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Démares Sieg und Ackermanns Sturz bringen unerwartete Spannung in den Kampf um das Maglia Ciclamino
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21.05.2019

Démares Sieg und Ackermanns Sturz bringen unerwartete Spannung in den Kampf um das Maglia Ciclamino

Info: GIRO D’ITALIA 2019 (2.UWT)
Autor: Felix Griep (Werfel)



Modena, 21.05.2019 – Ein Sturz an der Flamme Rouge hat Pascal Ackermann bei einem für ihn bislang nahezu perfekten verlaufenen Giro d’Italia einen herben Rückschlag verpasst. Bei der Siegerehrung durfte sich der deutsche Meister zwar trotzdem wie gewohnt das Maglia Ciclamino über seinen von Abschürfungen übersäten Körper streifen lassen, doch der Vorsprung gegenüber Arnaud Démare ist auf einen einzigen Punkt geschrumpft. Der Franzose feierte nach dem Ruhetag den insgesamt dritten Grand-Tour-Etappensieg seiner Karriere.


Das Profil der 10. Etappe des Giro d‘Italia

Hatsuyama zum zweiten Mal auf der Flucht
Zwei Tage nach dem Regenzeitfahren in San Marino wurde die Italien-Rundfahrt bei viel angenehmerem Wetter fortgesetzt. Bei gut zwanzig Grad und Sonnenschein griffen sofort nach dem scharfen Start Luca Covili (Bardiani CSF) und Sho Hatsuyama (Nippo-Vini Fantini-Faizanè) an, gegen deren Flucht im Feld niemand etwas einzuwenden hatte. Der Japaner Hatsuyama, der bei seiner 144 Kilometer langen Soloflucht auf 3. Etappe eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte, und sein italienischer Begleiter bekamen einen Maximalvorsprung von nur etwas mehr als vier Minuten, bevor mit Groupama-FDJ und Deceuninck-Quick Step jene Mannschaften eingriffen, deren Topsprinter in der ersten Giro-Woche noch ohne Sieg geblieben waren. Das Ende der Flucht kam dann schon 30 Kilometer vor dem Ziel der lediglich 145 Kilometer langen Etappe – allerdings nachdem sich die beiden Ausreißer die Prämien an den Zwischensprints untereinander teilen konnten. Am ersten Zwischensprint, wo es auch um Punkte für die Punktewertung ging, wurden Arnaud Démare (Groupama-FDJ) und Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) Dritter und Vierter.

Einige Sprinter in Massensturz verwickelt
Die Strecke komplett flach, der Wind sehr ruhig – so geschah nach Einholung der Ausreißer lange Zeit nicht viel, bis sich Francisco Ventoso (CCC) drei Kilometer vor dem Ende ein Herz fasste und attackierte. Über einen 450 Meter langen Kopfsteinpflasterabschnitt hinweg konnte der Spanier ein paar wenige Sekunden Vorsprung halten, doch kurz nachdem er die Flamme Rouge passierte, wurde er wieder eingeholt. Unter dem Teufelslappen ereignete sich aber ein Vorfall mit noch weitreichenderen Folgen: ein Massensturz, in den auch einige Sprinter involviert waren. Matteo Moschetti (Trek-Segafredo) und Jakub Mareczko (CCC), die beide schon Top6-Ergebnisse in Massensprints erreicht hatten, gehörten ebenso dazu wie Simone Consonni (UAE Emirates), der als Vertreter des auf der 7. Etappe ausgestiegenen Fernando Gaviria vorne mitmischen wollte. Und auch Ackermann war zu Boden gegangen, kam aber glücklicherweise wenigstens mit lediglich Abschürfungen anstatt ernsthafterer Verletzungen davon. Letztlich konnten alle gestürzten Fahrer wieder auf ihre Räder steigen und die Ziellinie überqueren.

Démare sprintet zum Sieg, Selig wird Dritter
Kaum zwanzig Fahrer, die weder selbst gestürzt noch von dem Sturz aufgehalten worden waren, spielten am Ende dann noch eine Rolle in der Entscheidung um den Tagessieg. Démare und Caleb Ewan (Lotto Soudal) hatten noch Anfahrer zu ihrer Verfügung, woraufhin der Franzose und der Australier auf unterschiedlichen Seiten der Straße zum Endspurt antraten – und am Ende siegte Démare, der 2017 in Vittel sowie 2018 in Pau schon Tour-de-France-Etappen gewonnen hatte und jetzt erstmals beim Giro erfolgreich war. Ewan wurde dagegen auf den letzten Metern noch von Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) und Ackermanns etatmäßigem Anfahrer Rüdiger Selig überholt. Durch einen Punkt mehr am Zwischensprint und die 50 Punkte für den Etappensieg rückt Démare in der Punktewertung damit bis auf einen Zähler an Ackermann heran. In der (wesentlich weniger wichtigen) „Premio della Combattività“ hat er ihn sogar von der Spitze verdrängt. Keine Änderungen gab es in der von Damiano Cima (Nippo-Vini Fantini-Faizanè) angeführten Sprintwertung und in den Zeitklassementen.

-> Zum Resultat

Nach diesem sehr kurzen Start in die zweite Giro-Woche ist auf der 11. Etappe mit 221 Kilometern wieder eine sehr große Distanz zurückzulegen. Das Profil ist aber erneut tellerflach.

Video der Zielankunft







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