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Noch 27 Punkte: Kittel verkürzt mit zweitem Tour-Etappensieg den Rückstand zu Démare
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06.07.2017

Noch 27 Punkte: Kittel verkürzt mit zweitem Tour-Etappensieg den Rückstand zu Démare

Info: TOUR DE FRANCE 2017 (2.UWT)
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Troyes, 06.07.2017 – Kein Tohuwabohu wie auf der 4. Etappe, sondern ein überlegener Marcel Kittel wie auf der 2. Etappe, so lässt sich die Sprintankunft am sechsten Tag der Frankreich-Rundfahrt kurz und knapp zusammenfassen. Im erfreulicherweise diesmal wieder sturzfreien Finale beeindruckte Kittel mit der eindeutig höchsten Endgeschwindigkeit und feierte seinen zweiten Sieg bei dieser Tour. Arnaud Démare war heute chancenlos gegen den Antritt des Deutschen, aber der französische Meister verteidigte als Etappenzweiter dennoch souverän das Grüne Trikot. Unterdessen versucht Bora-Hansgrohe nun mit Hilfe des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, den ausgeschlossenen Peter Sagan ins Rennen zurückzuholen.


Das Profil der 6. Etappe der Tour de France

Drei Ausreißer und kurzzeitig ein Verfolger
Am zweitlängsten Tag der 104. Tour de France hatte die Strecke zwischen Vesoul und Troyes nicht allzu viel zu bieten. Auf den sehr flachen 216 Kilometern fanden sich lediglich zwei Bergwertungen der niedrigsten Kategorie, welche jeweils Perrig Quéméneur (Direct Energie) gewann. Der Franzose war unmittelbar nach dem Start ausgerissen und hatte – anders als Solist Van Keirsbulck zwei Tage zuvor – im Norweger Vegard Stake Laengen (UAE Team Emirates) und dem Belgier Frederik Backaert (Wanty-Groupe Gobert) zwei Gleichgesinnte gefunden. Einen Vorsprung von maximal gut vier Minuten gewährte das Peloton dem Trio, bevor Quick-Step Floors und Lotto Soudal die Verfolgungsarbeitet starteten, an der sich nach einer Weile auch FDJ beteiligte. Eineinhalb Minuten betrug die Differenz noch am Fuß der Côte de la colline Sainte-Germaine, der zweiten Bergwertung gut 60 Kilometer vor dem Ziel. Dort gab es einen unerwarteten Angriff von Laurent Pichon (Fortuneo-Oscar), der sich zwar vom Feld absetzen konnte, aber maximal auf eine Minute an die Führenden herankam und das Unterfangen gut zehn Kilometer später wieder aufgab.


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Dimension Data fährt jetzt für Boasson Hagen
Die Einholung der Ausreißer zögerten die Sprintermannschaften recht lange hinaus, ohne aber zu viel Risiko einzugehen. 20 Kilometer vor dem Ziel hatte der Abstand noch eine Minute betragen, an der Zehn-Kilometer-Marke waren es 30 Sekunden. Der Zusammenschluss erfolgt letztlich drei Kilometer vor dem Ende, als Quick-Step Floors einen Zug aufgebaut hatte und für eine Tempoverschärfung im Peloton sorgte. Anschließend übernahm jedoch überraschenderweise Dimension Data die Führung. Nach dem Ausscheiden des auf der 4. Etappe gestürzten Mark Cavendish fuhr die südafrikanische Mannschaft heute für Edvald Boasson Hagen. Der Norweger selbst kam, nachdem eingangs des finalen Kilometers nochmals kurz ein Quick-Step-Fahrer Tempo gemacht hatte, 600 Meter vor Schluss in die vorderste Position, die er aber 150 Meter vor der Ziellinie verlor, als die wirklichen Topsprinter an ihm vorbeigeschossen kamen. Auf der einen Seite zog Arnaud Démare (FDJ) vorbei, auf der anderen gleichzeitig André Greipel (Lotto Soudal). Doch keiner dieser beiden konnte die Etappe gewinnen, denn von viel weiter hinten kam Marcel Kittel (Quick-Step Floors) angespurtet. Kein Gegner war dessen Endgeschwindigkeit auch nur annähernd gewachsen und Kittels Sieg fiel so klar aus wie jener auf der 2. Etappe.

Démares Vorsprung auf Kittel schmilzt um 13 Punkte
Kittels Sieg war nicht die einzige Parallele zur Ankunft in Lüttich vier Tage zuvor. Genau wie in Belgien wurde Démare knapp vor Greipel Zweiter. Platz vier ging diesmal an Alexander Kristoff (Katusha Alpecin) vor Nacer Bouhanni (Cofidis), Dylan Groenwegen (LottoNL-Jumbo) und Michael Matthews (Sunweb). Rüdiger Selig (Bora-Hansgrohe), „Vertreter“ des disqualifizierten Peter Sagan, wurde Neunter direkt vor John Degenkolb (Trek-Segafredo). Boasson Hagen wurde bis auf Platz dreizehn durchgereicht. Am Zwischensprint, den Ausreißer Backaert gewonnen hatte, war Démare vor Matthews und Greipel der Schnellste aus dem Feld. Kittel hatte dort auf ansteigender Straße nur wenig Mühe investiert und sieben Punkte Verlust gegenüber Démare hingenommen. Durch den Etappensieg konnte er seinen Rückstand im Kampf um das Grüne Trikot trotzdem von 40 auf 27 Punkte verkleinern. Matthews und Greipel liegen als Dritt- und Viertplatzierte der Punktewertung bereits 74 bzw. 77 Punkte hinter Démare. Keinerlei nennenswerte Änderungen gab es in den anderen Gesamtständen; Chris Froome (Sky) verlebte einen sehr ruhigen ersten Tag in Gelb bei dieser Tour de France.

-> Zum Resultat

Zum ersten Mal bei dieser Tour de France gibt es zwei Sprinteretappen in Folge, so dass auf der morgigen 7. Etappe das nächste Kräftemessen von Kittel, Démare und Co. erwartet werden darf.

Video der Zielankunft






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