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Jens Keukeleire Sprintsieger der 12. Vuelta-Etappe nach spät beendetem Solo von Dries Devenyns
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01.09.2016

Jens Keukeleire Sprintsieger der 12. Vuelta-Etappe nach spät beendetem Solo von Dries Devenyns

Info: VUELTA A ESPAÑA 2016
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Bilbao, 01.09.2016 – Im Juni hatte Jens Keukeleire auf der 1. Etappe der Tour de Slovénie seinen ersten Sieg seit drei Jahren eingefahren, zweieinhalb Monate später legte der 27-jährige Belgier noch einmal einen drauf. Keukeleire gewann auf der 12. Etappe der Vuelta a España aus einem auf weniger als 50 Fahrer verkleinerten Feld und gab dabei einigen im Sprint eigentlich stärker eingeschätzten Fahrern wie beispielsweise Fabio Felline und Kristian Sbaragli das Nachsehen. Dass am Ende nur so wenige Fahrer gemeinsam im Ziel ankamen, war Folge zahlreicher Angriffe bei der letzten Überquerung des Alto El Vivero. Dries Devenyns lag in der Endphase des Rennens lange Zeit alleine an der Spitze, konnte den vielen Konterattacken und dem Feld aber nur bis kurz vor der Flamme Rouge standhalten.


Das Profil der 12. Vuelta-Etappe

Eine Stunde lang schlagen alle Fluchtversuche fehl
Zwei Tage verbringt die Spanien-Rundfahrt 2016 im Baskenland, wo zunächst auf dem 12. Teilstück 193,2 Kilometer von Los Corrales de Buelna nach Bilbao zurückzulegen waren. Auf den letzten 50 Kilometern sollten zwei Überquerungen des Alto El Vivero die Entscheidung bringen – genauso wie bei der Vuelta 2011. Die hügelige Strecke mit den beiden Vivero-Bergwertungen und noch zwei weiteren längeren Anstiegen hätte einer Flucht entgegenkommen können, doch lange ließ das Feld keine Gruppen ziehen. Die längste Lebenszeit während der ersten Rennstunde hatte eine 14-köpfige Gruppe um Fahrer wie Philippe Gilbert, Danilo Wyss (beide BMC Racing), Sergey Lagutin (Katusha), Gianluca Brambilla (Etixx-Quick Step), Pierre Rolland (Cannondale-Drapac) und Omar Fraile (Dimension Data), die von Kilometer 12 bis 20 existierte. Als man am Ende der ersten Rennstunde in den zehn Kilometer langen Anstieg zum Kategorie-1-Berg Puerto de Las Alisas hineinfuhr, versuchten Tejay Van Garderen (BMC Racing) und Romain Sicard (Direct Energie) ihr Glück. Kenny Elissonde (FDJ), Quentin Jauregui (AG2R La Mondiale), Louis Vervaeke (Lottao Soudal) sowie Rolland und Fraile stießen zu dem Duo hinzu – sie alle wurden aber vom Hauptfeld schnell wieder eingefangen.

Sky zu zweit in einer stark besetzten Ausreißergruppe
Aber es gelang dann doch noch einigen Fahrern, sich vor dem Gipfel des Puerto de Las Alisas abzusetzen. Es waren zuerst sechs Mann, angeführt von Peter Kennaugh und David Lopez. Ob die beiden Sky-Männer für einen späteren Angriff ihres Kapitäns Chris Froome vorgeschickt werden sollten oder der Doppelangriff ein Versuch war, den Etappensieg zu holen und möglicherweise die Führung in der Mannschaftswertung von Movistar zu übernehmen, bleibt ungewiss, weil Kennaugh, Lopez, Darwin Atapuma (BMC Racing), Louis Meintjes (Lampre-Merida), Elissonde, Brambilla und Romain Hardy (Cofidis), der in der Abfahrt zu ihnen aufschloss, nie eine wirkliche Chance gegen das Peloton hatten. Nur maximal zweieinhalb Minuten Vorsprung ließ Movistar dieser Gruppe, in der bis auf Lopez alle Fahrer weniger als zehn Minuten Rückstand zum Gesamtführenden Nairo Quintana aufwiesen; Kennaugh war mit 6:32 Minuten der Gefährlichste. Atapuma musste die Gruppe rund hundert Kilometer vor dem Ziel ziehen lassen, nachdem er in der Abfahrt von der zweiten Bergwertung des Tages auf dem Alto La Escrita stürzte, und Hardy fiel gut 40 Kilometer vor Schluss bei der ersten Fahrt auf den Alto El Vivero zurück. Der Rest wurde eingeholt, kurz bevor man diesen Anstieg zum zweiten Mal in Angriff nahm.


Unsere Etappen-Vorschau zum Nachlesen:
Zweimal Alto El Vivero am ersten Tag im Baskenland


Zahlreiche Angriffe bei zweiter Runde über den Vivero
Ab 17 Kilometer vor dem Ende der Etappe ging es nochmals die 4,2 Kilometer lange Steigung zum Alto El Vivero hinauf. Nachdem Kennaugh und Co. eingeholt worden waren, ging nun sofort Dries Devenyns (IAM Cycling) in die Offensive und begab sich auf die Jagd nach dem Etappensieg, den er vier Tage zuvor am Alto del Naranco als Zweitplatzierter knapp verpasst hatte. Hinter dem Belgier ging es hoch her, die Attacken wollten einfach nicht abreißen. Sogar Alberto Contador (Tinkoff) stellte seine Konkurrenten mit einem Antritt auf die Probe, doch keiner der Topfavoriten ließ sich auf dem falschen Fuß erwischen. Schlussendlich war es George Bennett (LottoNL-Jumbo), der die Bergwertung als erster Verfolger überquerte. Dahinter war eine Gruppe mit Daniel Moreno (Movistar), Luis Leon Sanchez (Astana), Jan Bakelants (AG2R La Mondiale), Matvey Mamykin (Katusha), David De La Cruz (Etixx-Quick Step), Davide Formolo (Cannondale-Drapac) und Devenyns’ Teamkollegen Mathias Frank entstanden, das stark geschrumpfte Hauptfeld lag über eine halbe Minute hinter dem Führenden. Devenyns verteidigte seinen Vorsprung in der Abfahrt noch fast vollständig, während dort erst die Verfolgergruppe und dann an der Fünf-Kilometer-Marke auch Bennett eingeholt wurde.

Devenyns fehlt nur etwas mehr als ein Kilometer zum Sieg
Für viele endschnelle Leute wie den zweifachen Etappensieger Gianni Meersman (Etixx-Quick Step) und den einmal erfolgreichen Jonas Van Genechten (IAM Cycling) war die doppelte Portion Alto El Vivero zu viel, diese beiden finishten im Gruppetto mit fast zwanzig Minuten Rückstand. Doch ein paar Sprinter befanden sich noch unter den knapp 50 im Feld verbliebenen Fahrern, so zum Beispiel Fabio Felline (Trek-Segafredo), dessen Teamkollege Haimar Zubeldia sich auf den letzten Kilometern sehr für ihn ins Zeug legte und großen Anteil daran hatte, das Devenyns kurz vor der Flamme Rouge gestellt wurde. Im Sprint setzte sich dann jedoch überlegen Jens Keukeleire (Orica-BikeExchange) durch, dessen Sieg ebenso überraschend kam wie der zweite Platz von Maxime Bouet (Etixx-Quick Step). Felline verbuchte vor Kristian Sbaragli (Dimension Data), Luis Leon Sanchez (Astana) und Pello Bilbao (Caja Rural-Seguros RGA) sein drittes Top3-Ergebnis bei dieser Vuelta, wartet aber weiterhin auf einen Sieg. Die Gesamtwertung blieb auf den ersten 16 Positionen unverändert und auch in den anderen Klassementen gab es zumindest keine Führungswechsel.

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Die 13. Etappe führt ebenfalls durch das Baskenland und über vier Bergwertungen. Von denen liegt die letzte zwar 50 Kilometer vom Ziel entfernt, trotzdem bleibt die Strecke auch danach noch hügelig.








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