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Urteil im Fall Schleck im Januar
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22.12.2012

Urteil im Fall Schleck im Januar

Autor: Bastian Weber

Das Urteil über das Strafmaß im Dopingfall Fränk Schleck fällt im Januar. Der Rad-Profi aus Luxemburg war bei der Tour de France 2012 positiv auf ein Diuretikum getestet worden.

Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass Schleck bis Januar auf ein Urteil, wegen des Dopingverdachts gegen ihn, warten muss. Bei der Tour de France 2012 war der 32-Jährige positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden und musste sich am Mittwoch bei einer dritten und finalen Anhörung vor dem Disziplinarausschuss der luxemburgischen Anti-Doping-Behörde verteidigen. „Ich konnte mich noch einmal erklären. Ich habe nie einen Fehler begangen. Der Fall geht weiter und ist nicht beendet“, wurde Schleck vom SID zitiert.

Der Tour-Dritte von 2011 war auf der 13. Etappe der Frankreich-Rundfahrt positiv getestet worden. Später viel auch die B-Probe positiv aus. Diuretika haben zwar keine leistungssteigernde Wirkung, können aber verwendet werden, um Dopingsubstanzen im Körper zu verschleiern. Nach der Bekanntgabe des Fundes durch den Weltverband UCI hatte das RadioSchack-Nissan-Team Schleck aus dem Rennen genommen.

Derweil muss Denis Galimsjanow vom russischen Team Katjuscha wegen Epo-Dopings eine Sperre von zwei Jahren hinnehmen. Das teilte die russische Anti-Doping-Behörde mit. Der 25-Jährige war geständig und hatte sogar auf die B-Probe verzichtet. „Das Katjuscha-Team hat mit dem Vorfall nichts zu tun. Kein Teammitglied wusste und konnte wissen, was ich getan habe. Es war meine persönliche Entscheidung“, erklärte Galimjanow nach dem ersten Befund gegenüber Sport News.

Ein anderer Radprofi appellierte für einen „sauberen Sport“. Deutschlands Topsprinter Andre Greipel weiß, der Radsport kann sich „keine neuen Dopingfälle erlauben.“ Nach der Affäre um Lance Armstrong gab es fast nur noch Negativschlagzeilen und die Glaubwürdigkeit der Sportart hat stark gelitten. Eine Rehabilitierung sei nur über ehrliche Leistungen möglich. „Ich habe 2005 angefangen, professionell Rad zu fahren und bin im Lance-Armstrong-Zeitalter nicht wirklich gefahren. Es sollten nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Mit meinen über 100 Profisiegen bin ich der beste Beweis, dass es auch sauber geht“, sagte Andre Greipel, der 2012 20 Saisonsiege feiern durfte, gegenüber den Sportnachrichten des SID.


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