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Martin schlägt Teamkollege Uran und Cancellara - Einzelzeitfahren macht Contador zum neuen Vuelta-Leader
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02.09.2014

Martin schlägt Teamkollege Uran und Cancellara - Einzelzeitfahren macht Contador zum neuen Vuelta-Leader

Info: VUELTA A ESPAÑA 2014
LiVE-Ticker zum Nachlesen: Flash | Text
Autor: Felix Griep (Werfel)



Borja, 02.09.2014 – 22 Tage vor der Zeitfahr-Weltmeisterschaft hat der amtierende Titelträger Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) den letzten großen Härtetest erfolgreich absolviert. Im längsten Einzelzeitfahren der Vuelta a España auf deren 10. Etappe verwies der Deutsche seinen Teamkollegen Rigoberto Uran (Omega Pharma-Quick Step) und Fabian Cancellara (Trek Factory Racing) auf die Plätze zwei und drei. Nairo Quintana (Movistar) verlor nach dem Ruhetag das Rote Trikot, aber wegen einem Sturz noch weit mehr Zeit, als man erwarten musste. Neuer Spitzenreiter der Spanien-Rundfahrt ist Alberto Contador (Tinkoff-Saxo), der dem eindeutig nicht hunderprozentig fitten Chris Froome (Sky) fast eine Minute abnahm.

2013 erfolgloser Martin holt sich Vuelta-Etappensieg
Bei der Vuelta a España 2013 wurde Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) nicht glücklich. Zunächst der knapp gescheiterte Ausreißversuch, bei dem ihn die Sprinter erst auf der Zielgerade einholten, dann die klare Zeitfahr-Niederlage gegen Fabian Cancellara (Trek Factory Racing). Die Revanche am Schweizer gelang dem Weltmeister heute im Kampf gegen die Uhr auf der 10. Etappe der Vuelta 2014. 18 Sekunden schneller absolvierte Martin die 36,7 Kilometer von Real Monasterio de Santa María de Veruela nach Borja, für die er 47:02 Minuten benötigte. An der ersten Zwischenzeit belegten die beiden gerade einmal die Plätze elf und zwölf, weil einige Fahrer die unregelmäßig ansteigenden ersten 11,2 Kilometer zu einer Bergwertung der 3. Kategorie schneller absolvierten. Diese verloren im restlichen leicht abschüssigen Teil der Strecke aber viel Zeit. Eine kleine Ausnahme bildete Rigoberto Uran, der auf dem Berg 17 Sekunden vor und im Ziel nur 15 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Martin lag. Damit sorgte der Kolumbianer für einen OPQS-Doppelsieg und verwies Cancellara auf Rang drei. Spitzenreiter an der Zwischenzeit war Alberto Contador (Tinkoff-Saxo), dessen 33 Sekunden Vorsprung sich bis ins Ziel allerdings noch in 39 Sekunden Rückstand verwandelten. Das machte in der Endabrechnung Platz vier für den Spanier, der ohnehin nicht auf den Etappensieg, sondern vielmehr auf seine Gegner in der Gesamtwertung geschaut hatte.

Froome fast eine Minute hinter Contador – Quintana gestürzt
Der stärkste Zeitfahrer unter den Anwärtern auf den Gesamtsieg wäre normalerweise Chris Froome (Sky), doch der Brite ist ein gutes Stück von seiner Idealform entfernt, wie sich schon bei der Bergankunft auf der letzten Etappe vor dem Ruhetag angedeutet hatte. Es lief gar nicht rund bei Froome, dem Contador fast eine Minute abnehmen konnte. Nur 17 Sekunden langsamer als Froome war Joaquin Rodriguez (Katusha), der ebenso im Rahmen der Erwartungen abschnitt wie Alejandro Valverde (Movistar). Der verlor genau eine Minute auf Martin und 21 Sekunden auf Contador. Die vorher so enge Gesamtwertung mit sechs Fahrern innerhalb einer halben Minute hat sich durch das Zeitfahren mächtig auseinandergezogen. Contador ist der neue Träger des Rote Trikots und zum ersten Mal seit seinem Vuelta-Gesamtsieg 2012 wieder Führender einer Grand Tour. Valverde (+0:27) ist der erste Verfolger des neuen Leaders und Uran (+0:59) mit einem Sprung von Rang neun auf drei einer der großen Gewinner des Tages. Winner Anacona (Lampre-Merida/+1:12) hält sich auf Platz vier, bleibt vor Froome (+1:18) und Rodriguez (+1:37). Nur noch Elfter ist Nairo Quintana (Movistar), was aber nicht mit einer eklatanten Zeitfahr-Schwäche des Valverde-Teamkollegen zusammenhängt. Ein Sturz zu Beginn der Abfahrt nach der Bergwertung kostete ihn viel Zeit. Die Gesamtführung hätte er zwar ohnehin wohl kaum verteidigen können, aber mit 3:25 Minuten Rückstand steht Quintana nun bedeutend schlechter da als zu erwarten war.

-> Zum Resultat

Der Kampf um den Gesamtsieg setzt sich auf der 11. Etappe direkt fort. Das Ziel des 153,4 Kilometer kurzen Abschnitts liegt auf dem Alto de San Miguel de Aralar (9,9 km à 7,5%, max. 14%).





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Foto: Sabine Jacob

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