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Boasson Hagen siegt auf 6. Etappe der Tour de France - Hoogerland holt das Bergtrikot
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07.07.2011

Boasson Hagen siegt auf 6. Etappe der Tour de France - Hoogerland holt das Bergtrikot

Info: TOUR DE FRANCE 2011
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Lisieux, 07.07.2011 - Auf der längsten Etappe der Frankreich-Rundfahrt wurden die Fahrer die meiste Zeit von Regen begleitet, es gab aber zum Glück kein erneutes Sturz-Festival. Den Sprint nach einer schweren Steigung auf den letzten drei Kilometern gewann der Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky) vor Matthew Goss (HTC-Highroad). Sein Landsmann Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) verteidigte als Dritter abermals bravourös das Gelbe Trikot. Um Grün gibt es weiterhin einen engen Zweikampf und das Bergtrikot hat sich heute ein Ausreißer geholt.

Vacansoleils Plan geht auf: Hoogerland im Bergtrikot
Nach den zahlreichen Stürzen der gestrigen Etappe konnten alle Fahrer, die das Ziel erreicht hatten, bis auf einen heute wieder antreten. Bei Ivan Velasco (Euskaltel) bestätigte sich der Verdacht auf Schlüsselbeinbruch. 194 Fahrer machten sich auf zur 6. Etappe der Tour de France, ihrer mit 226,5 Kilometer längsten in diesem Jahr. Bei regnerischem Wetter ging eine fünfköpfige Gruppe auf die Jagd nach einem möglichen Etappensieg und dem Bergtrikot, das an drei Bergwertungen zu bekommen war. Auf dieses hatte es besonders das Team Vacansoleil-DCM abgesehen und schaffte es, mit Lieuwe Westra und Johnny Hoogerland gleich zwei Fahrer in der Gruppe zu platzieren. Leonardo Duque (Cofidis), Adriano Malori (Lampre) und Anthony Roux (FDJ) waren die restlichen Fahrer an ihrer Seite. Bis zur ersten Bergwertung stieg ihr Vorsprung auf das Feld über elf Minuten, bis sich Garmin-Cervélo und HTC-Highroad an die Arbeit machten. Gleich zu Beginn der Côte de Saint-Michel de Montjoie (km 99,5) attackierte Hoogerland und fuhr solo den Sieg an der 3. Kategorie ein, Roux blieb als Zweitplatziertem nur ein Punkt. Eine ganze Weile später kam es auf der Côte du Bourg d'Ouilly (km 156,5) zum direkten Duell der beiden, das Roux für sich entschied. Doch punktgleich waren sie nicht, denn Hoogerland hatte schon von der 4. Etappe einen Punkt mitgebracht und holte sich so heute das maillot à pois.

Aus fünf Ausreißern werden erst zwei, dann einer - Voeckler attackiert im Finale
60 Kilometer vor dem Ende der Etappe war das Feld auf weniger als zwei Minuten herangekommen. Westra griff an und zog mit Malori davon, die anderen drei Ausreißer wurden kurz darauf eingeholt. Gemeinsam fuhren sie über die Côte du Billot (km 197,0), wo Westra eine Bergwertung der 4. Kategorie gewann. Hier hätte Roux nach Punkten mit Hoogerland gleichziehen können, und hätte wegen der besseren Platzierung in der Gesamtwertung das Trikot sogar noch bekommen können. Doch clever machte Vacansoleil ihm diese Chance zunichte. Der Vorsprung des Spitzenduos stieg noch einmal auf drei Minuten, sank bis zur 20-Kilometer-Marke aber wieder auf eine halbe. Malori gab noch einmal alles, Westra nahm die Beine hoch. Erst gut drei Kilometer vor dem Ziel wurde der italienische Zeitfahrmeister, der den Preis als kämpferischster Fahrer bekam, gestellt. Er hatte sogar zwischenzeitlich noch einen Verfolger, denn Roux, der ihn zuvor lange Zeit begleitet hatte, fuhr noch einmal aus dem Hauptfeld heraus, konnte sich allerdings nicht mehr lange in Szene setzen. Gerade als Malori eingeholt wurde, begann eine 1300 Meter lange und gut sechs Prozent steile Steigung, die natürlich nicht ohne Attacken verging. Jelle Vanendert (Omega Pharma-Lotto) versuchte mit einer Tempoverschärfung möglichst viele Sprinter abzuhängen, weil sein Teamkollege Philippe Gilbert wieder eine gute Platzierung im Auge hatte. Als Thomas Voeckler (Europcar) angriff, konnte er daher nicht auf die Unterstützung Vanenderts bauen und wurde noch vor der Flamme Rouge wieder eingefangen.


BMC Racing Team: 6. Etappe sicher überstanden

Boasson Hagen siegt im Sprint - nur ein Punkt Differenz im Duell um Grün
Auf dem letzten Kilometer wollte Bauke Mollema (Rabobank) noch für eine Überraschung sorgen, was ihm aber nicht gelang. Das Feld, bestehend aus nur noch etwa 60 Fahrern, sprintete in Lisieux auf die flache Zielgerade, wo es fast einen norwegischen Doppelsieg gegeben hätte. Edvald Boasson Hagen (Sky) gewann die Etappe klar mit einer Radlänge Vorsprung, sein Landsmann Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) verpasste Platz zwei nur knapp gegen Matthew Harley Goss, der bei HTC-Highroad den gestrigen Etappensieger Mark Cavendish ersetzte, für den das Finale zu schwer war. Auch die beiden Duellanten um Grün, José Joaquin Rojas (Movistar) und Gilbert, waren vorne dabei, belegten die Plätze fünf und sieben. Am Zwischensprint, den Roux gewann und bei dem aus dem Feld Cavendish der Schnellste war, hatte Rojas eebnfalls Punkte gutgemacht, es fehlt ihm aber immer noch einer, womit Gilbert weiterhin in Grün fährt. An der Spitze der Gesamtwertung veränderte sich nichts, so dass auch Hushovd das Gelbe und Geraint Thomas (Sky) das Weiße Trikot behalten. Zu den Fahrern, die heute Rückstand kassierten, gehörte Levi Leipheimer (RadioShack), der durch einen Sturz vier Kilometer vor dem Ende gut eine Minute verlor. Noch viel weiter zurück lag Vasil Kiryienka (Movistar), der aus dem Zeitlimit fiel.

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Bevor am Wochenende zwei Etappen im Zentralmassiv anstehen, gibt es morgen auf der 7. Etappe wohl noch einmal einen richtigen Massensprint. Die 218 Kilometer lange Etappe weist keine einzige Bergwertung auf und die letzten Kilometer ins Ziel verlaufen flach.





Edvald Boasson Hagen siegt auf der 6. Etappe der Tour de France (Foto: www.letour.fr)
Edvald Boasson Hagen siegt auf der 6. Etappe der Tour de France (Foto: www.letour.fr)

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