab es erst ab Platz 19, den Hermann Pernsteiner (Bahrain Merida) belegt hatte. Der Österreicher war heute nicht gestartet, nachdem er sich bei einem Sturz auf der gestrigen Etappe am Gesäßmuskel verletzt hatte.

-> Zum Resultat

Auf der 19. Etappe fährt man auf spanischem Boden lange über nicht allzu schweres Terrain, bevor man die Grenze nach Andorra passiert, wo ein langer Schlussanstieg zum Coll de la Rabassa (17,0 km à 6,6%) bevorsteht.

Video der Zielankunft






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