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Mathieu van der Poel feiert ungefährdeten Heimsieg bei Weltcupfinale in Hoogerheide
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28.01.2018

Mathieu van der Poel feiert ungefährdeten Heimsieg bei Weltcupfinale in Hoogerheide

Info: Radcross: WELTCUP HOOGERHEIDE 2018
Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)



Hoogerheide, 28.01.2018 - Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) hat das Männer-Elite-Rennen in Hoogerheide gewonnen und damit für den einzigen Heimsieg bei diesem Radcross-Weltcup-Finale gesorgt. Der Europameister, der schon seit letztem Wochenende als Gesamtsieger feststand, lag praktisch von Anfang an solo an der Spitze. Er teilte sich seine Kräfte ein und triumphierte mit einem 8-Sekunden-Vorsprung über Weltmeister Wout van Aert (Crelan-Charles). Den dritten Platz holte sich Michael Vanthourenhout (Marlux-Bingoal).


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Van der Poel und Van Aert mit halber Kraft
Anders als sonst findet das Weltcup-Finale in dieser Saison nicht nach der Weltmeisterschaft statt, sondern eine Woche davor, und kann somit als Generalprobe gelten. Von Frost, Eis und Schnee, die das Rennen in der Vergangenheit schon geprägt haben, war heute nichts zu sehen, im Gegenteil: Die Temperaturen lagen deutlich oberhalb des Gefrierpunkts; dafür war es recht windig. Ohne dass es dafür eines besonderen Anlasses bedurft hätte, übernahm Mathieu van der Poel gleich nach dem Start das Kommando. Wout van Aert etablierte sich als erster Verfolger und kam über diesen Status die ganze Zeit nicht hinaus. Nach zwei von 10 Runden betrug der Vorsprung des Europameisters 15 Sekunden, nach der Hälfte des Rennens 23, im Ziel dann noch 8. Dass seine Überlegenheit in reinen Zahlen weniger beeindruckend ausfiel als gewohnt, lag allein daran, dass er sich im Hinblick auf die WM schonen und ein Mindestmaß an Kraft einsetzen wollte. Ähnliches gilt natürlich auch für Van Aert: Sich in der Jagd auf den Niederländer total zu verausgaben, stand nicht dafür, spätestens als der Tagessieg außer Reichweite war, zumal der Weltmeister keine Hoffnungen auf den Gesamtsieg hegte. Den hatte Van der Poel schon vor einer Woche besiegelt, als er in Nommay gewann. Überhaupt konnte der niederländische Meister von den neun Weltcups nur zwei nicht für sich entscheiden. Sein Vorsprung im Endklassement beträgt 110 Punkte. Es war sein dritter Sieg (nach 2015 und 2016) bei dem nach seinem Vater benannten "GP Adrie van der Poel" in Hoogerheide.

Vanthourenhout Dritter, Teamkollege Pauwels sauer
Während die Situation an der Spitze des Rennens wenig Spannung bot - Van der Poel erlaubte sich auf der vorletzten Runde zwar so etwas wie einen Fahrfehler, aber das fiel nicht ins Gewicht -, lieferten sich Michael Vanthourenhout und Laurens Sweeck (Era-Circus) um die Position 3 einen heftigen Schlagabtausch. Vanthourenhout konnte Sweeck nach ein paar Runden zwischenzeitlich abhängen, aber sein Konkurrent kam zurück. Erst auf den letzten Metern gewann der Marlux-Bingoal-Fahrer dann wieder die Oberhand, sodass er sich neben Platz drei im Tagesresultat (+1:41 Minuten Rückstand auf Van der Poel) auch den vierten Rang im Gesamtweltcup sicherte. An Gesamtrang drei kam er nicht mehr heran, obwohl Toon Aerts (Telenet Fidea) lediglich als Siebter finishte. Er befand sich in einer Gruppe mit Tim Merlier (Crelan-Charles) und Kevin Pauwels (Marlux-Bingoal). Für Pauwels war es eine Frage der Ehre, den Sprint um Platz fünf vor Merlier zu gewinnen. Bondscoach Sven Vanthourenhout hatte ihn bei der Auswahl für die WM in Valkenburg übergangen und u. a. Merlier den Vorzug gegeben. Eine Entscheidung, die in den vergangenen Tagen in Belgien für viele Diskussionen sorgte und die sogar in Hoogerheide auf Fanplakaten am Rande der Strecke kritisch kommentiert wurde.

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