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Jumbo-Vismas perfekter Vuelta-Tag: Sepp Kuss gewinnt Bergankunft und Roglic kann Valverde locker folgen
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08.09.2019

Jumbo-Vismas perfekter Vuelta-Tag: Sepp Kuss gewinnt Bergankunft und Roglic kann Valverde locker folgen

Info: VUELTA A ESPAÑA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Santuario del Acebo, 08.09.2019 – Die Bergankunft am Puerto del Acebo auf der 15. Etappe der Spanien-Rundfahrt kann das Team Jumbo-Visma als vollen Erfolg verbuchen. Nicht nur, dass Vuelta-Leader Primoz Roglic am Schlussanstieg als Einziger einem Angriff von Alejandro Valverde folgen konnte und gemeinsam mit dem Gesamtzweiten die restlichen Konkurrenten deutlich distanzierte. Der 24-jährige US-Amerikaner Sepp Kuss, normalerweise ein Edelhelfer des Mannes im Roten Trikot, holte an seinem „freien“ Tag als Ausreißer den Etappensieg.


Das Profil der 15. Etappe der Vuelta a España

Soler wieder auf der Flucht
Vier Berge der 1. Kategorie auf 154,4 Kilometern machten die 15. Etappe zu einer der schwersten der Vuelta a España. Nachdem sich auf den flachen ersten zwanzig Kilometern mit Mark Padun (Bahrain Merida), Sander Armée (Lotto Soudal), Vasil Kiryienka (Ineos), Casper Pedersen (Sunweb) und Jesús Ezquerra (Burgos-BH) die ersten fünf Ausreißer vom Feld abgesetzt hatten, ergriff im ersten Anstieg zum Puerto del Acebo (8,2 km à 7,1%) Marc Soler (Movistar) die Initiative. Ob nun von vornherein unter strikter Teamorder oder mit einem Freifahrtschein als Wiedergutmachung für den in Andorra geopferten Sieg – der Spanier schaffte es bis zum Gipfel jedenfalls, zusammen mit Tao Geoghegan Hart (Ineos) und Ruben Guerreiro (Katusha Alpecin) an die Spitze des Rennens vorzufahren, die anschließend in der Abfahrt und im Tal noch auf insgesamt 17 Fahrer anwuchs. Ihr Vorsprung erreichte mehr als drei Minuten auf dem Puerto del Connio (11,7 km à 6,2%) und wuchs am Puerto del Pozo de las Mujeres Muertas (11,3 km à 6,8%) noch weiter an.

Die Ausreißergruppe im Überblick (17 Fahrer):
Marc Soler (MOV), Quentin Jauregui (ALM), Ion Izagirre (AST), Mark Padun (TBM), Pawel Poljanski (BOH), Lawson Craddock (EF1), Sander Armée (LTS), Tsgabu Grmay (MTS), Ben O'Connor (TDD), Tao Geoghegan Hart + Vasil Kiryienka (INS), Sepp Kuss (TJV), Daniel Navarro + Rruben Guerreiro (TKA), José Herrada (COF), Oscar Rodriguez + Sergio Samitier (EUS)

Samitier dreimal als Solist
Am Puerto del Pozo de las Mujeres Muertas, dem vorletzten Anstieg, begann allerdings auch schon der Kampf um den Etappensieg. Sergio Samitier (Euskadi-Murias) fuhr erst einmal alleine davon, bevor Ben O'Connor (Dimension Data) und Daniel Navarro (Katusha Alpecin) wieder zu ihm aufschlossen. Die Bergwertung 40 Kilometer vor dem Ziel erreichte das Trio eineinhalb Minuten vor den restlichen Ausreißern, die ihrerseits rund vier Minuten vor dem Hauptfeld lagen, das bis zum Fuß des Schlussanstiegs von Tony Martin (Jumbo-Visma) angeführt wurde. Bevor es wieder, aber auf anderer Strecke als zu Beginn der Etappe den Puerto del Acebo (7,9 km à 9,7%) hinaufging, hatte Samitier seine beiden Begleiter erneut hinter sich gelassen und wurde dann von Kiryienka eingeholt, den er in den ersten steilen Rampen des letzten Berges aber gleich wieder stehen ließ. Lange blieb der zum kämpferischsten Fahrer der Etappe gewählte Spanier aber nicht mehr an der Spitze und wurde 6,6 Kilometer vor dem Ziel bereits von Sepp Kuss (Jumbo-Visma) überholt, der auf dem Weg ins 1200 Meter hoch gelegene Ziel von niemandem mehr aufzuhalten war.

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Nur Roglic kann Valverde folgen
Kuss, Gesamtsieger der Tour of Utah 2018, hatte schnell eine halbe Minute Vorsprung auf seine ersten Verfolger herausgefahren, zu denen auch noch Soler gehörte, bevor er seinen Fokus dann doch wieder auf Helferdienste für einen seiner Kapitäne legte. Denn Alejandro Valverde (Movistar) hatte früh im Schlussanstieg attackiert, wobei ihm einzig Primoz Roglic (Jumbo-Visma) folgen konnte. Den Leader wurde er zwar partout nicht los, doch allen anderen Gegner konnte der Gesamtzweite, der für einige Zeit durch Soler unterstützt wurde, viel Zeit abnehmen. Nachdem Guerreiro und Geoghegan Hart 40 Sekunden hinter Kuss Platz zwei ausgefochten hatten und noch einige weitere Ausreißer angekommen waren, erreichten Roglic und Valverde 2:14 Minuten nach dem Sieger als Achter und Neunter das Ziel. In der ersten Gruppe hinter ihnen konnten Tadej Pogacar (UAE Emirates), Miguel Angel Lopez (Astana) und Rafal Majka (Bora-Hansgrohe) trotz zwischenzeitlicher Hilfe der eingeholten Ausreißer Ion Izagirre (Astana) und Pawel Poljanski (Bora-Hansgrohe) ihren Zeitverlust nur auf 41 Sekunden (Pogacar und Lopez) bzw. 59 Sekunden (Makja) begrenzen. Nairo Quintana verlor sogar über eineinhalb Minuten auf seinen Teamkollegen Valverde.

Pernsteiner stößt in die Top10 vor
Während der Abstand zwischen Roglic und Valverde unverändert 2:25 Minuten beträgt, hat sich der Rückstand der ab Platz drei folgenden Fahrer deutlich vergrößert. Pogacar (+3:42) und Lopez (+3:59) liefern sich weiterhin ein enges Rennen um Gesamtrang drei und das Nachwuchstrikot und haben sich zumindest weiter vom Fünftplatzierten Quintana (+5:09) absetzen können, dessen Vorsprung gegenüber Majka (+7:14) nur noch wenig mehr als zwei Minuten beträgt. Positionswechsel gab es erst ab Platz acht, den Wilco Kelderman (Sunweb) von Carl Fredrik Hagen (Lotto Soudal) übernimmt. Für Dylan Teuns (Bahrain Merida) geht es gleich drei Plätze abwärts, doch als kleiner Trost wird sein bisheriger zehnter Rang zumindest von einem Teamkollegen übernommen, dem Österreicher Hermann Pernsteiner, der gemeinsam mit Quintana das Ziel erreichte. Trotz vier Bergwertungen mit jeweils zehn Punkten für den Sieger hat übrigens immer noch niemand die 32 Punkte von Angel Madrazo (Burgos-BH) erreicht, der das Bergtrikot also weiterhin behalten darf, auch wenn er selbst zuletzt auf der 11. Etappe punkten konnte.

-> Zum Resultat

Den zweiten Ruhetag gibt es erst am Dienstag, zuvor steht noch die ebenfalls enorm schwere 16. Etappe auf dem Programm, die nach zwei Bergen der 1. Kategorie mit einem Schlussanstieg der Kategorie Especial auf den Alto de la Cubilla (17,8 km à 6,2%) endet.

Video der Zielankunft






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