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Wiedererstarkter Lars van der Haar führt Telenet-Fidea-Sweep beim Weltcup-Finale an
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22.01.2017

Wiedererstarkter Lars van der Haar führt Telenet-Fidea-Sweep beim Weltcup-Finale an

Info: Radcross: WELTCUP HOOGERHEIDE 2017
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Hoogerheide, 22.01.2017 - Ein Woche vor der Radcross-WM hat der Silbermedaillengewinner des letzten Jahres, Lars van der Haar (Telenet-Fidea), zu seiner früheren Spitzenform zurückgefunden. Beim Weltcup-Finale in Hoogerheide fuhr der 25-jährige Niederländer ab der vierten Runde allen davon, auch seinem favorisierten Landsmann Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon), der einen besonders schlechten Tag erwischt hatte. Van der Haars Heimsieg wurde flankiert vom zweiten und dritten Platz für seine beiden Teamkollegen Tom Meeusen (+0:44) und Corné van Kessel (+0:45). Wout van Aert (Crelan-Charles) stand als Weltcup-Gesamtsieger seit einer Woche fest; der von Knieschmerzen geplagte Weltmeister konnte es sich daher leisten auf Hoogerheide zu verzichten.


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Van Aert beim Weltcup-Finale nicht am Start
Ähnlich wie letzten Sonntag in Fiuggi, als Mathieu van der Poels Abwesenheit einen Sieg Van Aerts mutmaßlich zur reinen Formsache machte, schien ein Triumph von Van der Poel beim Weltcup-Finale in Hoogerheide praktisch festzustehen. Denn der Weltmeister leidet seit Otegem an Überlastungsschmerzen im Knie - wovon freilich in Fiuggi nichts zu sehen war - und wollte sich eine Woche vor der WM keinen unnötigen Strapazen aussetzen. Seinen zweiten Gesamtweltcup hatte er ohnehin schon festgezurrt. So blieb es für Van Aert bei 530 Punkten, die sich aus Siegen in Las Vegas, Iowa, Zolder und eben Fiuggi zusammensetzten sowie aus zweiten Plätzen in Valkenburg, Zeven und Namur. Kevin Pauwels (Marlux-Napoleon Games) erhöhte seinen Punktestand heute noch auf 474 und wird Gesamtzweiter, Tom Meeusen bleibt trotz seiner exzellenten Leistung zum Abschluss mit 447 Zählern auf dem dritten Rang.

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Van der Haar tags zuvor in Rucphen erfolgreich
Also zurück zur Ausgangsfrage: Wer sollte den Sohn von Gastgeber Adrie van der Poel in seinem "Wohnzimmer" schlagen? Möglicherweise er selber - weil er sich zwei harte Trainingswochen zugemutet hatte - und ein wiedererstarkter Lars van der Haar. Schon gestern hatte der Telenet-Fidea-Neuzugang beim Internationale Cyclocross Rucphen (C2) einen schönen Sieg eingefahren. Nun zeigte er, dass die alte Form, die unter einer verletzungsbedingten mehrwöchigen Auszeit schwer gelitten hatte, tatsächlich zurückgekehrt ist. Auf der ersten Runde war es zwar wie erwartet Mathieu van der Poel, der sich vorne zeigt, aber ein Angriff erfolgte nicht. Zwei weitere Runden blieb ein großer Pulk zusammen und man wusste nicht, wie das Rennen sich entwickeln würde. Dann kam die entscheidende Attacke, aber nicht vom niederländischen Meister, sondern von Van der Haar.

Van der Poel im Energiesparmodus
Der Gesamtweltcupsieger der Saison 2013/14 stürmte davon und stieß zunächst auf keinen nennenswerten Widerstand. Offenbar warteten alle darauf, dass Van der Poel seinen Landsmann zur Räson rufen würde. Als das nicht geschah, zog der französische Meister Clément Venturini die Reißleine und initiierte eine Verfolgergruppe, zu der Tim Merlier (Crelan-Charles) und Corné van Kessel stießen. Weitere Fahrer kamen hinzu, darunter der Deutsche Philipp Walsleben (Beobank-Corendon), nicht aber Mathieu van der Poel. Der hatte eingesehen, dass es für ihn nichts mehr zu holen gab, und schaltete in den Energiesparmodus. Am Ende sollte er 24ter (!) werden. Aber auch mit mehr oder weniger vereinten Kräften sahen die Verfolger gegenüber Lars van der Haar alt aus. Bei Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt tänzelte er über den hartgefrorenen, eisglatten Untergrund und baute seinen Vorsprung stetig aus. Als die Glocke für die letzte Runde ertönte, lag er 55 Sekunden vorne.

Venturini von Telenet-Duo ausgebootet
Die Gruppe hinter ihm richtete sich auf einen Sprint um Platz zwei ein, wobei Van Kessel und Meeusen Venturini in die Zange nahmen. Die beiden hängten den jungen Franzosen ab und realisierten so einen Telenet-Fidea-Podiumssweep, der Teammanager Sven Nys zu Tränen gerührt haben dürfte. Meeusen verbesserte noch einmal sein Resultat vom vergangenen Wochenende, Van Kessel egalisierte sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis (Valkenburg 2014). Venturini wurde undankbarer Vierter vor Kevin Pauwels und Tim Merlier. Marcel Meisen (Steylaerts-Verona) schaffte es nach seinem Sensationsauftritt von Fiuggi erneut unter die Top10, ebenso wie Walsleben. Der Schweizer Marcel Wildhaber wurde Elfter. Abgesehen von Wout van Aert und Europameister Toon Aerts, dessen Saison aufgrund einer Schlüsselbeinfraktur bereits beendet ist, verzichteten die erkrankten Laurens Sweeck und Jens Adams auf einen Start in Hoogerheide.

-> Zum Resultat Männer Elite

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