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Cofis Woche - 08.01. bis 14.01.17
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15.01.2017

Cofis Woche - 08.01. bis 14.01.17

Autor: Christine Kroth (Cofitine)



Die Saison 2017 nimmt Fahrt auf. Das erste WorldTour-Rennen wirft bereits seine Schatten voraus und die Strecke der letzten Grand Tour des Jahres wurde präsentiert. Einige Fahrer bereiten sich bereits auf die Tour Down Under vor, während ihre Kollegen in Trainingslagern weilen. Und auch nationale Meisterschaften in unterschiedlichen Disziplinen wurden ausgetragen.
Es gibt die ersten verletzten Profis des Jahres und wieder zogen sich einige ganz vom Radsport zurück.
Auch die zweite Woche hatte viel zu bieten – wir blicken zurück.



Alle Beiträge des Wochenrückblicks: Cofis Woche


Rennen

In dieser Woche wurden neue nationale Meister gekürt. In Australien und Neuseeland die auf der Straße und in Europa die im Cyclo-Cross. In Australien hatten die Arrivierten das Nachsehen gegen den jungen Miles Scotson (BMC-Racing). In Neuseeland sicherte sich Jack Bauer (Quick-Step Floors) den Titel.
Seit dem 14.01. läuft die Santos Women's Tour (bis 17.01.) und in Kolumbien fiel am 13.01. der Startschuss zur Vuelta al Tachira en Bicicleta. Dieses Rennen der Kategorie 2.2 dauert noch bis zum 22.01.
Bei den nationalen Cyclo-Cross-Meisterschaften gewannen viele bekannte Namen – in Belgien siegte der amtierende Weltmeister Wout Van Aert, in den Niederlanden siegte sein größter Konkurrent Mathieu van der Poel. In Frankreich holte sich erstmals Clément Venturini den Titel. Der Titel in Deutschland ging an Marcel Meisen und in der Schweiz war Julien Taramarcaz erfolgreich. Um nur einige Nationen kurz zu benennen.
Bei den Sixdays werden weiter fleißig Runden gedreht. Bis Dienstag in Rotterdam, wo sich Roger Kluge und Christian Grasmann den Sieg sicherten. Seit Donnerstag laufen nun die Sixdays in Bremen.
Großen Rennen gebührt zudem eine große Show. In dieser Woche wurde die Strecke der Vuelta a España vorgestellt. Die dritte Grand Tour des Jahres startet am 19.08. im französischen Nimes und endet am 10.09. in Madrid.

Teams

Etliche Aufgebote für die Tour Down Under waren bereits bekannt. In dieser Woche vermeldeten die letzten noch fehlenden Teams ihre Fahrer für das erste WorldTour-Rennen der Saison 2017.
Gleichzeitig befinden sich die meisten Teams zur Zeit im Trainingslager, viele von ihnen in Spanien. Auf den Straßen rund um Calpe kann man in diesen Tagen viele Teams bei den Vorbereitungen auf die neue Saison beobachten.
Und auch Teampräsentationen gab es in dieser Woche wieder einige. Zwei Teams sollen hier besonders erwähnt werden, da sie neu im Peloton sind – das neue WorldTour-Team Team Bahrain-Merida und das neuen Pro-Continental-Team Aqua Blue haben ihre Mannschaften vorgestellt.

Fahrer

Wieder gab es Rücktritte von Fahrern. Darunter waren auch drei Deutsche. Paul Voß, der vom Team Bora keinen neuen Vertrag erhalten hatte, zieht sich allerdings nur vom Straßenradsport zurück. Er möchte in der nächsten Cross-Saison noch einmal durchstarten. Außerdem will er seine Kraft in sein eigenes Nachwuchsteam stecken.
Komplett aus dem Radsport zurück ziehen sich allerdings Voß‘ ehemaliger Teamkollege Ralf Matzka sowie Zeitfahrspezialist Patrick Gretsch (2016 Ag2R). Auch sie hatten von ihren Teams keine Verträge für die neue Saison erhalten.
Lieuwe Westra hatte eigentlich einen guten Vertrag für 2017 in der Tasche. Er sollte für die Mannschaft Wanty-Groupe Gobert an den Start gehen. Doch Depressionen und private Probleme zwangen den Niederländer zum überraschenden Rückzug.
Ganz andere Sorgen plagen Alejandro Valverde. Er verletzte sich auf einer Trainingsfahrt an einer Schranke. Der italienische Meister Giacomo Nizzolo muss seinen Saisonstart wegen einer Knieentzündung verschieben.
Am schlimmsten erwischte es aber den Franzosen Fabrice Jeandesboz. Der 32jährige verletzte sich im Trainingslager des Teams Direct Energie schwer an der Hüfte. Er kugelte sich das Gelenk aus und brach sich die Hüftpfanne. Das bedeutet eine Pause von wahrscheinlich bis zu einem halben Jahr.



Was sonst noch geschah

Radsport scheint in Deutschland so ganz langsam wieder einen größeren Stellenwert zu gewinnen. Zumindest sind Gespräche mit Radprofis wieder sehr gefragt. So war etwa Marcel Kittel in dieser Woche zu Gast im ARD-Morgenmagazin (-> Zum Video in der ARD-Mediathek).

In Australien hat in dieser Woche der Österreicher Christoph Strasser einen Rekord-Versuch gestartet. Er möchte Australien in unter sieben Tagen durchqueren. Wenn er es schafft, ist ihm ein Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde sicher.



Im Porträt

Miles Scotson

Geburtsdatum: 18.01.94
Nationalität: Australien

Der 22jährige Miles Scotson war bislang vor allem auf der Bahn erfolgreich. Zweimal wurde er Weltmeister mit dem australischen Team in der Mannschaftsverfolgung (2014 und 2016). Mehrfach war er in dieser Disziplin australischer Meister.
Seit letztem Sonntag ist er nun erneut australischer Meister – diesmal aber auf der Straße!
So wirklich gerechnet hat mit ihm keiner. Doch die großen Namen des australischen Radsports hatten gegen ihn das Nachsehen.
2016 war sein erstes Jahr auf der Straße. Zunächst beim amerikanischen Continental-Team Illuminate. Dann, ab August, als Stagiaire beim belgischen Team Wanty-Goupe Gobert.
Für die neue Saison ergatterte er einen Vertrag beim Team BMC-Racing. Und sorgte eben bei den australischen Meisterschaften als Neuling gleich mal für den ersten Saisonerfolg des Teams. Ein Jahr lang wird Miles Scotson nun also im weißen Trikot mit den grün-gelben Streifen unterwegs sein. Und sicher nicht nur damit für Aufsehen sorgen!





der neue Schweizer Meister im Cross Julien Taramarcaz hier am Start der Schweizer Straßen-Meisterschaften 2016
der neue Schweizer Meister im Cross Julien Taramarcaz hier am Start der Schweizer Straßen-Meisterschaften 2016

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